13 Meinungen & Erfahrungsberichte

  1. 1

    Redaktion

    NEWSFLASH ZUM JUGENDAMT MARBURG – 06.05.2010 – Jugendamt griff nicht ein
    Lehrerinnen und Erzieherinnen der sieben Kinder haben am dritten Verhandlungstag im Prozess gegen einen 48-jährigen Marburger ausgesagt. Er ist wegen Misshandlung und sexuellen Missbrauchs angeklagt.

    „Die Kinder waren nach der Verhaftung des Vaters wie ausgewechselt“, sagte eine Zeugin. Sie kenne den Angeklagten seit 2004, berichtete die Sozialarbeiterin, die drei Kinderbetreuungseinrichtungen leitet. Der Angeklagte habe die Erzieherinnen des Kindergartens immer wieder aggressiv und ordinär beschimpft und sie bedroht. weiterlesen…

    Quelle: hna.de – 24.04.2010 – (nh/ky)

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  2. 2

    Uwe Hahn

    in der Vitos Klinik Lahnhöhe warten wieder Kinder auf euch, die Gefälligkeitsgutachten sind auch schon fertig!

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  3. 3

    hilflos

    Hat hier jemand Erfahrung mit dem St. Elisabeth Verein in Marburg?
    In wiefern kommt man bei freiwilliger Kindesunterbringung als Familie in die Mühlen des Jugendamtes?

    Antwort
  4. 4

    F. Mahler

    Ohne diesen Verein zu kennen, kann man grundsätzlich sagen: bei „freiwilliger“ Inobhutnahme hat man es logischerweise noch wesentlich schwerer, als bei einer erzwungenen, da man sich ja damit einverstanden erklärt hat.

    Gruß…..F. Mahler

    Antwort
  5. 5

    hilflos

    Womit hat man sich einverstanden erklärt?
    Mein Wunsch wäre eine Heimunterbringung und den Kontakt zwischen Heim und „Eltern“. Das Jugendamt möchte ich komplett heraushalten. Das Jugendamt hat doch zu verantworten, dass sie aus diesem Kind ein emotionales Wrack gemacht haben, dass für das Kind nach 8jähriger Pflegefamilie das Leben in der Herkunftsfamilie nahezu unmöglich macht.
    Geht so etwas ohne das Jugendamt?
    Ich suche immer noch Erfahrungen von Leuten, deren Kind nach jahrelanger Fremdunterbringung wieder zurück nach Hause kommt. Ich kann da einfach nichts finden. Vielleicht würde ein Erfahrungsaustausch schon reichen, um mit der Situation besser klar zu kommen…

    Antwort
  6. 6

    F. Mahler

    Hallo Hilflos,
    es ist schwer, aus minimalen Infobröckchen etwas einzuschätzen, zumal wenn ein möglw. recht komplizierter Fall dahintersteckt. Oftmals ist das nahezu unmöglich.
    Wenn jemand sich die Fremdunterbringung des Kindes selbst wünscht, erfolgt die Inobhutnahme demzufolge freiwillig, egal was ansonsten dahintersteckt.
    Warum Du meinst, ein Heim ist besser als eine andere Pflegestelle, ist für mich nicht nachvollziehbar. Ich denke, daß gerade bei Heimen die Wahrscheinlichkeit höher ist, daß die MA dort die Eltern weder ersetzen können noch wollen.
    Aber Statistiken dazu sind mir nicht bekannt.
    Die einzige Form von Fremdunterbringung, die ich kenne, die oftmals ohne Involvierung des JA vonstatten geht, ist ein Internat.
    Alle anderen, besonders wenn sie nicht vollständig privat bezahlt werden, werden vom JA verwaltet.
    Wenn Ihr privat zahlen müßt, könnte ein Internat übrigens deutlich kostengünstiger sein, als die vom JA vermittelten Stellen.
    Daß es wenig von Leuten zu finden gibt, deren Kinder wieder herausgegeben wurden, ist logisch.
    Diese Leute sind extrem erschöpft und haben wichtigere Probleme, die sie an der Veröffentlichung hindern.
    Am einfachsten ist es, wenn Du in Betroffenenselbsthilfegruppen nachfragst, da sind einige bei, die immer noch aktiv sind.

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  7. 7

    hilflos

    Hallo F. Mahler,
    ich danke dir für deine Auskunft.
    Wir werden es wohl nochmal alleine versuchen bzw. mit Hilfe der Therapeutin bzw. werde ich mich nochmal intensiver bemühen, nach weiteren Betroffenen zu suchen.
    Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die anderen Rückführungen alle problemlos verlaufen sind nur unsere nicht :-/
    Ich weiß nur eins: NIE MEHR DAS JUGENDAMT!

    Antwort
  8. 8

    F. Mahler

    Hallo Hilflos,
    „Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die anderen Rückführungen alle problemlos verlaufen sind nur unsere nicht“
    Ich auch nicht.
    Im Gegenteil, die meisten Kinder werden vermutlich nie wieder herausgegeben.
    Zumindest die Eltern, die ich kenne, denen es gelungen ist, die Kinder wieder nach Hause zu bekommen, haben alle jahrelang hart kämpfen müssen.

    Google einfach mal unter „entsorgte Eltern“, „Kinderklau“, „Jugendamtsopfer“ o.ä. Schlagwörtern.

    Gruß……..F. Mahler

    Antwort
  9. 9

    hilflos

    da google ich seit Jahren…da finde ich nur Eltern, die um ihre Kinder kämpfen. Aber ich habe bisher nichts gefunden von Eltern, deren Kampf erfolgreich war und wie es dann mit dem wiedergewonnen Kind in der Familie geklappt hat.
    Wir haben die Kleine auch nur wiederbekommen (nach 8 Jahren), weil zufällig die 2. Pflegefamilie das Kind nicht mehr wollte, da zu schwierig…jetzt können wir den Salat ausbaden. Wir können nicht mehr. Wir sind am Ende unserer Kräfte. Und das schlimme ist, wir wünschen uns mittlerweile, wir würden immer noch um sie kämpfen. Mein Mann (der Vater) sagt, er würde lieber um das Kind weinen, was nicht bei ihm ist, als sich so dermaßen von dem Kind fertig zu machen lassen, wie es zur Zeit ist.
    Traurig aber wahr!

    Antwort
  10. 10

    Karin Rohmann

    Ich kann Ihnen nur sagen: mein Kind war auf kriminelle Weise 2 mal weg. Einmal mit 7 und einmal mit 13,5. Ihr Leben wurde mit 7 schon zerstört. Als sie 7 war, da waren es nur 13 Wochen, die ihr das Genick brachen. Beim 2. Mal, da war es ein halbes Jahr und drei Prozesse später, da kam sie voll traumatisiert und total zerbrochen wieder. Es war schlimm. Sie schlug mich, wollte mich umbringen, schrie und weinte nur, ist auch heute noch nicht ganz okay. Es geht uns beiden saumiserabel dadurch. Hätte fast kapituliert. Ich rate Ihnen, geben Sie nicht auf, halten Sie durch, es kommen andere Zeiten. Seien Sie immer für Ihr Kind da…und lassen Sie es nicht im Stich. Meine Tochter ist heute 15 und hat es immer noch nicht kapiert, dass ich an ihren Entführungen nicht schuldig war. Diese Verzweiflung, dieser Abriss, diese Zerstörung unserer Kleinstfamilie lassen sich so schnell nicht heilen. Die Zeit kommt nie mehr zurück…was bleibt ist grosser Kummer und ein Knacks in der Seele, der für immer da ist. Solange die Übeltäter frei rum laufen und weiterhin Schaden anrichten dürfen, werde ich es wohl nicht mehr erleben, dass ich für mein Kind eine richtige Mutter bin, denn mea culpa, mea culpa, so wird es mir angelastet.Lieben Gruss….karin r.

    Antwort
  11. 11

    Rabenmutter

    Hallo zusammen.Ich habe alle eure Beiträge gelesen.Ich schreibe euch aus einer anderen Perspektive;aus der Perspeektive einer Mutter, die ihren Sohn, der heute 17 ist, aus Liebe losgelassen hat.Was nicht bedeutet:fallen gelassen.
    Mein Sohn geriet mit 15 Jahren auf die schiefe Bahn,wie man so schön sagt.Mit Beginn der Pubertät und dieser Phase hatte ich keinerlei Einfluss mehr auf ihn.Ganz im Gegenteil, er wandte sich völlg ab von mir.Und nicht nur das, er beschimpfte und beklaute mich, kam nachts nicht mehr nach Hause, trank, ging nicht mehr zur Schule.Die ganze Palette.
    Ich habe daraufhin das Jugendamt um Hilfe gebeten.
    Wir begannen eine Familientherapie die nichts half.
    Es wurde immer schlimmer.
    Mein Sohn wurde straffällig, er klaute in Kaufhäusern und wurde angezeigt wegen räuberischer Erpressung und Diebstahl, ausserdem Körperverletzung.
    Zu Hause randalierte er, machte Sachen kaputt,bespuckte und beschimpfte mich mit übelsten Wörtern.
    Ich beantragte die Heimunterbringng die dann auch genehmigt wurde.
    Leider ging mein Sohn nicht zum vereinbarten Termin, er war an dem Tag enfach nicht da.
    Als es wieder mal eskalierte , warf ich ihn raus.
    Das war eine ganz schlimme Zeit für mich.
    Ich wurde mit Ämtern konfrontiert, bekam jedes Ma lwieder zu hören:
    SIE sind die Mutter,SIE haben das Sorgerecht…usw.
    Was soll denn eine Mutter machen,die ihre Fürsorgepflicht gar nicht ausüben kann, weil das Kind es nicht zulässt?
    Ein Alptraum.
    Auf Grund der Tatsache,das er straffällig geworden war, beantragte ich einen Platz im Boxcamp bei Lothar Kannenberg.
    Den Platz bekam er,er wollte auch dorthin.
    Er hielt es ganze 2 Wochen aus,dann aß er Tabak und Beeren um ins Krankenhaus zu kommen.
    Die Maßnahme wurde abgebrochen.
    Er wurdenoch in 2 Einrichtungen vorgestellt.
    Aus der einen flüchtete er,die andere nahm ihn nicht.
    Mittlerweile hatte auch die Schule ihn raus geschmissen.
    Wochenlang zog er von Freund zu Freund.
    Und ich?
    Starb jeden Tag vor Angst und Sorge und wusste dennoch das ich ihn auf keinen Fall wieder beimir wohnen lassen konnte.
    Das würde das Elend noch verschlimmern,das wusste ich.

    Ich will das Ganze hier abkürzen.
    Nach langem hin und her und wenig Unterstützung, nach Gerichtsterminen usw.war mein Sohn im Sommer 2012 endlich bereit in ein Betreutes Wohnen zu ziehen.
    Dortist er geblieben.
    Er ist jetzt 17.
    Er arbeitet seine Sozialstunden ab und macht seinen Schulabschluss nach.
    Einmal imMonat kommt er uns besuchen.
    Wir verstehen uns gut.
    Und ich bin heute unendlich froh, diesen harten Weg gegangen zu sein.
    Es war,im Nachhinein betrachtet,die einzige Hilfe.
    Hilfe durch Nichthilfe.

    Bitte spart euch alle negativen Kommentare,davon hatte ich in den letzten Jahren genug.

    Antwort
  12. 13

    lindwurm

    Hallo,schnell zu facebook!Gruppe „Finger weg von unseren Kindern“ startet Demo in Frankfurt und Sammelklage gegen die Jugendämter.Nehmt alle teil!!!

    Antwort

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