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Dieses Thema enthält 0 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Redaktion vor 4 Jahre, 1 Monat.

Sollte ich als Außenstehende tätig werden?


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    Redaktion

    #1 Sollte ich als Außenstehende tätig werden? in Einfach alles 10.07.2014 14:01
    von Cale85

    Hallo zusammen,

    bin mir zwar nicht 100%ig sicher, ob mein Thema hier an der richtigen Stelle ist, aber ich versuchs einfach mal, dürft mich gerne verschieben, wenn nötig.

    Mir schwirrt schon seit Wochen/ Monaten die Frage im Kopf herum, ob ich (evtl. anonym) Kontakt mit dem Jugendamt aufnehmen sollte oder nicht bzgl. der beiden Pflegekinder meiner Nachbarn, die hier mit im Haus wohnen.

    Es handelt sich hierbei um ein Pärchen das selbst schon 2 Kinder großgezogen hat, diese sind aber schon aus dem Haus und kurz bevor ich hier eingezogen bin vor ca. 4 Jahren haben sich die Beiden 2 Pflegekinder „zugelegt“. Nach meinen Infos kommen die beiden (ca. 5 und 8 Jahre alt) aus einer Alkohol-/Drogenfamilie, bei den beiden ist ziemlich auffällig, dass sie wohl schon einiges mitgemacht haben müssen, man hört sie so gut wie nie Lachen oder mal hier im Hof/ im Garten spielen, der kleinere von Beiden ist extrem in sich gekehrt, guckt oder rennt sofort weg wenn jemand auf den Hof kommt, der größere ist ein wenig offener, aber trotzdem sehr introvertiert… So gar nicht wie Kinder irgendwie.

    Nun sind mir aber über die Jahre Dinge aufgefallen, wo ich zähneknirschend einfach noch nichts zu gesagt habe, weil man sich ja eigentlich in fremde Dinge auch nicht einmischt, solange es nicht überhand nimmt. Allerdings gehen mit folgende Dinge doch quer runter und ich muss mich arg zusammenreißen, da nichts zu zu sagen:

    – Der Pflegevater trinkt regelmäßig (fast täglich) Alkohol im Beisein der Kinder
    – Die Kinder fahren trotz der Anordnung, dass sie nicht alleine weg dürfen alleine mit dem Fahrrad durch den Ort, damit der Vater seine Ruhe hat zuhause
    – Man sieht sie selten draußen spielen und wenn dann auch nur alleine, während der Pflegevater mit seinem Bier drin/draußen sitzt und man hört dann nur „seid nicht so laut“ o.ä.
    – Die beiden werden oft lautstark in ihre Schranken gewiesen, ohne dass es einen ersichtlichen Grund dafür gibt
    – Der größere von Beiden wurde, trotz der Gefahr dass er weglaufen könnte, aus der Wohnung hinaus in ein separates Zimmer quartiert
    – Bei Streitigkeiten unter den Nachbarn hier, werden immer die Kinder mit reingezogen und den Kindern wird erzählt, dass die Nachbarn verboten hätten, dass sie draußen spielen dürfen, etc. (was nie der Fall war, niemand hat hier was gegen die Kinder)
    – Die Pflegeeltern ruhen sich sichtlich auf den (erheblichen) Einnahmen, die sie durch die Kinder bekommen, aus.
    – Das Geld kommt sehr oft nicht den Kindern zugute, sondern wird für etwaige Vergnügungen der Eltern verwendet (Vater arbeitet gar nicht und die Mutter nur Teilzeit)
    – Der Vater ist der Meinung dass er den befreundeten Kindern (und den Familien) immer mitteilen muss, dass die beiden geistig schwerbehindert sind, wobei das in meinen Augen für Kinder keinen Unterschied macht, da sie sich Freunden gegenüber nicht auffällig verhalten (Vermutung einfach zur Sicherung, um weitere gewisse finanzielle Vorzüge genießen zu können)

    Das sind jetzt vermutlich alles keine schweren Vergehen, aber ich finde es schon bedenklich und denke die Beiden wissen, dass sie sich nicht so verhalten wie sie eigentlich sollten. Das zeigt alleine schon die Tatsache, dass wenn der (angemeldete) Besuch vom Jugendamt ansteht, draußen wie drinnen alles schön hergerichtet wird, mit Spielsachen etc. um den Schein zu wahren.

    Dazu kommt noch grundsätzlich mein Zweifel daran, dass die Beiden überhaupt qualifiziert sind Pflegeeltern zu sein, da die Mutter auf mich einen sehr stark psychotischen Eindruck macht. Sie ist immer sehr verwirrt/nervös, kann kaum geradeaus gucken/laufen, tut sich mit Kommunikation sehr schwer, Unterhaltungen mit ihr sind kaum bis gar nicht möglich, weils scheint als wäre das zu anstrengend für sie. Der Vater ist ebenfalls eine sehr unsichere Person, braucht oft Hilfe aus der Nachbarschaft für Kleinigkeiten und kann sich einem Klärungsgespräch auch nur sehr schwer stellen, bleibt nicht beim Thema, lenkt viel ab oder bricht auch einfach ab, trinkt davon ab relativ viel (aus meiner Sicht) und macht vor den Nachbarn auch keinen Hehl daraus, dass er es sich mit dem Geld das er von seinen Pflegekindern ein schönes Leben macht.

    Zum Schluss sei gesagt, es geht den Kindern vermutlich schon besser, als in ihrer vorigen Familie, aber ob die Kinder so auf die richtige Spur kommen wage ich sehr schwer zu bezweifeln. So unsicher und ohne klare Struktur glaube ich nicht, dass es den Kindern gut tut.

    Trotzdem frage ich mich oft, ob ich mich da überhaupt einmischen sollte und mich evtl. mal mit dem örtlichen Jugendamt in Verbindung setzen sollte in der Hoffnung dass die Beiden einfach mal mit ihren eigentlich Pflichten und Auflagen vertraut gemacht werden. Denn ich fühle mich irgendwie als Außenstehende schon ein wenig verantwortlich dafür, sowas zu äußern, nicht mit dem Ziel die Kinder zu entziehen, sondern mit dem Ziel dass es den Kindern besser geht und sie kindgerecht aufwachsen können, ohne dauernd an ihre Vergangenheit erinnert zu werden oder als Menschen 2. Klasse behandelt zu werden.

    Würde mich über eure Meinungen dazu freuen …

    Vielen Dank im Voraus!
    Cale

    #2 RE: Sollte ich als Außenstehende tätig werden? in Einfach alles 24.02.2015 01:06
    von shay

    Alleine das er scheinbar täglich Alkohol bringt ist ein Grund das JA zu bitten dies zu kontrollieren. Erstrecht wenn es sich um Pflegeeltern handelt. Die bekommen viel Geld und dafür müssen sie sich vernünftig und verantwortungsvoll um fremde Kinder kümmern. Solche Kinder brauchen besondere Aufmerksamkeit. Es ist alles etwas schwieriger. Ich würde dort anrufen. Wenn sich die Pflegeeltern nicht um die Kinder kümmern, wer soll es dann tun? Und diese Kinder brauchen jemanden.

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