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Umzug zu Papa


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    #1 Umzug zu Papa in Sorgerecht 17.04.2014 08:58
    von Nuria

    Hallo,

    ich hab mal eine kleine Frage.
    Mein Partner hat mit seiner Ex-Frau 3 Kinder. Die Familie lebt in NRW, wir leben in Berlin.
    Es besteht ganz guter Kontakt zu den Kinder, so wie auch zur Ex Frau.
    Nun gibt es immer wieder Probleme mit dem Großen, 14 Jahre alt.
    Die Familie wird vo Jugendamt betreut. Der Große war auch schon in einer Fremdunterbringung (unter der Woche und ka am Wochenende wieder nah hause).
    Diese Hilfe ist seit gut einem halben Jahr nun „nicht mehr notwendig“.
    Auf jeden Fall kam immer wieder das Thema auf er will zu Papa.
    Wir waren de ganzen immer sehr offen gegenüber und haben gesagt wenn er das wirklich will dann machen wir das. Nun hat er bisher immer wieder einen Rückzieher gemacht.
    Ist ja für ein Kind auch ein großer Schritt, Mama und Geschwister zu verlassen und in eine ganz andere Stadt zu ziehen.
    Vor einigen Tagen gab es großen Ärer in der Familie Auch Mama sagt sie kann nicht mehr, sie ist überfordert.
    Nun haben wir uns endgültig gemeinsa entschieden, dass das Kind zu uns kommt.
    Von allen Seiten aus am liebsten sofort.
    Nun ist meine Frage wie wir das umsetzen können. Müssen wir etwas bestimmtes beachten? Und was muss organisiert werden?
    Können wir ihn einfach abholen. Ihn hier anmelden? Zur Familienkasse? Und am ersten Tag nach den Ferien zur Schule und ihn anmelden?
    Funktioniert das mit der Schule so einfach?
    Ich hab Angst von Schule zu Schule zu rennen und Probleme zu bekommen ihn gut unter zu bringen.
    Seine Zeugnisse sind nicht besonders gut.
    Er wird ja auch sicherich einige Tage in der Schule fehlen. Einige vorige Anmeldung wäre auf Grund der Ferien ja nicht möglich. Was ist mit dem Jugendamt? Müssen die ihr ok geben oder können wir das entscheiden.
    Es gibt ein geeinsames Sorge- und Aufenthaltsrecht.

    Ich wäre für eure Hilfe dankbar.
    Oder auch bei wem ich mich besser informieren könnte.
    Leider sind mir die Ferien etwas i weg. Würde sonst ja gerne bei den Schulen schon mal anrufen.

    #2 RE: Umzug zu Papa in Sorgerecht 24.04.2014 09:26
    von daydreamer

    Viele Sekretariate habe auch in den Ferien geöffnet, einfach mal anrufen. Ich suche auch gerade nach einer neuen Schule.
    Ich würde dann einfach die Schule fragen, wie das am sinnvollsten geht mit der Ummeldung. Wenn du die neue Schule hast, einfach in der alten Schule bescheid sagen. Der Junge sollte eigentlich nicht fehlen in der Schule. Am sinnvollsten finde ich solche Umziehereien allerdings in der Ferienzeit, dafür wäre meine Antwort jetzt wohl ein wenig spät.
    Es gibt immer Schulen vor Ort, die Schüler aufnehmen müssen. Bei uns gibt es diesbezüglich ein Gymnasium und eine Gesamtschule. Die dürfen die Kinder nicht ablehnen, wenn die Noten stimmen (was ja bei einer Gesamtschule immer der Fall ist) und die Kinder im Einzugsgebiet liegen.

    An sonsten muss der Junge in deinem Wohnort umgemeldet werden. Dazu benötigt es die schriftliche Erklärung der Mutter, dass der Junge nun ab einem bestimmten Tag X bei euch wohnt…mit Unterschrift.

    Das Kindergeld solltet ihr dann beantragen, sicherheitshalber sollte es die Mutter bei ihrer Familienkasse abmelden. Manchmal dauert es den ein oder anderen Monat, bis das richtig läuft.

    Falls Titel für den Unterhalt der Kinder bestehen, müssten diese abgeändert werden. Falls nicht, muss drüber nachgedacht werden, in wie fern sich evtl. Zahlungen des Unterhaltes ändern.

    Was das Jugendamt betrifft, kenne ich mich nicht aus. Ich würde ja sagen, es reicht, wenn die Mutter das JA informiert, dass ihr Sohn jetzt zum Vater zieht. Im schlimmsten Fall prüft das JA, ob der Junge bei euch gut aufgehoben ist. Wurde bei uns damals auch gemacht (da kam das Kind aber aus einer Pflegestelle), war aber kein Problem. Die sind auch anschließend nicht nochmal gekommen.

    An sonsten würde ich mir das nicht all zu leicht vorstellen, wenn jetzt auf einmal ein 14jähriger bei euch einzieht. Das krempelt euer Leben sicherlich um. Wisst ihr um die Schwierigkeiten bescheid? Benötigt er Hilfe? Vielleicht Therapien? Oder Nachhilfe?
    Nehmt das nicht auf die leichte Schulter. Wir haben es damals gemacht, als meine damals 11jährige Stieftochter bei uns einzog und es ist ziemlich in die Hose gegangen…

    Wie ist denn euer jetziger Stand, da dein Thread ja schon ein paar Tage alt ist.

    #3 RE: Umzug zu Papa in Sorgerecht 12.10.2014 06:17
    von Vollhorst Staatsdepp

    Hallo, erstmal Ihr Lieben!

    Das Thema hat auch viel mit meinem zu tun und es lässt mir seit Jahren keine Ruhe, endlich habe ich (Spätzünder) mal den Entschluß gefasst, meinen Sohn zu mir zu holen, weil in mir mit jedem Tag die Sorge mehr wächst, das er bei seiner Mutter vor die Hunde gehen wird. Ich muß dazu sagen das ich es wirklich jahrelang versucht habe, meiner Expartnerin zu helfen, und unsere kleine Familie zu retten. So war ich im Haus der Familie, habe über private Kontakte versucht, Hilfe zu bekommen, auch meine Verwandten sowie Nachbarn wollten helfen. Meine Expartnerin hat psychische Probleme, die ich hier gar nicht weiter erörtern kann weil ich nicht weiss wie man diese Krankheit betiteln könnte. So habe ich sie zum Arzt begleitet und auch zur weiteren Behandlung zum Psychologen. Was sich dann erst später heraus stellte, war das Anzeichen für eine Epilepsie vorhanden sind. Nach einem Gespräch mit meiner Partnerin war das aber schon seit min. 10 Jahren bekannt, was auch aus einem Bericht eines Krankenhauses hervorging und jeder aus ihrer Familie wusste es nur ich nicht. So ging ich eines Tages zum Jugendamt in Flensburg und schilderte unsere Umstände.Der Haushalt verkam, meine Expartnerin konnte sich nicht um die ganz normalen Dinge im Leben adäquat kümmern, selbst dort , was den Haushalt usw. betrifft, überall habe ich sie mit allen Kräften unterstützt, nur musste ich damals auch arbeiten im Wechsel zwischen Tag- und Nachtschicht, so hatte ich nicht immer die Zeit, meine Expartnerin zu den Arztbesuchen zu begleiten und der Psychologe riet zu einer Therapie, nur das ich nicht ständig dabeisein konnte führte dazu das sich alles im Sande verlief. Leider hat sie kein Familienmitglied in der Nähe, Nur so 2-3mal im Jahr kam ihre Mutter zu Besuch, zu der ich überhaupt kein gutes Verhältnis hatte, weil ich immer der Böse war und nicht gut genug war für ihre Tochter. Innerlich bin ich daran zerbrochen. Das liebe Jugendamt fragte mich ob Alkohol oder Drogen im Spiel seien–beides verneinte ich.Ob mein Sohn denn hungern oder dursten würde? Auch das nicht. So habe das Jugendamt keinen Grund vorbeizuschauen und das Wohl des Kindes wäre aus der Sicht der lieben damaligen Sachbearbeiterin nicht in Gefahr. Und nach sehr langer Zeit verliess ich damals schweren Herzens unsere gemeinsame Wohnung mit grosser Schuld auf den Schultern und einem gebrochenen Herzen, das sich JEDESMAL wieder mit Schmerz füllt wenn das Papawochenende zu Ende geht und er zurück zu seiner Mutter muss.
    Damals bin ich krank geworden und ich bekam 2006 wegen einer Hüftdysplasie mit 34 Jahren ein neues Hüftgelenk(TEP).Marvin war damals 5, was mir heute noch tief in die Seele gebrannt ist- es brach alles zusammen. Wisst ihr, er ist ein Sonnenschein und mein Geschenk- als ich aus dem KH entlassen wurde, ging ich mit Stützen und dem kleinen auf dem Spielplatz setzte mich auf eine Bank dort und der kleine wollte nur Ball spielen mit seinem strahlenden Gesicht, und Papa konnte nicht- es fühlt sich an als reisse jemand einem das Herz heraus- die ganze Welt habe ich verflucht- spätesten seit diesem Tage bin ich ein gebrochener Mann. Kraft-und machtlos, ich arbeitete nach der Heilung wieder einige Monate bis 2007 das nächste Hüftgelenk an der Reihe war.Seit der Trennung habe ich immerhin den Genuss das ich alle 14 Tage meinen Sohn bei mir habe,und ich bin sehr stolz auf ihn denn BISHER macht er sich in der Schule sehr gut.
    Durch verschiedene Informationsquellen ist mir gesagt worden, wie auch damals bei Gericht, das meine Aussichten nur dann gut wären, wenn ich mir einen sehr guten Anwalt für Familienrecht leisten könne- leider ist das bis heute nicht der Fall. Eine Gerichtsdienerin erklärte mir auch, das Vätern mehr Rechte eingeräumt werden würden, Nur, was ist denn nun mit diesem Gesetz, wo bleibt dessen Umsetzung???
    Marvin hat vor ca. 1 Jahr ein Schwesterchen bekommen, von ihrem neuen Partner, der jetzt alles daran setzt die Kleine aus dieser Hölle herauszuholen. Wir stehen in Kontakt und tauschten uns aus.
    Auch ich habe eine neue Beziehung seit 4 Jahren, meine Partnerin steht voll hinter mir und wir wollen Marvin zu uns holen, bevor er untergeht, oder durch die Aktionen ihres Nochpartners durch das Jugendamt sonstwo landet. Was ich hier und diversen anderen Seiten alles gelesen habe lässt mich erschauern und mein Mitgefühl gilt allen darunter leidenden Familien, die unrechtmässig wie Vieh behandelt werden, ich frage mich in was für einem Staat wir leben??!!
    Dann hat unser Land einen neuen Staatsfeind mit Leib und Seele.
    Ich hätte noch ein paar Anliegen, (Fragen):

    1. Was sind für mich die bestmöglichen nächsten Schritte? ( Wirklich das JA nerven? Bombardieren, bis die einen selbst für psychisch krank einstufen, wäre das ratsam?)
    2. Durch einen Bekannten erfuhr ich das Termine bei einem Kinderpsychologen nötig sind, der ein entsprechendes Attest ausstellt? Habt ihr eventuell Vorschläge für den Umkreis Kaltenkirchen und Hamburg?! Geht das auch wenn Marvin in Flensburg lebt?

    Für Eure Hilfe sage ich im Voraus vielen Dank, ein kurz vor dem Herzinfarkt stehender, verzweifelter Vater

    https://www.youtube.com/watch?v=pxKV2kGEaHg

    Wer an mich glaubt, soll nicht zuschanden werden.

    zuletzt bearbeitet 12.10.2014 06:36

    #4 RE: Umzug zu Papa in Sorgerecht 14.10.2014 13:03
    von daydreamer

    Ich gebe zu, ich blicke nicht so ganz durch bei deiner Schilderung 🙂

    Nur mal vorab zwei kurze Fragen:

    Wer hat das Sorgerecht? Und was sagt das Kind zu einem Umzug?

    Meine Tochter wollte damals zu ihrem Vater ziehen. Das ging ganz schnell und sehr einfach. Deswegen erschließt sich mir noch nicht genau der Grund, wo hier das Problem liegt?

    An sonsten wäre ich hier auch ganz vorsichtig mit dem Posten von Kinderfotos…macht sich sicherlich nicht gut (außer du bist das auf dem Foto).

    zuletzt bearbeitet 14.10.2014 13:09

    #5 RE: Umzug zu Papa in Sorgerecht 14.10.2014 16:40
    von Fiete2

    Moin zusammen,
    zunächst denke ich, daß wir zwei so unterschiedliche Fälle hier nicht in einen Thread quetschen sollten.
    Der von Nuria ( besser gesagt: von ihrem Partner und dessen Sohn ) ist ja vollkommen anders gelagert, als der von „Vollhorst“.
    Ich werde also unten mal einen unter dem Titel „Umzug zu Papa II“ verlinken, wo es dann mit Vollhorst’s Fall weitergeht.

    In Nuria’s Anliegen stellt sich die Sache auf den ersten Blick recht einfach dar:
    Die Eltern kommunizieren einvernehmlich miteinander, über die Sorge gemeinsam aus und der Junge ist 14 J. alt und somit schon mitspracheberechtigt.
    Rechtlich gibt es da keine Probleme, vorausgesetzt, daß nicht noch irgendwelche „Altlasten“ bei Jugendamt oder Gericht bestehen, die zu berücksichtigen wären.
    Die Entscheidung ist Sache der Familie und bedarf keiner „Genehmigung“ von wem auch immer. Üblicherweise wäre es also eher sinnvoll, keine schlafenden Hunde zu wecken und die Institutionen am besten ganz raus zu lassen. Wie gesagt, sofern nicht zu befürchten ist, daß der Vorgang irgendwelche wie auch immer alarmierten JA-MA auf den Plan ruft.
    Das größte Problem scheint dabei also die Unentschlossenheit des Jungen zu sein. Falls dazu Beratungsbedarf besteht, würde ich sehr gründlich nach tatsächlich freien Fachkräften suchen und nicht beim JA nach deren Kooperationspartnern fragen, schon gar nicht, weil das Kind ja schon mal in deren Maßnahmen gelandet ist, was möglw. als Steilvorlage betrachtet werden könnte.
    Man darf dabei nicht vergessen, daß möglw. vom Amt forcierte Vorgänge immer belastend sind, besonders für das Kind, in dessen Entwicklung eingreifen und selten ohne gravierende Folgen bleiben. Von dh. ist sicherlich besser, so schonend wie überhaupt möglich vorzugehen, w.h. nichts überstürzen und alles im engen familiären Rahmen abhandeln, soweit das möglich ist.
    Übrigens sollte Nuria sich nicht zu sehr in den Vordergrund schieben ( resp. schieben lassen ), denn sie ist nicht Teil dieser Familie. An-,Ab-, Ummeldung bei Schule, Einwohnermeldeamt u.s.w. sind Aufgaben der Eltern und niemandes sonst.

    Zum Fall von Vollhorst geht es hier weiter:
    Umzug zu Papa II

    Gruß……….Fiete
    Respekt immer!
    Angst nie!

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