Interessante Themen für Sie:

Jugendämter.com hilft Ihnen weiter … Foren Jugendamtforum für Deutschland Jugendamt Archiv Jugendamt Archiv Jugendamt verweigert Rückführung des Kindes

Dieses Thema enthält 0 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Redaktion vor 5 Jahre, 11 Monate.

Jugendamt verweigert Rückführung des Kindes


  • Redaktion
    Moderator
    Redaktion

    #1 Jugendamt verweigert Rückführung des Kindes in Jugendamt
    24.05.2015 16:19
    von ichliebemeinkind

    Schön, dass Ich euch gefunden habe!
    Bin leider im Moment in einer blöden Situation.
    Kurz meine Geschichte:
    Ich depp habe letztes Jahr beim Jugendamt einer inobhutnahme zugestimmt. Grund war eine versuchte Entführung meines Kindes durch den kindsvater in die tschechei… Daraufhin wurde ich mit Alkohol rückfällig (bin alkoholikerin) und habe mich aber sofort für eine Therapie entschieden.
    Das Jugendamt hat mir versprochen, ich bekomme mein Kind automatisch nach einem halben Jahr zurück, danach hieß es, nach abgeschlossener Therapie.
    Nun ist die Therapie rum, alle urinnachweise negativ. Jetzt kommen sie mir damit, ich sei psychisch krank und nicht in der Lage mein Kind aufzuziehen. Ein Gutachten eines Psychologen war durchwegs positiv… Das erkennen sie aber nicht an!
    Nun, nach 8 Monaten, wo mein Kind in Obhut ist, kommen sie mir damit, sie wollen ein psychiatrisches Gutachten sowie eines der erziehungsfähigkeit.
    Begründung, weil ich mit der spfh nicht klar komme. (?!?)
    Hab mir jetzt eine Anwältin genommen, die einen Antrag auf Herausgabe gestelllt hat. Das Jugendamt kam dann sofort mit einem Antrag Paragraph157 – Erörterung kindeswohlgefährdung.
    Am 29.05. Ist gerichtsverhandlung. Kann mir irgendwer was aufbauendes sagen? Ich habe so Angst davor!
    Ach ja, der Bericht von der spfh, der zum Gericht geschickt wird ist voller lügen und übertreibungen. Mein ex kommt darin gut weg, wahrscheinlich, weil er immer den Mund hält, mich schlecht macht und ein hervorragendes Schauspiel spielt. Er ist ein guter Verkäufer, obwohl seine Vergangenheit durch Alkohol, Gewalt an Frauen etc geprägt ist.
    Danke fürs zuhören, vielleicht hat ja wer noch Tips!
    LG

    zuletzt bearbeitet 27.05.2015 04:05

    #2 RE: Hallo miteinander in Jugendamt
    24.05.2015 18:43
    von Fiete2

    Hallo „ichliebemeinkind“,
    ich denke, mit „mal eben etwas aufbauendes“ ist Dir nicht geholfen.
    Zumal es zwei ganz heftige Fehler, laut Deiner Fallbeschreibung, im Fallgeschehen gibt, die für sich genommen schon ganz dicke Knackpunkte sind.
    Erstens die „freiwillige Inobhutnahme“.
    Verständlich, Deiner Beschreibung nach, aber mit üblen Nachwirkungen, denn in der Denkweise sehr vieler involvierter Kräfte bedeutet das: „hat schriftlich zugegeben kein Kind großziehen zu können“.

    Zweitens die SPFH.
    Das Kürzel bedeutet zwar „sozialpädagogische Familienhilfe“, tatsächlich ist es aber meistens eine Vorbereitungsinstanz zur Kindeswegnahme, in Deinem Fall zur Verweigerung der Rückführung. Nicht umsonst berichten immer wieder und in steigender Anzahl betroffene Eltern, daß SPFH gern Streit suchen, Eltern auf kurioseste Art unter Druck setzen und Berichte schreiben, bei deren Lektüre man gern zum Amokläufer werden möchte.
    Von den sonstigen geschäftlichen Verstrickungen vieler SPFH mal ganz abgesehen ( manche arbeiten z.B. ganz offen mit zweitem Standbein als rechtliche Betreuer, was ihnen Tür und Tor bei Staatsanwaltschaften und Vormundschaftsgerichten öffnet ).

    ZitatNun ist die Therapie rum, alle urinnachweise negativ. Jetzt kommen sie mir damit, ich sei psychisch krank und nicht in der Lage mein Kind aufzuziehen.

    Worauf stützt sich das? Alkoholismus ist zwar eine Krankheit per Definition, aber zumindest in trockenem Zustand keine, die „erziehungsunfähig“ macht ( im „nassen“ eigentlich auch nicht, aber da wäre dann das Verlangen eines Einzelnachweises nachvollziehbar ).

    ZitatEin Gutachten eines Psychologen war durchwegs positiv… Das erkennen sie aber nicht an!

    Nun, ob ein JA bereit ist, fachliche Stellungnahmen anzuerkennen, oder auch nicht, kann Dir egal sein, entscheidend ist das Gericht. Und das muß schon ein wenig begründen, wenn es eine Fachmeinung einfach unbeachtet lassen will.

    Ich vermute einfach mal in’s Blaue, daß man Dich provozieren will, sei es um Dich zu unbedachten Äußerungen, oder aber zum erneuten Griff zur Flasche zu reizen. Eine sicherlich erprobte Taktik, auf die Du auf gar keinen Fall hereinfallen solltest.

    ZitatNun, nach 8 Monaten, wo mein Kind in Obhut ist, kommen sie mir damit, sie wollen ein psychiatrisches Gutachten sowie eines der erziehungsfähigkeit.
    Begründung, weil ich mit der spfh nicht klar komme. (?!?)

    Das müßten die JA-MA dem Gericht ggü. aber begründen. Sicherlich würden sie dazu die SPFH selbst zitieren.
    Und das könnte ein möglicher Ansatzpunkt für Dich sein. Einerseits ist es ja nun wirklich nicht Deine Pflicht, mit jedem Menschen klar zu kommen, sondern Pflicht aller MA des JA ( auch der „freien“, wie der SPFH ) sich Dir ggü. vertrauenswürdig zu verhalten.
    Andererseits könntest Du auch versuchen, für ein paar Nachweise zu sorgen, bspw. indem Du zu Terminen mit der SPFH, genau wie zu allen Kontakten mit sonstigen Fallinvolvierten, Deinen Beistand nach §13 SGB X hinzuziehst und für ein im wesentlichen wortgenaues Protokoll sorgst.
    Infos dazu:
    Beistand, Zeugen, Bevollmächtigte u.ä.
    und
    Eidestattliche Versicherungen/Glaubhaftmachung

    Mal ganz davon abgesehen, daß wenn das Vertrauensverhältnis zwischen der SPFH und Dir zerrüttet ist, es doch fraglich wäre, warum man sie nicht durch jemanden ersetzt hat, der besser mit Dir zurecht kommt.
    Statt dessen einfach zum Gericht zu laufen und seltsame Anträge ohne erkennbaren direkten Zusammenhang zu stellen, ist nicht gerade angemessen oder verhältnismäßig, oder?

    ZitatHab mir jetzt eine Anwältin genommen, die einen Antrag auf Herausgabe gestelllt hat. Das Jugendamt kam dann sofort mit einem Antrag Paragraph157 – Erörterung kindeswohlgefährdung.

    Nun ja, um eine mögliche, oder tatsächliche KWG zu erörtern, ( §157 FamFG ), muß ja erst einmal eine solche vorliegen. W.h.: es muß eigentlich irgendwer einen Antrag nach §§ 1666 ( Gerichtliche Maßnahmen bei Gefährdung des Kindeswohls ) o. 1666a BGB gestellt haben. Ergo wäre es auch zunächst Aufgabe der RAin, zu beantragen diesen Antrag abzuweisen, da ansonsten der Antrag auf Herausgabe des Kindes bestenfalls sinnlos wäre. Da wäre dann u.U. zu überlegen, ob ohne RAin nicht ( wie meistens ) besser ist als mit.

    Ansonsten wäre auch das nix als ein Versuch Dich zu ärgern und zu irrationalen Reaktionen zu provozieren.

    Was davon nun zutrifft, oder auch nicht, können wir hier anhand Deiner sehr knappen Beschreibung nicht abschätzen, dazu wäre eine vollständigere Übersicht über die Fakten und Vorgänge des Falles notwendig.
    Infos dazu:
    Wichtig! Chronologie eines Falles

    BtW: wie ist denn der Umgang geregelt und wie gut oder schlecht funktioniert diese Regelung?

    Soviel für’s erste.

    Gruß…….Fiete

    Respekt immer!
    Angst nie!

    zuletzt bearbeitet 24.05.2015 18:49

    #3 RE: Hallo miteinander in Jugendamt
    24.05.2015 21:23
    von ichliebemeinkind

    Hallo fiete,
    Ich bin begeistert von deinem Wissen!

    Erstmal zu den umhängen: die laufen gut, wobei es in der letzten Zeit zweimal Schwierigkeiten gegeben hat. Einmal hatte die pflegemutter plötzlich einen Arzt Termin und ich musste zwei Stunden warten.. Einmal war mein Kind mit einer Freundin spazieren und wir mussten sie erst suchen!!
    Meiner Meinung nach habe ich zu wenig Umgang. 1x in der Woche. Aber ich bin froh, mein Kind überhaupt sehen zu können.

    Das mit der spfh, du bist der erste, der mir aus der Seele spricht. Es war geplanter kindesentzug!

    Sie hat uns beide (Vater und mich) zuerst über unser Leben ausgefragt. Mein Leben war nicht einfach, und jetzt wird alles gehen mich verwendet und das auch noch vollkommen überzogen dargestellt!

    Das Jugendamt will mich provozieren, das weiß ich! Sie rufen mich auch privat an und versuchen mich einzuschüchtern. Kein Witz. Aber wie du so schön sagst, Respekt immer , Angst nie!

    Aber eine Frage quält mich. Warum machen die so was? Sie versuchen mit aller Gewalt, mein Kind nicht zurück zu mir zu lassen. Warum?

    Ach ja, wegen meiner Psyche. Die spfh sagte ich hätte eine traumatische Kindheit! Vollkommener quatsch, meine Eltern sind einfach nur spitze. Und ich frage wie sie das beurteilen können? Sind ja keine Psychologen…

    LG daniela

    #4 RE: Hallo miteinander in Jugendamt
    24.05.2015 22:27
    von ichliebemeinkind

    Fiete…
    Eine Chronologie des Falles schreibe ich, wenn ich wieder an einen Computer komme, bin im mom nur übers Handy drin

    #5 RE: Hallo miteinander in Jugendamt
    27.05.2015 04:00
    von Fiete2

    Hallo Daniela,
    ich habe in meiner Antwort doch tatsächlich glatt vergessen zu erwähnen, daß wir hier an der falschen Stelle diskutieren. Dies ist ja nur die Vorstellungsrunde.
    Um den Thread nicht zu zerreissen werde ich mir also einfach mal erlauben, Dein Einverständnis vorusgesetzt, ihn komplett in das allgemeine Jugendamtforum zu verschieben, okay?
    Ach ja, den Titel ändere ich auch einfach mal entsprechend ab.

    Zitat
    Eine Chronologie des Falles schreibe ich, wenn ich wieder an einen Computer komme,…..

    Das solltest Du unbedingt tun, zumal ich den Eindruck habe, daß Du ( möglw, bedingt durch die Einschränkungen des Handys ) etwas mit Infos geizt. Bspw.: …. „Umgang 1x die Woche“, da wäre die Dauer und das Alter des Kindes auch interessant gewesen.

    Übrigens, falls Du mal Zeit und Ruhe dafür hast, nutze die Suchfunktion des Forums für Begriffe die für Dich interessant sein könnten.
    Bspw. SPFH

    Gruß……Fiete

    Respekt immer!
    Angst nie!

Um antworten zu können musst Du angemeldet sein. Oben rechts in der Navigationsleiste findest Du den Link zur Anmeldung. Bitte gib eine gültige E-Mail Adresse an, da für eine erfolgreiche Anmeldung eine Bestätigung per E-Mail erforderlich ist.

© 2008-2018 Jugendaemter.com - Alle Angaben ohne Gewähr.