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Keine Kraft mehr


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    Redaktion

    #1 Keine Kraft mehr in Jugendamt
    08.05.2015 09:26
    von kruemelchen

    Hallo zusammen,

    ich versuche mich kurz zu halten, auch wenn es schwer ist.

    Ich war mit dem Kind alleinerziehend, Kind kam in die Schule und wurde verhaltensauffällig. 1 Jahr habe ich mich dadurch gekämpft, es wurde immer schlimmer, selbst die angstrebte Therapie half nichts.

    Ich wandte mich ans Jugendamt, wurde aber immer telefonisch mit den Aussagen „ach, dass schaffen Sie schon“ abgewimmelt.

    Irgendwann rief ich beim JA an, ich war verzweifelt, ich konnte einfach nicht mehr und bat wieder um Hilfe. Als ich wieder abgewimmelt wurde, lies ich den Satz fallen: “ Ich brauche jetzt Hilfe, sonst rutscht mir irgendwann die Hand aus und das wollen Sie nicht, oder?“

    Dieser Satz war falsch, denn noch am selben Tag auf schreckliche Art und Weise wurde mir mein Kind genommen.

    Und jetzt kommts:

    Ich habe ihn nicht wieder bekommen, es lief als Kinderschutzfall und ich war verzweifelt und tatsächlich überfordert. Ich wurde behandelt wie jemand, der seine Kinder misshandelt und das, obwohl mein Kind merfach und glaubwürdig versichert hat, niemals von mir geschlagen worden zu sein. Und ich sage Euch, ich habe mein Kind wirklich nie angefasst. ( Aussage von einer nicht zuständigen Mitarbeiterin des Jugendamtes “ Wenn es einmal auf der Akte steht, darf es nicht mehr entfernt werden)

    Die Auffälligkeiten von meinem Kind wurden immer schlimmer, was zur Folge hatte, dass das Kind in zig verschiedene Einrichtungen wechseln musste.

    Es sind Dinge passiert, die man nicht glauben kann, aber die wirklich so passiert sind. So wurde das Kind, jetzt Pubertär, nur 2 maximal 3 Jahre wirklich beschult. In den anderen Jahren wurde sich nicht gekümmert, man hatte keinen Fahrdienst oder andere Ausreden dafür, dass das Kind nicht beschult wird. Eine Therapie wurde niemals gemacht, lt. Aussage vom Jugendamt hat man es 1 mal versucht, aber das Kind wollte nicht.

    Das Kind erlebte Gewalt, Missachtung und viele andere schlimme Dinge. Es wurden viele angebliche Gutachten geschrieben, gesehen habe ich nie eins, immer nur mündliche Aussagen diesbezüglich, Aussagen die sich mehr als nur widersprachen.

    Ich habe lange gekämpft mein Kind wiederzubekommen, aber ich war gescheitert. Man warf mir vor, Erziehungsunfähig zu sein etc.

    Irgendwann wurde mein Kind unbequem und ich MUSSTE das Kind von heute auf morgen zu Hause aufnehmen. Mir wurde Hilfe bei der Schulfindung etc zugesichert, im Enddefekt musste ich mich aber um alles selber kümmern. Das Jugendamt hat von heute auf morgen alle Hilfen abgebrochen

    Ich habe mich durchgebissen und alles versucht, Therapieplatz gesucht, Schule gesucht, etc., aber ich habe es nicht geschafft. Das Kind verweigerte sich, das benehmen war nicht nur grenzwertig, sondern nicht mehr tragbar.

    Ich habe mich nach langen Überlegungen dazu entschieden das Jugendamt zu infomieren und mein Kind in eine Einrichtung zu geben. Die Entscheidung viel mir nicht leicht, aber ich konnte es nicht tragen. Genaue Erläuterung gerne per Nachricht.

    Nun ist das Kind seit 4 Wochen stationär untergebracht und verhält sich so, wie immer. Das Kind rebelliert, macht was es will, hält sich an keine Regeln, geht nicht zu Schule ( weil kein Platz) bedroht die anderen Bewohner etc.

    In den Wochen musste das Kind jetzt bereits in die 3 Einrichtung, liegt u.a. daran, dass das Kind einfach so irgendwo untergebracht wird, obwohl die Einrichtungen nicht für Kinder dieses Kaliebers geeignet sind.

    Ich kann die Verantwortung nicht mehr tragen, ich habe vor einigen Jahren ein 2 Kind bekommen, welches durch das größere Kind wirklich gefährdet ist. Auch hier auf Nachfrage gerne mehr Info. Nur so viel, Fremd und Eigengefährdung ist nicht auszuschließen

    Nun ist es so, dass das Jugendamt mich unter Druck setzt: “ Ich muss das Kind nehmen, es ist meine Aufgabe als Erziehungsberechtigte“ Mir wird gesagt, dass das Jugendamt das Kind auf die Straße setzt und es ihnen egal ist, auch wird mir gesagt, dass das nicht nachvollziehbar sei und ich ja anscheinend mein Kind nicht mögen würde. Ich werde als Lügnerin hingestellt usw.

    Ich kann nicht mehr, ich bin einfach fertig und kann das Kind nicht aufnehmen. Ich liebe meinen Sohn sehr, aber ich kann es nicht tragen. Ich kann es einfach nicht. Mein kleines Kind hat bereits Gewalt durch das große Kind erlebt.

    Kann mir das Kind einfach so vor die Tür gesetzt werden? Was kann ich machen?

    #2 RE: Keine Kraft mehr in Jugendamt
    11.05.2015 09:34
    von daydreamer

    Wie alt ist denn dein Kind jetzt?
    Ich denke, dass sie dein Kind mit seinem 18. Geburtstag tatsächlich vor die Tür setzen dürfen, jedoch nicht vorher.
    Wo genau ist denn dein Kind jetzt untergebracht?
    Wie sieht es aus mit einer Wohngruppe?
    Wurde schonmal an einen Kliniksaufenthalt in einer KJP gedacht?

    Mein Mann hat ansatzweise ähnliche Erfahrung gemacht. Zumindest die Tatsache, dass man nicht fertig wurde mit dem in Obhut genommenen Kind und es dann von heute auf morgen nach 8 Jahren zum Vater zurückgeführt wurde (innerhalb 3 Monaten).
    Bei uns ging es schief, vieles eskalierte. Das Kind ist jetzt wieder in einer Pflegestelle…

    Deinem Sohn scheint es sehr schlecht zu gehen und es tut mir unheimlich leid, was ihm (und auch dir) passiert ist.
    Egal wie du oder das Jugendamt entscheiden werdet, pass auf, dass das Jugendamt nicht in deine Wohnung kommt. Sonst ist dein Nachzügler auch noch gefährdet.

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