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Komplizierte Angelegenheit


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    #1 Komplizierte Angelegenheit in Einfach alles 20.10.2013 07:34
    von Ventaro

    Hallo, das wird jetzt nicht so einfach zu erklären sein, aber ich versuche es einfach mal so gut es eben geht

    Also, angefangen hat das alles 2011 im Dezember, als meine Familie (und damit logischerweise auch ich) nach Thailand ausgewandert sind (ich bin immer noch deutscher Staatsbürger ).

    Mir war es relativ egal wo ich lebe, da ich kein Mensch bin der viel macht außer am Pc zu sitzen (ich bin jetzt 16 )
    Nur ist es so, das ich mich eigentlich ziemlich unwohl in Thailand fühle, und eigentlich zu meiner Freundin nach Deutschland möchte, da mein Vater mir keinen Flug Bezahlen Kann/will, war meine Überlegung das ich mir den Flug nach Deutschland selber zusammen spare, und dann nach Deutschland zu meiner Freundin und ihrer Mutter fliege und da einzige, soweit sogut die Überlegung, aber da ich nicht auf den Kopf gefallen bin, habe ich mich jetzt gefragt, wie das denn dann mit dem Jugendamt etc ist ? ich meine ich bin yiah nicht ihr Leiblicher Sohn, und ich würde dann auch weiter zur schule gehen wollen in Deutschland, aba wie mach ich das dann ? kann ich mich von ihrer Mutter Adoptieren lassen ? so das sie dann das Sorgerecht für mich hat, oder muss da vorher was mit meinen Eltern abgeklärt werden ? und wie genau würde sie dann das Sorgerecht für mich bekommen.

    Weil wenn ich mit 16 alleine in Deutschland bin, kann ich yiah vom Jugendamt „eingesammelt“ werden oder nicht ? und ein besuch einer Deutschen Schule ist mir ohne das jemand da ist, der ein Sorgerecht für mich hat auch nicht möglich oder ?

    Ich würde mich über hilfe freuen, da ich dazu nichts gefunden habe

    Mit Freundlichen Grüßen Marco (16J)

    #2 RE: Komplizierte Angelegenheit in Einfach alles 23.10.2013 05:21
    von Fiete2

    Hallo Marco,
    das meinst Du jetzt nicht ernst, oder?
    Gibt es in Eurer Nähe eine Gegend, die als Naherholungsgebiet geeignet ist, wo Du mal tief durchatmen kannst?
    Strand, Wald o.ä.?

    Du bist mit Deiner Stieffamilie nach Thailand gezogen. Dort gefällt es Dir z.Zt. nicht so richtig und Du wärest lieber in D..
    Und um einfacher an die Reisekosten kommen möchtest Du Deinen Stiefeltern einen Vorgang bei einem Jugendamt anhängen.
    Was zum Beispiel?
    Und überlegst, mal eben in deren Grundrecht einzugreifen und proforma die Mutter Deiner Freundin zur neuen Stiefmutter zu erklären.
    Nicht wirklich, oder?
    Mit Verlaub, ich halte es für nicht ganz ausgeschlossen, daß die Idee, die Schule zur Begründung vorzuschieben, auch eher Deinem gewitzten Kopf zu verdanken ist, als einer Notwendigkeit. Kann es sein, daß es Dir eigentlich wichtiger ist mal wieder längere Zeit mit Deiner Freundin zusammmen zu sein, oder so?

    Sicher ist, wenn Du Dich „freiwillig in Obhut nehmen“ lässt, mußt Du schon eine schwerwiegende Begründung liefern. Dann kommt ein aufwändiger und langer Verwaltungs- u. Gerichtsprozess in Gang. Das kann insgesamt Jahre dauern. Sollte dabei Deinen Stiefeltern, warum auch immer, die Sorge entzogen werden, landest Du im Heim, mit etwas Glück im betreuten Wohnen, oder in einer Pflegestelle und bist damit als Jugendamtskunde abgestempelt. Und ob es Dir da gut geht, Du Deine Freundin sehen kannst, ist eine ganz andere Frage.
    Die Sorge übernimmt dann ggf. das JA, ein Vormund o.ä., sicherlich aber nicht die Mutter Deiner Freundin.
    Und ob jemand sich zweimal adoptieren lassen kann, weiß ich zwar nicht, aber daß eine Adoption, egal ob mit oder ohne Sorge, immer mit den Eltern ( hier den Stiefeltern ) abzuklären ist, versteht sich wohl völlig von selbst. Sonst wäre der Kinderhandel in D. sicherlich schon noch extremer ausgeartet.

    Ich hoffe, ich habe mich mit der Bezeichnung „Stiefeltern“ jetzt nicht vertan, aber nach einer Pflegestelle liest es sich, Deiner Beschreibung nach, nicht.

    Mal ehrlich, überlege noch mal in Ruhe, spreche mit Deinen Stiefeltern und ansonsten suche Dir einen kleinen Job und spare.
    Du bist 16J. und nicht auf den Kopf gefallen, v.dh. vermute ich mal, daß Du selbst in der Lage bist, eine realistischere und vor allem vernünftigere Lösung Deines Problems zu finden.

    Gruß………….Fiete
    Respekt immer!
    Angst nie!

    #3 RE: Komplizierte Angelegenheit in Einfach alles 26.10.2013 16:49
    von Ventaro

    Zunächst einmal muss ich mich entschuldigen, da ich scheinbar etwas missverständlich beschrieben habe, meine Eltern bei denen ich im moment bin, sind meine Leiblichen Eltern, beide Mutter sowohl auch Vater.

    „das meinst Du jetzt nicht ernst, oder?
    Gibt es in Eurer Nähe eine Gegend, die als Naherholungsgebiet geeignet ist, wo Du mal tief durchatmen kannst?
    Strand, Wald o.ä.?“

    Doch es war meinst ernst, yiah, es gibt Wälder etc, zu denen ich auch gehe, wenn ich über so etwas nachdenke, gerade damit ich einen klaren Kopf habe, wenn ich über sowas nachdenke (ich wüsste nicht wie das mit dem Sorgerecht etc ist, genau deshalb fragte ihr hier ja)

    „Du bist mit Deiner Stieffamilie nach Thailand gezogen. Dort gefällt es Dir z.Zt. nicht so richtig und Du wärest lieber in D..
    Und um einfacher an die Reisekosten kommen möchtest Du Deinen Stiefeltern einen Vorgang bei einem Jugendamt anhängen.“

    Das ist richtig, es gefällt mir nicht wirklich in Thailand, und mit meinen Eltern verstehe ich mich auch nicht besonders gut.
    Einen Vorgang beim Jugendamt wollte ich weniger anhängen, das wäre für beide seiten viel zu viel Stress, meine Frage lautete viel mehr ob die Mutter meiner Freundin mit Einverständnis meiner momentan leiblichen Eltern, das Sorgerecht bekommen könnte ? (Ich entschuldige mich nochmals, im falle das ich es undeutlich geschrieben hatte, ist es meine schuld das ich miss verstanden wurde)

    „Mit Verlaub, ich halte es für nicht ganz ausgeschlossen, daß die Idee, die Schule zur Begründung vorzuschieben, auch eher Deinem gewitzten Kopf zu verdanken ist, als einer Notwendigkeit. Kann es sein, daß es Dir eigentlich wichtiger ist mal wieder längere Zeit mit Deiner Freundin zusammmen zu sein, oder so?“

    Es ist einerseits die Schule das ist richtig so, und andererseits auch meine Freundin, mit der ich mehr zeit verbringen möchte, da hast du (sofern es überhaupt okay ist, das ich dich Dutze ) schon recht.

    „Sicher ist, wenn Du Dich „freiwillig in Obhut nehmen“ lässt, mußt Du schon eine schwerwiegende Begründung liefern. Dann kommt ein aufwändiger und langer Verwaltungs- u. Gerichtsprozess in Gang. Das kann insgesamt Jahre dauern. Sollte dabei Deinen Stiefeltern, warum auch immer, die Sorge entzogen werden, landest Du im Heim, mit etwas Glück im betreuten Wohnen, oder in einer Pflegestelle und bist damit als Jugendamtskunde abgestempelt.“

    Wie genau würde der Gerichtsprozess ablaufen ? bzw, wenn meine Eltern mit dem Sorgerechts Wechsel einverstanden sind, würde es doch schneller gehen oder nicht ?
    Und auch wenn ich mich mit den genauen Gesetzen da nicht auskenne, bezweifel ich sehr stark das ihnen das Sorgerecht entzogen werden könnte in der zeit, da keine mängel im Sozialen vorliegen, sondern ich mich selber nur unwohl fühle.

    Dazu die Frage, kann es selbst Jahre dauern, wenn meine Eltern zustimmen ? weil wenn es Jahre dauern kann, oder tut, kann ich doch gleich warten bis ich 18 bin oder nicht ?

    „Mal ehrlich, überlege noch mal in Ruhe, spreche mit Deinen Stiefeltern und ansonsten suche Dir einen kleinen Job und spare.“

    Das hatte ich schon lange vor gehabt, nur ist das Problem das man als Ausländer in Thailand weil wegen dem Arbeitsrecht nicht arbeiten darf, bzw nur in bereichen in denen keine Thais arbeiten können, und mit 16 besitze ich nicht die nötige Schulreife, noch Berufserfahrung um einen Job zu machen, den nicht auch ein Thai machen kann. Und das was anderes als Legale sachen nicht zur Option stehen, sollte eigentlich klar sein.

    (ich habe die Zitate Rot makiert, aus dem Grund weil ich finde das man sie sonst schlechter sieht, also nicht das es iwie im sinne von Böse oder sonst etwas gemeint ist. )

    #4 RE: Komplizierte Angelegenheit in Einfach alles 27.10.2013 01:15
    von Fiete2

    Hi Marco,
    Sorry, wenn ich den Verdacht hatte, daß Du möglw. nicht ernsthaft bei der Sache bist, aber man muß leider auch auf Seiten, die sich mit wirklich ernsten Themen befassen immer damit rechnen, daß irgendwelche Scherzbolde mit Kaspereien kommen. Auch hier ist das schon passiert. Und es gibt auch welche, die schlichtweg Unsinn von sich geben, ohne das selbst als Scherz aufzufassen, warum auch immer.

    Okay, aber das liest sich doch schon etwas anders.
    Es scheint wirklich so, als ob Du lediglich die Rechte, Gesetze und institutionelle Praxis nicht kennst und einfach nach einer Möglichkeit suchst, hier leben zu können.
    Leider ist das in der Konstellation auch für mich neu, ein solcher Fall ist mir noch nie begegnet, zumal ich mich eigentlich mehr mit entsorgten Eltern und von Inobhutnahme bedrohten Kindern beschäftige. Aber vielleicht gibt es ja den einen oder anderen Mitleser, der etwas mehr dazu sagen kann.

    Zunächst wäre es gut, wenn wir eine Sprachregelung finden, die einigermaßen verständlich ist. Ich vertrete den Standpunkt, daß man Eltern einfach Eltern nennen sollte, da sie immer leiblich sind. Alles andere wird mit Attributen versehen, eben weil es keine Eltern sind. Man nennt sie nur so, weil man keinen passenderen Begriff findet, z.B. Herbergsväter, Stiefmütter, Schwiegereltern, Väter des Grundgesetzes, Pflegemütter ( eigentlich korrekterweise Pflegepersonal, da es sich in der Regel um einen Job o. ein Geschäft handelt ) u.s.w.. Kurz: das „leiblich, manche sagen auch „biologisch“, in Behörden und Gericht wird von „Kindeseltern“ ( genau so blödsinnig ) einhergeschwafelt, kann man besser weglassen, zumal es abqualifizierend ist, es stellt Eltern auf die Ebene von Ersatzverhältnissen.

    Und eine Inobhutnahme ist der schwerwiegenste Eingriff in Grundrechte, den es überhaupt im Familienrecht gibt, der von dritten „mal eben“ vorgenommen werden kann und das auch nur ausnahmsweise und nur, wenn eine Gefahr für das Kind besteht, zumindest ein erheblicher und glaubhafter Verdacht, der ein Handeln unbedingt erforderlich macht. Das geht nicht so einfach, Du müßtest sie also schon mindestens einer schweren Verfehlung beschuldigen. Und ich denke, daß ist nicht in Deinem Interesse. Zumal sowieso das jeweilige Gericht und Jugendamt am Wohnort zuständig wäre. Ich wüßte ehrlich gesagt nicht welches das ( für Thailand ) sein sollte, möglw. das am letzten Wohnort.
    Und Du wüßtest auch nicht was dann passiert, Deine Eltern würden die Sorge sicher nicht wirklich freiwillig abgeben. Das dürfen sie auch gar nicht, da sie ein Pflichtrecht ist, w.h. die Eltern haben die Pflicht, für Dich zu sorgen, das ist ihr natürliches Recht und Deines auch.
    Und Grundrechte kann man nicht mal eben entziehen, auch nicht sich entziehen lassen. Der Prozess würde dann selbstverständlich hier in D. laufen, Ihr ( zumindest Deine Eltern, wenn man Dich hier erstmal in ein Heim stecken würde ) müßtet also schon für längere Zeit anwesend sein, oder ständig hin- u. herfliegen.
    Dann wüßtest Du, selbst wenn es ginge, auch nicht, wo Du dann landest, man könnte Dich in jedes Heim und jede Pflegestelle in ganz D., u.U. sogar im Ausland, stecken. Und selbst dann dürfte Dich immer noch niemand adoptieren, das ist noch wesentlich komplizierter.
    Und selbst wenn man Deinen Eltern nicht nur die Sorge, sondern die gesamte Elternschaft entziehen würde ( was extrem selten vorkommt ), so würden sich schon lange Schlangen von Bewerbern auf den Adoptionslisten drängeln, die vor der Mutter Deiner Freundin dran wären. Sowieso werden dem Amt und den Gerichten unbekannte nur ungern und selten als Adoptiveltern, oder Pflegepersonal akzeptiert. Auch müßte dieMutter Deiner Freundin sicherlich erstmal ein paar Kurse dazu absolvieren, vermutlich auf eigene Kosten.

    Kurz gesagt: ich halte den Weg für eine ganz schlechte idee.
    Schlau gedacht, aber ohne Kenntnis der tatsächlichen Lage.
    Wie oben schon angedeutet, kämpfen viele zehntausende von Leuten darum, nicht in diese Mühlen rein, oder so schnell wie möglich da wieder raus zu kommen.

    Ich denke, da gibt es sicherlich friedlichere und deutlich risikoärmere Möglichkeiten. Es reisen ja z.B. Jugendliche in Deinem Alter ganz legal in’s Ausland, irgendwie möglich muß das also wohl sein. Mit den dabei erforderlichen Genehmigungen und den entsprechenden Möglichkeiten, z.B. zur Schule zu gehen, wie lange das geht u.ä. kenne ich mich aber gar nicht aus. Ich wüßte auf Anhieb noch nicht mal, wo man sich dazu brauchbare Infos einholen könnte. Da kann ich also auf die Schnelle auch nur google empfehlen.
    Ich könnte höchstens mal versuchen bei ein paar Leuten anzufragen, ob davon zufällig einer ein paar Grundinfos zur genauen Lage kennt.
    Versprechen kann ich aber nicht, daß ich eine verwertbare Antwort bekomme.

    Tja, die Sache ist also tatsächlich zunächst mal ziemlich kompliziert.
    Frage doch einfach mal bei der deutschen Botschaft in Thailand an, ob man dort vielleicht etwas nähers weiß. Botschaftspersonal hat ja nicht nur Kundenverkehr, sondern ist i.d.R. selbst lange Zeit im Ausland, einige haben Kinder, v.dh. ist die Chance m.E. relativ groß, daß Du mit etwas Hartnäckigkeit auch an wen gerätst, der wenigstens grob informiert ist.

    Gruß………..Fiete
    Respekt immer!
    Angst nie!

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