Bad Kreuznach Jugendamt



Jugendamt Landkreis Bad Kreuznach

  Salinenstr. 47
  55543 Bad Kreuznach
  Telefon: 06 71/8 03-0
  Fax: 06 71/8 03-4 56

Leitung Kreisjugendamt
Gerhard Dick
Telefon: 06 71/8 03-3 27
E-Mail: gerhard.dick@kreis-badkreuznach.de

Kreisjugendamt: Wirtschaftliche Jugendhilfe, Beistandschaften u. a.
Andreas Domann
Telefon: 06 71/8 03-3 29
E-Mail: andreas.domann@kreis-badkreuznach.de

Kreisjugendamt: Kita, Sport
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Telefon: 06 71/8 03-3 40
E-Mail: georg.mannert@kreis-badkreuznach.de

Kreisjugendamt: Soziale Dienste
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Telefon: 06 71/8 03-2 28
E-Mail: ingrid.berndt@kreis-badkreuznach.de

Kreisjugendamt: Jugendpflege
Lothar Zischke
Telefon: 06 71/8 03-3 84
E-Mail: lothar.zischke@kreis-badkreuznach.de

Kreisjugendamt: Außenstelle Kirn
Soziale Dienste
Kirchstr. 3
55606 Kirn
Telefon: 0 67 52/13 52 08

Jugendamt der Stadt Bad Kreuznach
Hochstr. 45
Telefon: 06 71/8 00-0
Fax: 06 71/8 00-3 92
55545 Bad Kreuznach

Leitung Stadtjugendamt
Sabine Zell
Telefon: 06 71/8 00-2 73
Fax: 06 71/8 00-3 92
E-Mail: sabine.zell@bad-kreuznach.de

Kostenrechnung, Neues Steuerungsmodell, Haushaltswesen
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Beistandschaften, bestellte Amtsvormundschaften
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E-Mail: andreas.georg@bad-kreuznach.de
Stefan Schmuck
Telefon: 06 71/8 00-2 89
Fax: 06 71/8 00-3 92
E-Mail: stefan.schmuck@bad-kreuznach.de

Erziehungsgeld,
Dieter Häusler
Telefon: 06 71/8 00-2 26
Fax: 06 71/8 00-3 92
E-Mail: dieter.haeusler@bad-kreuznach.de
Ottmar Michel
Telefon: 06 71/8 00-2 60
Fax: 06 71/8 00-3 92
E-Mail: ottmar.michel@bad-kreuznach.de

Allgemeiner Sozialdienst
Thomas Braun
Telefon: 06 71/8 00-2 57, -2 59, -2 69, -2 65, -2 14
Fax: 06 71/8 00-3 92
E-Mail: thomas.braun@bad-kreuznach.de

Pflegekinderdienst, Adoptionsvermittlung
Anne Heil
Telefon: 06 71/8 00-2 91
Fax: 06 71/8 00-3 92
E-Mail: anne.heil@bad-kreuznach.de
Heidrun Höfer
Telefon: 06 71/8 00-2 95
Fax: 06 71/8 00-3 92
E-Mail: heidrun.hoefer@bad-kreuznach.de

Jugendgerichtshilfe
Inge Heisinger
Telefon: 06 71/8 00-2 92
Fax: 06 71/8 00-3 92
E-Mail: inge.heisinger@bad-kreuznach.de
Thomas Wickrath
Telefon: 06 71/8 00-3 08
Fax: 06 71/8 00-3 92
E-Mail: thomas.wickrath@bad-kreuznach.de

Wirtschaftliche Erziehungshilfen, Kindertagesstätten
Gregor Beilmann
Telefon: 06 71/8 00-2 29, -2 75
Fax: 06 71/8 00-3 92
E-Mail: gregor.beilmann@bad-kreuznach.de

Jugendförderung, Jugendzentrum „Die Mühle”
Katharina Becker
Telefon: 06 71/9 20 04-14
Fax: 06 71/9 20 04-22
E-Mail: k.becker@die-muehle.net

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5 Kommentare zu “Bad Kreuznach Jugendamt”

  1. Redaktion schrieb:

    NEWSFLASH ZUM JUGENDAMT BAD KREUZNACH – 10.10.2008 – Miserable Betreuungsquote
    BAD KREUZNACH Mit einer Betreuungsquote von 7,5 Prozent liegt die Stadt bei der Versorgung von Kindern unter drei Jahren deutlich unter Vergleichswerten nicht nur aus Rheinland-Pfalz.

    Die Europäische Kommission hat jüngst erneut den Ausbau der Krippenplätze angemahnt – und damit auch Länder wie Deutschland gemeint, die bei der Versorgung der Bevölkerung mit Betreuungsangeboten für Kinder bis drei Jahren deutlich unter dem europäischen Schnitt liegen: 18 Prozent aller Kinder bis 3 Jahre werden in Deutschland außerfamiliär betreut, europaweit sind es 26 Prozent, in Dänemark gar 73 Prozent.

    Hätte der auf Krippenplätze drängende EU-Sozialkommissar Vladimir Spidla die Betreuungsstatistik der Stadt Bad Kreuznach gekannt, wäre er aus dem Haareraufen nicht mehr herausgekommen: Nur 6,25 Prozent der Kinder unter drei Jahren können in der Nahestadt mit Krippenplätzen versorgt werden. Und das, nachdem man sich beim EU-Gipfeltreffen in Barcelona im März 2002 auf das Ziel geeinigt hatte, bis 2010 für mindestens 33 Prozent der Kinder unter drei Jahren Betreuungsplätze zur Verfügung zu stellen.

    Davon ist man in Bad Kreuznach sechs Jahre nach dem Gipfeltreffen und zwei Jahre vor dem Stichjahr 2010 noch meilenweit entfernt. In Zahlen ausgedrückt: Es gibt in Bad Kreuznach 1120 Kinder unter drei Jahren, aber nur 70 Krippenplätze. “In allen Einrichtungen gibt es Wartelisten und Anfragen für die nächsten Jahre”, so das Jugendamt.

    Über eine solche Nachfrage darf sich niemand wundern, der die Vergleichszahlen nicht nur der anderen europäischen Länder, sondern auch des Landes Rheinland-Pfalz und der rheinland-pfälzischen Landkreise und Städte kennt. Diese Zahlen wurden jüngst vom statistischen Landesamt veröffentlicht, und auch hier steht Bad Kreuznach schlecht da. In Rheinland-Pfalz lag die Quote der in Kindertageseinrichtungen betreuten Kleinkinder im März 2008 immerhin bei 13,8 Prozent, eine Steigerung gegenüber 2007 um 1,5 Prozentpunkte. Zählt man die Kinder in der öffentlich geförderten Kindertagespflege (Tagesmütter etc.) hinzu, steigt die Betreuungsquote im Land auf 15,1 Prozent. Im Landkreis Bad Kreuznach liegt diese Quote bei 15,5 Prozent, in den benachbarten Landkreisen Mainz-Bingen und Alzey-Worms bei 17 respektive 17,6 Prozent. Den höchsten Wert erreicht die kreisfreie Stadt Trier mit 25,6 Prozent.

    Zwar muss fairerweise darauf hingewiesen werden, dass die Bad Kreuznacher Betreuungsquote nicht die Kinder in der öffentlich geförderten Tagespflege berücksichtigt. Laut Jugendamt sind dies 14 Kinder bis drei Jahre. Rechnet man sie hinzu – also statt 70 dann 84 von 1120 – ergibt sich eine Quote von 7,5 Prozent.

    Im Stadtjugendamt zeigt man sich angesichts der in den vergangenen Jahren unternommenen Anstrengungen auf diesem Feld erschüttert über diese Werte. Wenigstens wird es ab nächstem Jahr 30 weitere Krippenplätze in der Stadt geben. Das ergäbe eine Quote von 8,9 ohne und 10,2 Prozent mit eingerechneter privater Tagespflege.

    Kinder unter drei Jahren in außerfamiliärer Betreuung: Vergleich

    Europa
    Die Betreuungsquote liegt europaweit bei 26 Prozent. Dänemark 73 Prozent. Großbritannien: 33 Prozent, Frankreich: 31 Prozent, Deutschland 18 Prozent.

    Rheinland-Pfalz
    Bei 15,1 Prozent lag die Landesquote zum Stichtag März 2008. Spitzenreiter: Stadt Trier 25,6 Prozent und Landkreis Südwestpfalz 22,9 Prozent. In Mainz lag die Quote bei 14,5 Prozent, in Kaiserslautern bei 19,9 Prozent. Quoten der Landkreise: Mainz-Bingen 17 Prozent, Alzey-Worms 17,6 Prozent, Birkenfeld 13,3 Prozent, Bad Kreuznach 15,5 Prozent. In Hessen und Baden-Württemberg liegen die aktuellen Daten noch nicht vor. 2007 betrug die Betreuungsquote in Hessen 12,4 Prozent, in Frankfurt am Main 16,7 Prozent. In Baden-Württemberg lag die Quote 2007 bei 11,5 Prozent, In Heidelberg betrug sie fast 30 Prozent, in Karlsruhe 16 Prozent, in Mannheim 15 Prozent.

    Stadt Bad Kreuznach
    Mit 70 Krippenplätzen und 14 Kindern in öffentlich geförderter Tagespflege liegt die Betreuungsquote in Kreuznach bei 7,5 Prozent. 2009 kommen 30 Plätze in den Einrichtungen Lina-Aschoff (DRK), Arche (Diakonie) und Bosenheim (Stadt) hinzu. Dann läge die Quote bei 10,2 Prozent.

    Quelle: az-badkreuznach.de – 10.10.2008 – Von Robert Neuber
    Link zum Pressebericht:www. az-badkreuznach.de/region/objekt.php3?artikel_id=3467557

  2. Redaktion schrieb:

    NEWSFLASH ZUM JUGENDAMT BAD KREUZNACH – 29.10.2008 – AfA begrüßt “mehr Personal im Jugendamt”
    red. PFAFFEN-SCHWABENHEIM Der Kreisverband der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD (AfA) begrüßt ausdrücklich den jüngsten Beschluss des Kreisjugendhilfeausschusses im Rahmen der Haushaltsberatung zum Haushalt des Kreisjugendamtes 2009, wonach dort die personelle Ausstattung sowohl im Allgemeinen Sozialdienst als auch im Verwaltungsbereich dem Bedarf entsprechend verbessert werden soll.

    Die Anforderungen an die Jugendämter und die dortigen Mitarbeiter würden immer größer. Das gelte sowohl mit Blick auf gesetzliche Vorgaben, beispielsweise das neue Kinderschutzgesetz des Landes, als auch vor dem Hintergrund insgesamt dramatisch steigender Zahlen von Familien, Kindern und Jugendlichen in Notsituationen. Dem müsse seitens der politischen Gremien zum Wohl der Familien und Kinder unbedingt Rechnung getragen werden, heißt es in einer Pressemitteilung der sozialdemokratischen Arbeitnehmer.

    Die AfA hofft, dass der Beschluss des Jugendhilfeausschuss auch bei den Kreistagsfraktionen Gehör und eine breite Unterstützung findet, wie AfA-Kreisvorsitzender Michael Simon betont. Die Jugendhilfe brauche Unterstützung und eine Lobby in der Politik, erklären die SPD-Arbeitnehmer.

    Quelle: 29.10.2008 – az-badkreuznach.de
    Link zum Pressebericht: www .az-badkreuznach.de/region/objekt.php3?artikel_id=3492341

  3. Redaktion schrieb:

    NEWSFLASH ZUM JUGENDAMT BAD KREUZNACH – 09.03.2009 – Viele Tagesstätten sollen von Konjunkturprogramm II profitieren
    Knapp sechs Millionen Euro werden aus dem Konjunkturprogramm II in den Kreis Bad Kreuznach zur energetischen Sanierung von Schulen und Kindertagesstätten fließen. Wer wie viel von diesem Geld bekommt, wird sich erst in ein paar Wochen herausstellen, wenn die Anträge bewilligt sind.

    Klar ist seit den Sitzungen von Kreisausschuss und Kreistag am Montag nur, nach welchen Kriterien das Geld verteilt wird: Bei den Schulen dienen die Schülerzahlen als Schlüssel, bei den Kindergärten die Zahl der Plätze. Damit soll verhindert werden, dass etwa die Grundschule in Hargesheim einen Nachteil gegenüber dem viel größeren Lina-Hilger-Gymnasium in Bad Kreuznach erleidet, wie Landrat Karl-Otto Velten ein Beispiel nannte.

    In der Aussprache in der Kreistagssitzung kritisierten CDU-Mandatsträger das Vorgehen des Landes bei der Bereitstellung der Gelder. Sie vermissten Transparenz bei der Zuweisung der Gelder. Der Landrat verwies auf ähnliche Handhabungen etwa bei der Mittelbewilligung im Rahmen des Investitionsstockes. Außerdem wehrte er sich gegen einen noch größeren Verwaltungsaufwand. Seine Mitarbeiter seien in den vergangenen Wochen schon über die Maßen belastet worden.

    Da sich schon sehr schnell herausgestellt habe, dass die Träger von Kindertagesstätten für deutlich mehr Projekte Geld beantragen würden, als überhaupt zur Verfügung steht (725.000 Euro), habe das Jugendamt nach einer pragmatischen Lösung gesucht. Um eine breite Streuung zu erreichen, anstatt dass nur zwei große Projekte von jeweils rund 350.000 Euro gefördert werden, habe man sich in Absprache mit dem Land für die Inangriffnahme vieler kleinerer Maßnahmen entschieden, berichtete Velten.

    Von den 74 Kita-Trägern im Kreis hatten 33 Projekte in einem Umfang von 3,5 Millionen Euro beantragt. Das Jugendamt empfiehlt nun 20 Maßnahmen von 13 kommunalen Trägern (Volumen 0,389 Millionen Euro) und sieben von freien Trägern (Umfang 0,335 Millionen Euro). Wenn ein Träger mehrere Gewerke ­ zum Beispiel Heizungserneuerung, Dachsanierung und Fensteraustausch ­ plant, soll nur eins mit Geld aus Mainz umgesetzt werden; die übrigen zwei soll er aus eigener Kraft realisieren, wenn er dazu in der Lage ist.

    Ludger Nuphaus von den Grünen konnte nicht nachvollziehen, dass bei den Schulen nach Kopfzahlen verteilt werden soll. Besser wäre es seiner Ansicht nach, sich die Energiefresser unter den Gebäuden vorzunehmen. Werner Bohn (SPD) hielte es für gut, wenn etwa ein hoher Sanierungsbedarf in einer Tagesstätte stärker gewichtet würde.

    Alfons Lorsbach und andere CDU-Kreistagsmitglieder kritisierten, dass bei vielen Kommunen Erwartungen geweckt worden seien. Häufig sei für baufachliche Unterstützung Geld ausgegeben worden ­ und zum Schluss stünden viele mit leeren Händen da. Velten verwahrte sich dagegen, dass hier große Enttäuschung produziert worden sei. Vielmehr müsse man froh sein, dass trotz dieser schlimmen Wirtschaftskrise Geld bis ganz nach unten fließe. Auch den Vorwurf, dass in der Verwaltung willkürlich vorgegangen werde, wies der Landrat zurück. Vielmehr sei Verteilungsgerechtigkeit das Ziel.

    Quelle: allgemeine-zeitung.de – 09.03.2009 – Von Heinz-Günther Mades
    Link zum Pressebericht: www .allgemeine-zeitung.de/region/bad-kreuznach-bad-sobernheim-kirn/stadt-bad-kreuznach/6345647.htm

  4. Redaktion schrieb:

    NEWSFLASH ZUM JUGENDAMT BAD KREUZNACH – 28.07.2009 – Private Kinderbetreuung unter Druck – TAGESMÜTTER Einst gewollt, jetzt verdrängt?
    Die Deutschen bekommen zu wenig Kinder, und schuld daran ist unter anderem die schlechte Vereinbarkeit von Familie und Beruf hierzulande, insbesondere für gut ausgebildete Frauen – so sah und so sieht es in Teilen die Politik. Diese Einschätzung führte dazu, dass vor einigen Jahren die private Tagespflege von kleinen Kindern stark gefördert wurde, und zwar nicht nur materiell. Vielen Frauen wurde nahe gelegt, doch eine entsprechende Schulung zu absolvieren, um als Tagesmutter arbeiten zu können. Aus dem Boden sprießten allerorten private Krippen, und so manche Erzieherin einer Kindertagesstätte machte sich mit einer privaten Tagespflegeeinrichtung selbstständig. Doch die Unterstützung seitens der öffentlichen Hand sollte nicht von langer Dauer sein, denn der Rückgang der Kinderzahl führte und führt an den kommunalen Kitas zur Freisetzung von Kapazitäten, die mit Kindern ab zwei Jahren aufgefüllt werden. Ab 2013 sollen Eltern einen Anspruch auf einen Hortplatz für ihr Kind ab zwei Jahren bekommen. Was dies für die einst so geförderte private Kindertagespflege bedeutet, scheint klar: Ihr wird die Existenzgrundlage entzogen.

    Eleonore Wissig aus Hargesheim und Manuela Stamann aus Bad Kreuznach wollen sich aber nicht einfach kampflos dem Schicksal ergeben. Wissig hatte sich als frühere Leiterin einer Mainzer Kindertagesstätte selbstständig gemacht, Stamann war als Sozialassistentin in einer Kita beschäftigt, bevor sie 2007 Tagesmutter wurde. Zusammen betreuen die beiden elf Familien.

    Bürokratische Hürden
    Beide Tagesmütter berichten, dass es ihnen immer schwerer gemacht wird, ihren Beruf auszuüben, geschweige denn von ihm zu leben. Und besonders in Bad Kreuznach mache man es ihnen schwer. Der erste Nackenschlag kam für die Tagesmütter in diesem Jahr allerdings vom Bund. Alle Zuschüsse der Jugendämter müssen ab sofort voll besteuert werden, ebenso die Sozialabgaben. Hinzu kommen Vorgaben, die von beiden als bürokratische Drangsalierung seitens der Jugendämter empfunden werden. Seit Juni müssen Stundenzettel ausgefüllt werden, in die die Arbeitszeiten der Eltern, vom Arbeitgeber bestätigt, eingetragen werden. Diese Zeiten werden vom Jugendamt mit den tatsächlichen Betreuungszeiten der Tagesmütter abgeglichen. Das führt dazu, dass die Betreuung eines Kindes durch die Tagesmütter dann nicht bezahlt wird, wenn der Schicht arbeitende Vater morgens zu Hause ist – unabhängig von der Frage, ob der Vater möglicherweise in Bereitschaft ist und jeden Augenblick gerufen werden kann. Im Endeffekt müssen die beiden Tagesmütter den Platz für das Kind freihalten, bekommen dafür aber kein Geld. Und gleichzeitig gilt die Vorgabe, dass nur fünf Kinder von der Tagesmutter gleichzeitig betreut werden dürfen, es besteht also im oben erwähnten Fall keine Möglichkeit, solche Ausfälle auszugleichen.

    Verzögerte Auszahlung
    Nach der Umstellung auf die genannten Stundenzettel kam es den Tagesmüttern zu Folge zu einer sechswöchigen Verzögerung bei der Auszahlung der Fördermittel durch das Jugendamt, gleichzeitig mussten die laufenden Kosten natürlich getragen werden, was bei den Tagesmüttern zu wirtschaftlichen Engpässen führte.

    Merkwürdigerweise verhält sich das Jugendamt des Landkreises Mainz-Bingen vollkommen anders, wie die beiden Tagesmütter berichten können, weil sie Kinder aus diesem Kreis betreuen. Hier gibt es weder Stundenzettelabgleiche noch die daraus resultierenden Zahlungsverzögerungen. Und darüber hinaus zahle der Landkreis Mainz-Bingen weit mehr als die hiesigen Jugendämter. Der Landkreis Mainz-Bingen unterstützt Eltern mit Kindern in Tagespflege mit 4,20 Euro pro Kind und Stunde, bis zu 40 Stunden Tagespflege pro Woche werden abgedeckt. Der Höchstsatz im Landkreis Bad Kreuznach betrage aber nur 2,87 Euro pro Kind und Stunde.

    Da der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz auch 2013 noch nicht von öffentlichen Kindertageseinrichtungen in vollem Umfang abgedeckt werden kann, soll, so sieht es die Bundesgesetzgebung vor, auch die private Kindertagespflege unterstützt werden. Die Zuschüsse an die Kommunen für ihre Kitas seien an die Maßgabe geknüpft, 30 Prozent davon an die private Betreuung weiterzugeben. Davon komme aber nichts an, ebenso wenig wie die versprochene Bezuschussung beim Kauf von speziellen Einrichtungsgegenständen wie etwa Wickelkommoden. Auch hier werden bürokratische Hemmnisse aufgebaut: Statt Geld soll es Sammelstellen geben, an denen die Tagesmütter die benötigten Gegenstände abholen können. Keine Spur davon, stellt Eleonore Wissig fest.

    Kinder oder Geld und Politik?
    Für die beiden Tagesmütter ist klar: Sie werden langsam, aber sicher an die Wand gedrängt. Wenn es so weiter gehe, werde sie aufhören müssen, sagt Stamann. Wissig hat keine Antwort auf die Frage, was passiere, wenn die derzeitige Situation fortdauere: “Ich will nicht aufgeben.” Für sie geht es nicht darum, Kindertagesstätten und private Kinderbetreuung gegeneinander auszuspielen. Es gelte, beide Varianten zu fördern und miteinander zu vernetzen. Das sei im Sinne der Eltern und Kinder. Das spiele nur leider keine Rolle, fügt Stamann an. Mehrfach sei sie von einem Mitarbeiter des Jugendamts schon darauf hingewiesen worden, dass – so wörtlich – “es hier nicht um das Wohl der Kinder geht, sondern um Geld und Politik”.

    Quelle: allgemeine-zeitung.de – 24.07.2009 – Von Robert Neuber
    Link zum Pressebericht: www .allgemeine-zeitung.de/region/bad-kreuznach-bad-sobernheim-kirn/stadt-bad-kreuznach/7146961_1.htm

  5. Redaktion schrieb:

    NEWSFLASH ZUM JUGENDAMT BAD KREUZNACH – 19.11.2009 – Stadtjugendamt nicht abschaffen – REFORMPLAN Strukturen würden zerstört
    Fatal wäre es aus Sicht von Günter Kistner, wenn das Jugendamt der Stadt Bad Kreuznach abgeschafft würde. Das allerdings sieht der Entwurf des Landesgesetzes zur Kommunal- und Verwaltungsreform vor. Der Vorsitzende des Kreisjugendhilfeausschusses wehrt sich gegen diese Pläne des Innenministers – und bekam in der gestrigen Sitzung volle Rückendeckung des Ausschusses. Beschlossen wurde bei einer Enthaltung eine Stellungnahme an die Landesregierung, in der der Erhalt des Bad Kreuznacher Jugendamtes gefordert wird.

    Müsste das Kreisjugendamt auch alle Aufgaben schultern, die das Stadtjugendamt bislang hat, ergäben sich daraus weder fachliche noch finanzielle Vorteile. Darüber war man sich im Kreisjugendhilfeausschuss einig. Im Gegenteil befürchtet man für die zu betreuenden Kinder, Jugendlichen und Familien eher negative Veränderungen. Das Stadtjugendamt ist näher an den Menschen, urteilte Bettina Dickes (CDU). Ähnlich sah es Erster Kreisbeigeordneter Hans-Dirk Nies. In der Stadt gebe es feste Sozialstrukturen. Er erkenne keinen Grund, diese aufzubrechen.

    Dickes wusste zudem, dass auch die anderen vier großen kreisangehörigen Städte in Rheinland-Pfalz ihre Jugendämter behalten wollten. Sie hofft, dass das Land das angestrebte Reformvorhaben in Sachen Jugendämter zu den Akten legt.

    Aus Sicht von Kistner, Nies und anderen Ausschussmitgliedern sowie Verantwortlichen des Kreisjugendamtes haben sich die Eigenständigkeit des Stadtjugendamtes und die enge Zusammenarbeit der beiden Fachbehörden von Stadt und Kreis Bad Kreuznach in den vergangenen acht Jahrzehnten bewährt.

    Quelle: allgemeine-zeitung.de – 06.11.2009 – (hgm)
    Link zum Pressebericht: www .allgemeine-zeitung.de/region/bad-kreuznach-bad-sobernheim-kirn/landkreis-bad-kreuznach/7816017.htm

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