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Mit 17 Jahren ausziehen?


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    #1 Mit 17 Jahren ausziehen? in Einfach alles 18.11.2013 21:18
    von hallomicheal1996

    Hallo Leute,
    ich halte es zu Hause einfach nicht mehr aus. Ich habe ständig streit mit meinen Eltern und zwar lautstark. Mein Vater sagt mir sowieso immer das ich mich „verpissen“ soll(Ich würde hier nur schmarotzen). Ich habe die 11.Klasse des Gymnasiums abgebrochen und nun ist dies natürlich ein gefundenes Fressen für meine Eltern. Mir geht es psychisch einfach nicht mehr gut, heute hat mir mein Vater mit Gewalt gedroht wenn ich Ihn nochmal über den Weg laufen würde. Besteht die Möglichkeit das ich villeicht in eine 1 Zimmer Wohnung einziehen kann und mir das Jugendamt oder meine Eltern (wovon ich nicht ausgehe) unter die Arme greifen können. Ich wäre auch bereit dafür zu arbeiten. Ich fühle mich einfach nicht mehr wohl zu Hause meine Eltern machen mir andauernd Vorwürfe, beleidigen mich und machen mich andauernd runter.

    #2 RE: Mit 17 Jahren ausziehen? in Einfach alles 22.11.2013 07:21
    von Tigress

    Hallo Michael,

    Du kannst zum Jugendamt gehen und sagen, nun nehmt mich mal in Obhut. Ob Dir damit geholfen ist, sei dahin gestellt, zumal Du dann Dein Abitur höchstwahrscheinlich auch knicken kannst. Dass fremduntergebrachte Kinder Abitur machen, ist eher die Ausnahme als die Regel. Da Du fast erwachsen bist, traue ich Dir zu, dass Du das sich abzeichnende Gewaltproblem auch anders in Griff kriegst: Geh zur Polizei, und lass Dich von einem Experten über Gewalt im häuslichen Bereich beraten. Ziel sollte sein, den Täter aus dem Haus zu bekommen, nicht das Opfer.

    lg

    Tigress
    Verstanden werden ist schön, so es denn gelingen sollte.
    (Hans-Werner Henze)

    #3 RE: Mit 17 Jahren ausziehen? in Einfach alles 24.11.2013 23:55
    von Vivimaus34

    Hallo Leute,
    Also erstmal ich Brauch keine Leute die irgendwie meinen mir das Ausreden zumüssen oder die mir sagen das zu dem Stress daheim immer 2 gehören oder sonst welche Sprüche ich hoffe einfach nur auf Hilfe.
    Also:
    Mit meiner Mutter versteh ich mich mal so und mal so manchmal läufts ganz
    Gut dann ist es wiedermal echt katastrophal! Mit meinem leiblichen Vater (der immernoch die hälfte vom Sorgerecht hat) hab ich nichts mehr Zutun. Unabgesehen von der Momentanen Situation zu Hause steht für mich fest das ich ausziehen will! Ich hab noch 2 kleinere Geschwister die mir das leben zu Hause
    Auch nicht vereinfachen.
    Ich hab leider noch keine feste Ausbildungsstelle würde aber um ausziehen zukönnen anfangen zuarbeiten. Wie sieht’s denn vom Jugendamt oder dem Arbeitsamt aus mit Unterstützung? Hab ich irgendeine Chance hier
    raus zukommen?

    #4 RE: Mit 17 Jahren ausziehen? in Einfach alles 25.11.2013 10:40
    von Fiete2

    Hallo Vivimaus,
    daß Du meinst uns gar nicht zu brauchen, ist okay, weil Deine Sache. Frage ist, wenn Du schon die diversen Beiträge zu diesem Thema gelesen hast, was dann genau Deine Frage ist. Denn die, die Du gestellt hast, ist in einigen der Threads auch schon recht ausführlich beantwortet.

    Übrigens: Dein Vater ist genau so „leiblich“ und „biologisch“ wie jeder andere Mensch, einschließlich Dir selbst. Unkörperliche Leute laufen auf diesem Planeten nunmal i.d.R. nicht herum.
    Und ansonsten gehe ich davon aus, daß er die ganze Sorge hat, ansonsten hätte man ihm nämlich die Hälfte ( welche Anteile sollten das ggf. sein? ) entziehen müssen. Daß lässt nebenbei den Schluß zu, daß Deine Eltern ( auch da kannst Du Dir die diffamierenden Attribute „leiblich“ und „biologisch“ einfach sparen ) sich relativ friedlich und ohne viel Behördenstress geeinigt haben, was natürlich auf deren Vernunftsfähigkeit schließen lässt.
    Zu denken gibt, daß Du auf dieselbe möglw. nicht zurückgreifen willst, sondern statt dessen offenbar überlegst, fremde Menschen ihr Geschäft mit Dir als Objekt abwickeln zu lassen.
    Denn Fakt ist, Deine Eltern sind verpflichtet, Dich zu unterhalten. Das ist Dein Grundrecht. Dazu können sie ggf. darauf bestehen, das in der natürlich vorgegebenen Form zu tun. Also so, wie es jetzt scheinbar bereits läuft. In dieses Grundrecht von Dir und ihnen einzugreifen, ist eine sog. Ultima Ratio, also etwas, daß erst gemacht werden darf, wenn alle anderen Hilfemöglichkeiten angeboten wurden und versagt haben.
    Darum die Gegenfrage: was hast Du denn bis jetzt unternommen, um Dein offenbar angespanntes Verhältnis zu Deinen Eltern wieder in den Griff zu kriegen, resp. was haben die unternommen? Hat schon mal wer von Euch versucht, dazu eine unabhängige Beratung in Anspruch zu nehmen und falls ja bei welchem freien Träger? Ggf. was kam dabei heraus?

    Daß ein Mensch mit 17J. gelentlich denkt, seine Eltern sind das widerwärtigste Gesindel überhaupt und sowieso unaushaltbar, ist ganz normal, der allergrößte Teil überlebt das aber im Endeffekt problemlos und ist, nach erfolgtem Lernvorgang, sogar noch dankbar dafür. Und auch daß einem die Geschwister als doofe Blagen erscheinen, ist völlig üblich. Allein aus der Tatsache, daß diese noch jünger und damit weniger erfahren sind, zeigt sich übrigens, daß diese Zuweisung üblicherweise weniger ihnen, als demjengen selbst anzulasten ist, von möglichen Anteilen dritter mal ganz abgesehen.

    Kurz zusammengefasst: solange nicht tatsächlich sehr schwerwiegende konkrete Probleme vorliegen, die es erforderlich machen, daß Du Dich, unter Verzicht auf Deine grundrechtlich garantierte Freiheit, unter die Betreuung Dir unbekannter Leute stellen lässt, wirst Du auch von mir aus mit dem Tipp leben müssen, den Du oben schon als „nicht lesenswert“ verschmäht hast.
    M.a.W.: Denke besser doch erst noch einmal genauer darüber nach und melde Dich ggf. wieder, dann schauen wir weiter.

    Gruß……….Fiete
    Respekt immer!
    Angst nie!

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