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Mein Kind ist Autist


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    #1 Mein Kind ist Autist in Asperger Syndrom, Autismus
    07.07.2014 12:27
    von wirbelwind1984 • | 2 Beiträge

    Ich habe ein Autistisches Kind die Diagnose ist bald abgeschlossen, können aber jetzt schon sagen das er es hat. Ich weiß nicht wo ich anfangen soll hier zu hause brennt die hütte weiß nicht wie ich mit so etwas umzugehen habe geschweige den wo ich welche hilfe bekommen könnte ausser der familienhilfe die ich bereits erhalten hatte bis märz. Die Diagnose kahm aber erst danach und ich hatte alle tricks ausprobiert 🙁 Er ist sich nur noch mit seinem bruder am Prügeln verletzt sich selber und ist nur noch am brüllen und schreien hier er tut mir richtig leid und ich bin hilflos 🙁

    #2 RE: Mein Kind ist Autist in Asperger Syndrom, Autismus
    07.07.2014 17:14
    von Tigress • | 137 Beiträge

    Hallo Wirbelwind,

    herzlich willkommen hier! Irgendwelche Tricks helfen tatsächlich nichts, weiter kommt Ihr nur mit einem soliden Wissen um Autismus und seine Auswirkungen. Am Anfang stehen wir alle wie der Ochs vor dem Berg, wenn es Gewissheit wird, dass unser Kind autistisch ist. Aber wir können alle dazu lernen, und wenn Du an entsprechend kompetente Leute gerätst, kann das relativ schnell gehen. Auch wenn Du noch nichts Schriftliches in der Hand hast, tust Du gut daran, Kontakt zu einem ATZ (Autismustherapiezentrum ) aufzunehmen. Wenn möglich, lasse Dich schon jetzt für ein Vorgespräch (für eine autismusspezifische Therapie) vormerken. Die autismusspezifische Therapie wird mehrere Jahre dauern und wird Euch aller Voraussicht nach erheblich weiter helfen und unterstützen. Die Kosten dieser Therapie werden vom Jugend- oder je nach Voraussetzungen Deines Kindes vom Sozialamt getragen. (Achtung: In Bayern gibt es keine ATZ!) Des weiteren ist bei Schulkindern meist ein Schulbegleiter (Ihr habt Anspruch auf eine Fachkraft, aber das durchzusetzen ist eine andere Geschichtge) notwendig, für Kindergartenkinder einen Integrationspädagogen. Achtet auch hier darauf, dass Ihr eine möglichst erfahrene und engagierte Person bekommt, die eng mit dem ATZ zusammen arbeitet, und dessen Strukturen umsetzen hilft. Den Schulbegleiter und die Integrationspädagogen zahlt ebenfalls das Amt. Wichtig ist, dass der Aztbrief eine ‚gesicherte Diagnose‘ bescheinigt.

    Dagegen erweisen sich Familienhilfen speziell bei der Arbeit mit autistischen Kindern meist als wenig sinnvoll bis sinnfrei. Die Gründe dafür sind vielfältig, aber wenn Du schon eine Familienhilfe hast, schadet es nichts, sie ebenfalls zur Zusammenarbeit mit dem ATZ anzuhalten. Falls erforderlich, laufen auch Logo- und Ergotherapie (über die Krankenkasse) weiter.

    Noch kurz zum Thema Agressionen: Aller Erfahrung nach lassen sich die meist auch gut in Griff kriegen. Als provisorische Maßnahme hilft zunächst, die Kinder möglichst getrennt zu halten, so dass jeder die Grenzen des Anderen respektieren sollte. Das zehrt am Anfang enorm an den Nerven, aber wenn zwei, die die soziale Interaktion ihres Gegenübers nicht einschätzen können, ständig aneinander rasseln, tut das der Geschwisterbeziehung auf Dauer gar nicht gut. Was auch immer wieder hilfreich ist, sind Kontakte zu anderen betroffenen Familien, z. B. über Selbsthilfegruppen.

    lg

    Tigress

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