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Dieses Thema enthält 0 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Redaktion vor 4 Jahre, 9 Monate.

Jobcenter meldet dem Jugendamt vermeintliche Kindswohlgefährdung – was tun?


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    Redaktion

    #1 Jobcenter meldet dem Jugendamt vermeintliche Kindswohlgefährdung – was soll ich tun ? in Einfach alles 08.04.2013 13:15
    von Marion

    Hallo liebe Forenleser, ich bitte hier um Hilfe … folgendes hat sich heute zugetragen: Ich habe durch meinen Gasanbieter eine Mitteilung bekommen das in 2 Tagen das Gas abgestellt wird wenn die Jahresrechnung und 3 rückständige Abschläge alles insgesamt 430 Euro nicht sofort bezahlt wird. Ich benötige Gas um die Wohnung zu beheizen und Warmwasser aufzubereiten. Ich habe in den vergangenen Tagen versucht mir das Geld im privaten Kreise zu borgen, leider ohne Erfolg. Eine Ratenvereinbarung mit dem Anbieter ist auch gescheitert. Zu den rückständigen Abschlägen ist es gekommen nicht aus bösen Willen sondern einfach aus der Notwendigkeit das ich Hort- und Essgeld in der Schule für mein Kind in Vorkasse bezahlen muss sonst hat er nichts mehr zu essen und kann den Hort nicht nutzen und die Anträge auf Übernahme liegen beim Amt seit Januar 2013. Daher bleibe ich momentan allein auf den Kosten sitzen.

    Nun habe ich heute beim Jobcenter vorgesprochen und um Gewährung eines Darlehens gebeten, da ich mittellos bin und eine Abschaltung der Gaslieferung verhindern möchte. Diese teilte mir mit das die Jahresrechnung (Heizkosten) nicht mehr übernommen werden nur noch die monatlichen Abschläge und wurden echt pampig weil ich eben auf den letzten Drücker kam. Tja es ist mir nicht leicht gefallen als Bittsteller dort aufzutreten aber da alle anderen Versuche gescheitert sind – blieb mir ja nichts anderes übrig. Nun wird mir zwar ein Darlehen gewährt die Abstellung ist somit verhindert worden – aber es wurde mir gesagt dass die Bearbeiterin eine Mitteilung an das Jugendamt macht das hier eine Kindeswohlgefährdung vorliegt.

    Daher meine Frage: Womit muss ich denn jetzt rechnen ? Was kann ich tun ? Meines Erachtens liegt mitnichten eine Kindeswohlgefährdung vor. Ich halte weiss gott alle materiellen Probleme von meinem Kind fern und kümmere mich um mein Kind. Ich weiss nicht wo ich hier meinen Sohn gefährde ?

    #2 RE: Jobcenter meldet dem Jugendamt vermeintliche Kindswohlgefährdung – was soll ich tun ? in Einfach alles 09.04.2013 16:06
    von Tigress

    Hallo Marion,

    es ist immer wieder herzerwärmend, wie wunderbar unsere Behörden dann zusammenarbeiten, wenn niemand damit rechnet *baldriantropfen rüberschieb* .

    Du wirst Dich also auf Besuch zuhause einstellen müssen. Es kann sein, dass Dich das Jugendamt vorher anschreibt, und Dir einen Termin mitteilt, und es kann ebenso gut sein, dass die Sachbearbeiter beschließen, Euch zu überraschen. Für den Fall, dass die Leute plötzlich vor der Tür stehen, solltest Du jetzt schon nette Nachbarn oder Freunde, die in der Nähe wohnen, fragen, ob sie kurzfristig hinzu kommen können. Lies hierzu Fietes Ausführungen über ‚Beistand‘ im Unterforum ‚Rechtliches‘, und bereite die Leute darauf vor. Natürlich kannst Du auch versuchen, den Überraschungsgästen zu erklären, dass Du gerade keine Zeit hast, schnell weg musst, und versuchen, einen anderen Termin zu vereinbaren. Dass Du ihnen nicht alleine gegenüber treten solltest , ist klar, und es ist gut, jemanden zu haben, der während des Gespräches auf das Kind aufpasst.

    Dass Deine Wohnung ab sofort tiptop auszusehen hat, ist klar. Insbesonders Küche, Bad, und Kinderzimmer müssen sehr sauber und aufgeräumt sein, die Fenster geputzt, Kühlschrank und Klo blitzeblank. Selbstverständlich dürfen keine Lebensmittel mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum zu finden sein. Schränke, die abschließbar sind, werden abgeschlossen. Gut macht sich z. B. eine Schale mit langlebigem Obst (z. B. Melonen können wochenlang halten), arme Leute kaufen angeblich keins. Gut, dass Du die Gasversorgung aufrecht erhalten kannst, JA-Sachbearbeiter neigen zur Kälteempfindlichkeit (Damit ist nicht gemeint, dass ihnen ein langer, harter Winter ernsthaft zusetzen kann. Sie können sich jedoch mit nicht beheizten oder nicht beheizbaren Räumen im allgemeinen schlecht anfreunden. ) Wenn Sie bei Dir sind, werden sie u. a. wissen wollen, wie gut Du und Dein Kind in Eurem Umfeld integriert seid, ob Ihr teilhabt an Veranstaltungen, ob Dein Kind je nach Alter z. B. Hobbys in Vereinen pflegt, usw.

    Viel Erfolg! Vielleicht berichtest Du darüber, wie es weiter geht!

    lg

    Tigress
    Verstanden werden ist schön, so es denn gelingen sollte.
    (Hans-Werner Henze)

    #3 RE: Jobcenter meldet dem Jugendamt vermeintliche Kindswohlgefährdung – was soll ich tun ? in Einfach alles 10.04.2013 13:50
    von Marion

    Vielen herzlichen Dank erst einmal für die schnelle Antwort. Ich hab keine Angst vor einem Besuch der Mitarbeiter des Jugendamtes. Ob ich allerdings eine Freundin hinzuziehen kann ist fraglich, einfach aus Zeitgründen der Freundin. Nachbarn hab ich nur ältere Leute im Haus mit denen wir keinen großartigen Kontakt haben außer „Guten Tag“. Ich hab mir überlegt das ich vielleicht den Kontakt selbst zum Jugendamt suche, die haben in unserer Stadt alle 14 Tage eine Sprechzeit auf dem Rathaus welche ich nutzen werde und einfach mal selbst vorstellig werde und den Sachverhalt aus meiner Sicht schildere.

    Sobald es was Neues gibt werde ich hier berichten.

    #4 RE: Jobcenter meldet dem Jugendamt vermeintliche Kindswohlgefährdung – was soll ich tun ? in Einfach alles 10.04.2013 22:29
    von Fiete2

    Hallo Marion,
    Du solltest die Sache nicht auf die leichte Schulter nehmen. Man hat Dich denunziert und eine Kindeswohlgefährdungsmeldung gemacht.
    Was da an Fakten hinterstecken mag, oder auch nicht, interessiert i.d.R. niemanden.
    Man wird Dich wahrscheinlich zu überrumpeln versuchen und daraufhin irgendwelche Geschichten erfinden um Dein Kind in Obhut zu nehmen.
    Du solltest sofort einen Termin vereinbaren und zu demselben mit Deinem bevollmächtigten Beistand erscheinen, resp. die Mitarbeiter bei Dir erscheinen lassen. Von dem gesamten Treffen muß ein möglichst genaues Protokoll erstellt werden, welches von Euch beiden ( mindestens) glaubhaft gemacht werden muß. Versuche Deinen Beistand rauszuschmeißen führen zum sofortigen Abbruch des Besuchs.
    Lies Dir in der Kategorie „Rechtliches, Beihilfen, etc.“, die Themen Beistand, Zeugen, Bevollmächtigte u.ä. und
    Eidestattliche Versicherungen gründlich durch.
    Auch was eine Fallchronologie ist, solltest Du Dir schon mal anlesen und vorsichtshalber das Thema Sofortmaßnahmen bei Kindesentzug .

    Ansonsten kann es passieren, daß Dein Kind in den nächsten Wochen irgendwann nicht aus Schule oder Kita nachhause kommt, bzw. daß morgens früh eine Einsatztruppe bei Dir eindringt und es entführt.
    Das ist kein Spiel und kein Irrtum, es geht dabei um ein knallhartes Geschäft und Dein Kind ist die begehrte Ware.

    Gruß…………Fiete
    Respekt immer!
    Angst nie!

    #5 RE: Jobcenter meldet dem Jugendamt vermeintliche Kindswohlgefährdung – was soll ich tun ? in Einfach alles 11.04.2013 10:29
    von anonymisiert

    Mal ehrlich…sind euch wirklich Fälle bekannt, wo das Jugendamt gleich beim ersten Kontakt die Kinder in Obhut nimmt? Also wirklich beim 1. Kontakt?
    Ich kenne das ganze entweder nur mit einer langen Vorgeschichte oder wenn das Jugendamt merkt, dass man nicht mitarbeitet.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass in diesem Fall das Jugendamt einfach unangekündigt die Kinder in Obhut nimmt.
    Um so wichtiger ist es natürlich, beim ersten Kontakt mit dem Jugendamt denen den Wind aus den Segeln zu nehmen, so dass sie nie nie wiederkommen…das ist mir auch klar.
    mit einer waffe an der schläfe willst du dich
    für alle ewigkeit von deinem schmerz befreien
    soll denn das zucken deines zeigefingers tatsächlich
    der letzte akt in deinem leben sein?

    die eigenen schmerzen enden zwar
    doch mach dir bitte eines klar:

    du hast dein leid nur gegen anderes eingetauscht
    nichts ist besser, nicht ein stück
    die dich verlieren, werden den schmerz für immer spüren
    wenn du gehst – du verstehst:

    es gibt kein zurück

    #6 RE: Jobcenter meldet dem Jugendamt vermeintliche Kindswohlgefährdung – was soll ich tun ? in Einfach alles 11.04.2013 13:35
    von Fiete2

    Hallo Hilflos,
    ich denke, Spekulationen bringen Marion nicht weiter. Die Anzahl der JA-Kontakte ist uns unbekannt.
    Wir wissen weder, wieviel derartige Kontakte seitens Marions stattfanden, noch können wir wissen, wie viele Kontakte das JA in ihrem Fall aufnehmen wird bis es möglw. zuschlägt, da wir weder die Fallkonstellation, noch die zuständige JA-MA, noch die Kostenstellenauslastung jenes JA kennen.
    Die Vorstellung, daß ein JA nur Kinder von Leuten verschleppen würde, die nicht kooperationswillig sind, ist mir zwar von div. Schriftsätzen von JÄ bekannt, war allerdings schon immer vollkommen unglaubwürdig, da die fallbezogene Kooperation i.d.R vom jeweiligen JA selbst abgebrochen wurde und vermutlich auch in Zukunft oft wird. Was im übrigen auch durch meinen eigenen, sowie viele mir persönlich bekannte Fälle vollständig bestätigt wird.
    Im übrigen finden Inobhutnahmen in den allermeisten Fällen unangekündigt statt, allein schon aus Gründen der Geschäftstaktik ( Überrumpelung von zunächst wehrlosen ist einfacher, als die „freiwillige Abgabe“ des Kindes zu fordern und wohlmögl. auf rechtsstaatlichem Wege durchzusetzen ).

    Es geht hier nicht um ein Spielchen, das man nach der Methode: „och, da wird schon nix passieren“, gewinnen kann, sondern darum, schon im Vorfeld effektiv zu verhindern, daß ein Kind seine Eltern und sein Zuhause, möglw. für immer, verliert.

    Gruß………….Fiete
    Respekt immer!
    Angst nie!

    #7 RE: Jobcenter meldet dem Jugendamt vermeintliche Kindswohlgefährdung – was soll ich tun ? in Einfach alles 12.04.2013 17:55
    von Marion

    So hier der aktuelle Stand der Dinge, war auf dem Jugendamt – für mich im übrigen das Allererste Mal das ich mit deren Mitarbeiter Kontakt hatte. Eine Meldung seitens des Jobcenters war bis dato noch nicht eingegangen. Ich habe meinen Fall kurz geschildert und es wurde kurz protokolliert. Irgendwelche Reaktionen oder Maßnahmen seitens des Jugendamtes wurden mir nicht bekannt gegeben. Die Mitarbeiterin hat nur den Kopf geschüttelt, meinte es ist ja nicht zur Abstellung der Heizung gekommen dies habe ich ja erfolgreich verhindern können und somit gibt es auch keine Handhabe gegen mich, es liegt mitnichten eine Kindswohlgefährdung vor. Sollte also eine Meldung seitens des Jobcenters dennoch eingehen wird dies nur zu den Akten genommen, mehr wird nicht passieren, so jedenfalls die Aussage der zuständigen Mitarbeiterin des JA.

    Ich hoffe sehr das ich der guten Frau glauben kann. Liebe Grüsse an alle!

    #8 RE: Jobcenter meldet dem Jugendamt vermeintliche Kindswohlgefährdung – was soll ich tun ? in Einfach alles 12.04.2013 22:18
    von Fiete2

    Glauben ist ja nicht schlecht, auf sicher gehen aber besser, Marion. Ich kann zunächst nur hoffen, daß Du nicht Eure ganze Geschichte erzählt hast, sondern nur den Teil, bei dem Gefahr bestand, daß das JobCenter darauf herumreitet.
    Und daß ihr ( Dein Beistand und Du ) Euer eigenes, möglichst genaues Protokoll glaubhaft macht und archiviert.

    Übrigens gurken wir hier in der ganz verkehrten Kategorie herum. Hier ist das jugendforum. Oder bist Du noch minderjährig? 😉

    Gruß…………Fiete
    Respekt immer!
    Angst nie!

    zuletzt bearbeitet 12.04.2013 22:20

    >#9 RE: Jobcenter meldet dem Jugendamt vermeintliche Kindswohlgefährdung – was soll ich tun ? in Einfach alles 16.06.2013 03:00
    von Hope

    Hallo Marion,

    du hast anfangs geschrieben, dass der Antrag zur Übernahme der Kosten von Hort und Schulessen dem Amt vorliegt. Reden wir hier von der „Blauen Karte“?
    Falls ja, mußt du nicht 2-3 Monate auf die Bearbeitung warten. Du kannst direkt zum Amt gehen und dir direkt vor Ort eine solche ausstellen lassen und dann kannst du die einfach bei der Schule/Hort abgeben und die rechnen dann mit dem Amt ab. Zumindest hier in Bremen, ich hoffe in anderen Städten ist es ähnlich einfach.

    Sollte es hier nicht von der „Blaue Karte“ die Rede sein, betrachte mein Beitrag als gegenstandslos.

    Schöne Grüße!

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