Eine Entscheidung kann viele verschiedene Gründe haben, eine unangenehme Situation ist es aber in jedem Fall. Hat das Ehepaar dann auch noch Kinder, wird es besonders schwierig. Wie erklärt man – gerade kleineren Kindern – dass Mama und Papa von nun an nicht mehr zusammen wohnen werden und das Kind den einen Elternteil nur noch am Wochenende sehen wird? Wer entscheidet über das alleinige – oder gemeinsame – Sorgerecht und ab welchem Alter des Kindes wird sein Wunsch-Wohnort berücksichtigt? Im Folgenden wollen wir euch eine kleine Übersicht zum Thema Sorgerecht geben und wie ihr in dieser schwierigen Situation am besten mit eurem Kind umgehen könnt.
Hilfe zum Thema Sorgerecht
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Es gibt das alleinige und das gemeinsame Sorgerecht. Für das Kind ist das gemeinsame Sorgerecht meistens besser, es bedeutet, dass sich die Eltern einigen konnten. Es muss zwar immer noch entschieden werden, bei wem das Kind leben wird, den anderen Elternteil wird es aber trotzdem öfter sehen können als beim alleinigen Sorgerecht. Mehr Informationen zum Thema Gemeinsames Sorgerecht bekommt ihr auf www.fachanwalt.de. Auf dieser Fachseite findet ihr alle Vorraussetzungen für das gemeinsame Sorgerecht im Überblick.
Was beinhaltet das Sorgerecht?
Das Sorgerecht bedeutet nicht nur, dass das Kind bei einem wohnt, sondern auch das man nicht nur auf sozialer, sondern auch auf finanzieller Ebene für es sorgt. Auf der sozialen Ebene bedeutet das die generelle Erziehung, Pflege und Beaufsichtigung, dass ihr bestimmen könnt, wo sich das Kind aufhalten darf und wo nicht und mit welchen Personen es verkehrt. Auf der finanziellen Ebene müsst ihr die Besitztümer des Kindes verwalten, dafür sorgen, dass Unterhaltszahlungen getätigt werden und seid für Vertragsabschlüsse bezüglich des Kindes zuständig, solange es noch unter 18 Jahren ist. Unterhalt muss übrigens auch gezahlt werden, wen das Elternteil bei dem das Kind wohnt neu heiratet. Mehr dazu findet ihr auf dieser Fachseite.
Vorraussetzungen für das gemeinsame Sorgerecht (nach der Scheidung)
Um das gemeinsame Sorgerecht beantragen zu können, müssen einige Vorraussetzungen gelten, die wir euch nun im Folgenden kurz vorstellen möchten. Möchte der Vater nach der Scheidung ein gemeinsames Sorgerecht, so muss vorher geklärt sein, dass es sich eindeutig um den biologischen Vater des Kindes handelt. Ist dies nicht sicher und die Frau bestreitet die Vaterschaft, so kann ein – vom Gericht angeordneter – Vaterschaftstest Klarheit verschaffen.
Des Weiteren sind die Eltern dazu verpflichtet alle Angelegenheiten in einer einvernehmlichen Lösung zu regeln. Ein gemeinsames Sorgerecht macht keinen Sinn, wenn die Eltern nur am Streiten sind und nicht dazu in der Lage sind eine gemeinsame Entscheidung zum Wohle des Kindes zu treffen. Der Verlierer in dieser Situation ist nämlich das Kind, das mit ansehen muss, wie sich Mama und Papa in Erziehungsangelegenheiten gegenseitig den Kopf abreißen. Wie ihr eurem Kind helfen könnt, mit der Scheidung umzugehen erfahrt ihr auf der verlinkten Fachseite.
Auch wenn das gemeinsame Sorgerecht beiden Eltern ähnliche Entscheidungsgewalt bei, das Kind betreffende Angelegenheiten gibt, so hat der Elternteil, bei dem das Kind letztendlich wohnt, das letzte Wort bei alltäglichen Erziehungsfragen. Wohnt das Kind beispielsweise bei der Mutter und möchte abends bis 9 Uhr auf eine Party gehen, dann kann sie es ihm verbieten, auch wenn der Vater es vielleicht erlaubt hat.
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[tab title=“Tab 1″ ]Das alleinige Sorgerecht
In manchen Fällen ist das alleinige Sorgerecht die bessere Lösung für das Kind. Wenn das Kind von einem Elternteil nicht gut behandelt wird, keine Grenzen gesetzt werden oder nicht ausreichend unterstützt wird, so kann vom anderen Elternteil das alleinige Sorgerecht beantragt werden. Das geht aber nicht ohne Hürden. So muss zunächst ein Antrag gestellt werden, für den vorher aber der andere Elternteil seine Zustimmung geben muss. Ab dem 15. Lebensjahr kann das Kind übrigens selber entscheiden, bei wem es wohnen möchte. Das Familiengericht wird zudem prüfen, ob es wirklich das beste fürs Kind ist, das alleinige Sorgerecht auf den anderen Elternteil zu übertragen. Die oberste Priorität hat dabei immer und zu jeder Zeit das Wohl des Kindes. [/tab]
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Fazit zum Thema Sorgerecht
Zum Wohl der Gemeinsamen Kinder sollte man als Eltern versuchen bei einer Scheidung auf den berühmten „Rosenkrieg“ zu verzichten. Kinder leiden unter Scheidungen meist mehr, als sie zugeben wollen. Dadurch kann ihre Sicht auf Beziehungen langfristig geschädigt werden. Das Wohl des Kindes sollte immer an erster Stelle stehen. Daher ist das gemeinsame Sorgerecht für die meisten die bessere Lösung. Gibt es allerdings Probleme innerhalb der Familie, so kann das alleinige Sorgerecht auch eingeklagt werden, sollte der problematische Elternteil nicht seine Einwilligung geben wollen. Das Familiengericht wird euch dabei zur Seite stehen.
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