Affenpocken – Besonders große Gefahr für Kinder?

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Viele Eltern sind aufgrund der aktuell ständig ansteigenden Zahlen der Affenpocken-Infektionen innerhalb Europas ziemlich beunruhigt. Schließlich stehen die Sommerferien vor der Tür, Reisen sind schon lange gebucht und die Familien warten bereits in den Startlöchern und wollen die Ferienzeit umbeschwert genießen. Muss man sich Gedanken machen oder ist die Panik vor Affenpocken unbegründet?

Kinder- und Jugendärzte geben Entwarnung

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Viele Kinderärzte und Jugendärzte sehen keinen Grund zur Panik aufgrund der weiterhin steigenden Infektionszahlen. Affenpocken sind weit weniger ansteckend als beispielsweise das Coronavirus oder eine Grippe. Die Viruserkrankung wird ausschließlich über Körperflüssigkeiten oder sehr engen Hautkontakt übertragen.

Selbst wenn eine mit Affenpocken infizierte Person während einer Reise im Flugzeug oder in der Bahn sitzen sollte, ist eine Übertragung nahezu ausgeschlossen. Es sei denn, man sitzt sehr eng aneinander und kommt mit infektiöser Flüssigkeit aus den Pockenläsionen in Berührung. Die Wahrscheinlichkeit, während der Reise mit Affenpocken in Kontakt zu kommen, kann also weitestgehend ausgeschlossen werden. Ein wenig Aufmerksamkeit schadet dennoch nicht. Sieht man eine Person mit sichtbaren Hausläsionen, die auf eine Infektion schließen lassen, schadet ein wenig Abstand sicher nicht. Hier ist es mit Sicherheit für alle Beteiligten besser,etwas auf Distanz zu gehen.

Die vorliegenden Infektionen, welche bisher vom RKI registriert wurden, sind fast alle auf sexuelle Kontakte zwischen Männern zurückzuführen. Nationale und auch internationale epidemiologische Daten lassen zur Zeit mehrheitlich darauf schließen, dass die Krankheitsausbrüche begrenzt sind und nicht wie bei einer Epidemie ansteigen. Nach jetzigem Stand sind in Deutschland keinerlei Fälle bekannt, bei denen sich Personen innerhalb der Familie mit Affenpocken angesteckt hätten. Das Risiko einer Ansteckung bei Kindern und Jugendlichen ist absolut minimiert – sie gehören nicht zu der Gruppe von Menschen mit einer erhöhten Infektions-Gefährdung. Weitere Informationen und aktuelle Statistiken zu der Affenpockenkrankheit und dem auslösenden Virus erhalten Sie hier.

Affenpocken bei Kindern in Afrika

Man liest häufiger von dem erhöhten Infektionsrisiko der Kinder und Jugendlichen in den betroffenen Gebieten Afrikas. Hierzu sollte erwähnt werden, dass Kinder dieser Regionen tatsächlich öfter von der Affenpockenkrankheit betroffen sind. Dies ist aber hauptsächlich auf die oft schlechten, hygienischen Bedingungen auf dem südlichen Kontinent zurückzuführen. Die allgemeine Gesundheitslage ist teils miserabel und nicht vergleichbar mit der in europäischen Ländern. Auch die Krankenversorgung lässt zu wünschen übrig und in vielen Fällen wird die Infektion erst spät erkannt und dann nicht behandelt. So ist eine Ausbreitung wesentlich wahrscheinlicher. In Deutschland gibt es keinerlei Daten über schwere Krankheitsverläufe bei Kindern oder Jugendlichen.

Panikmodus besser ausschalten

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Nach zwei Jahren Corona, einem Krieg direkt vor der Haustür, zahlreichen privaten und beruflichen Maßnahmen und dadurch resultierende gesundheitliche und existenzielle Sorgen verfallen manche bei Meldungen wie die der Affenpocken-Infektionen gerne direkt wieder in den Panikmodus. Zumindest wird es so über viele Social Media Kanäle suggeriert.

Natürlich hat niemand große Lust auf eine erneute Pandemie. Aufgrund unseres gut funktionierenden Gesundheitssystems – zumindest in Deutschland und auch in vielen der anderen europäischen Länder – werden Affenpocken-Verdachtsfälle aber recht früh erkannt und direkt isoliert. Ein unkontrollierbarer Ausbruch lässt sich also gut verhindern. Nach heutigem Wissensstand wird es durch die Affenpockenviren bei uns zu keiner neuen Pandemie kommen.

Panik und Angst sind schlechte Begleiter, sowohl im privaten und öffentlichen Alltag als auch im Urlaub. Wer ein klein wenig auf sich und seine Liebsten achtet, kann seine Ferienzeit unbesorgt genießen. Die Affenpocken sind kein Grund, die Urlaubstage verfallen zu lassen oder sie verängstigt zu verbringen. Sollte es dennoch zu einer Ansteckung kommen, ist in unseren Breitengraden die medizinische Versorgung gesichert und die Krankheit wird in den meisten Fällen ohne Folgebeschwerden abklingen. Lediglich Menschen mit einem

Wider Erwarten mit Affenpocken erkrankt im Urlaub – Was tun?

Sollte sich wider Erwarten eines der Familienmitglieder im Urlaub mit dem Virus infizieren, ist in erster Linie wichtig, dass sich die betroffene Person und alle direkten Kontaktpersonen ohne Aufforderung in Quarantäne begeben und ärztlichen Rat einholen. Sollten Sie sich in Deutschland oder im EU-Ausland aufhalten, hilft Ihnen Ihre Krankenkasse weiter, an die Sie sich telefonisch wenden können. Auch die jeweiligen Gesundheitsämter sind Ansprechpartner in solch einem Fall. Wer ADAC-Premium-Mitglied ist, kann sich auch an die Service-Mitarbeiter des Automobilclubs wenden, um deren Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die ADAC Basis Auslands-Krankenversicherung weltweit ist für Premium-Mitglieder inklusive und der Service kostenfrei.

Affenpocken in Deutschland – Wichtige Informationen im Video

Reiseland Afrika – Welche Regionen sollte man mit Kindern meiden

In den seltensten Fällen verbringt man seine Urlaubs- und Ferienzeit mit Kindern in den Risikogebieten Afrikas. Bisher kam die Affenpockenkrankheit lediglich in West- und Zentral-Afrika häufiger vor. Es gab immer mal wieder kleinere Ausbrüche. Regionen wie Kongo, Gabun, Nigeria und die Zentralafrikanische Republik gelten auch heute noch als Risikogebiet.

Bis Mai 2022 wurden nur vereinzelte Infektions-Fälle aus Israel, den USA, Singapur und Großbritannien gemeldet, die offenbar aus Nigeria eingeschleppt wurden. Erst seit Anfang Mai 2022 häufen sich die Infektionen auch in Europa, Asien, Australien und anderen Erdteilen. Es konnten inzwischen mehrere Tausende Infizierte weltweit im System der WHO erfasst werden. In Deutschland schreitet die Ausbreitung moderat voran. Stand Juli 2022 waren hierzulande rund 1500 Personen nachweislich mit Affenpocken infiziert.

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Elterngeld

Die einkommensunabhängige Leistung für Familien soll nach der Geburt eines Kindes finanziell unterstützen. Elterngeld wird aus diversen Bedingungen errechnet und kann vielen Betroffenen helfen.