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Hilfe für ein Kleinkind!


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    Redaktion

    #1 Hilfe für ein Kleinkind! in Entwicklung, Gesundheit, Erziehung der Kinder 12.07.2012 20:40
    von stallone

    Einen schönen guten Abend!

    Ab wann spricht man von einer Kindesmisshandlung? Erst dann, wenn sichtbare Spuren einer Misshandlung vorliegen? Ist die ständige Herabsetzung, Denunzierung, permanentes anschreien und demütigen, aussperren und angst bereiten nicht auch eine Form von Misshandlung? Ich meine, die Misshandlung einer kleinen, hilflosen Kinderseele?
    Ich möchte konkret werden; in unserem unmittelbaren Umfeld, um genauer zu sagen eine Wand getrennt von uns, lebt so ein kleines, hilfloses Mädchen. Und dieses Kind benötigt unbedingt Hilfe. Das Mädchen wird von ihrer eigenen Mutter oft so herablassend behandelt, lautstark und übel beschimpt. Ob im Garten oder im Haus. Ganz offensichtlich ist die junge Mutter mit ihrer Aufgabe völlig überfordert. Wir sind täglich Zeugen dieser verbalen Auseinandersetzungen.
    Das Kind weint sehr viel und man spürt die Verzweiflung der Kleinen, weil man sie anscheinend nicht wirklich versteht. Viele Nachbarn sind entsetzt über die Zustände, aber so wirklich möchte keiner was tun.
    Wir möchten gerne etwas verändern. Aber wo setzen wir an? Wir haben das Gefühl, dass es so nicht weiter gehen kann weil wir das Wohl des Kindes in Gefahr sehen. Aber andereseits ist auch die Angst sehr groß, dass das Jugendamt die Kleine aus ihrer Familie reißt. Aber das wollen wir natürlich auf keinen Fall. Unser Gedanke geht viel mehr dort hin, dass der Mutter unbedingt geholfen werden muß.
    Die Überlegung ein persönliches Gespräch mit der Mutter zu führen, haben wir dann auch verworfen. Auch aus Angst davor, dass das Kind dann noch mehr leiden muß.
    Der zweite Gedanke war dann, uns persönlich mit dem Jugendamt einmal abzusprechen. Das vielleicht ein Mitarbeiter bei uns vorbeischaut und wir unsere Befürchtungen diskret besprechen können.

    Im Augenblick sind wir unfähig, das Richtige zu tun.

    mfg Stallone

    #2 RE: Hilfe für ein Kleinkind! in Entwicklung, Gesundheit, Erziehung der Kinder 13.07.2012 03:07
    von Fiete2

    Hallo Stallone,
    Deine Befürchtung hinsichtlich des JA ist leider richtig.
    Es macht keinen Sinn dort wg. Hilfen für Kind und Mutter vorzusprechen, da entweder gar nichts passiert, oder das Kind aus seiner Familie gerissen wird.
    Leider ist das „Sozialwesen“ in D. vollständig profitorientiert aufgebaut. Was keinen Umsatz bringt, bzw. die entsprechende Kostenstelle auslastet, wird als nicht lohnenswert angesehen.

    Es bleibt also nur der Nachbarschaftliche Einsatz.
    Ist Euch der Vater des Kindes bekannt?

    Gruß………….Fiete
    Respekt immer!
    Angst nie!

    #3 RE: Hilfe für ein Kleinkind! in Entwicklung, Gesundheit, Erziehung der Kinder 13.07.2012 14:55
    von kein Name angegeben

    Hallo Fiete

    Vielen Dank für Deine Rückmeldung.
    1. Wie meinst Du, sollen wir unseren Nachbarschaftlichen Einsatz leisten?
    2. Ja, der Vater lebt mit im Haus. Ist oft sehr viel und auch lange arbeiten.

    Er ist der ruhige Part in der Familie, ist aber wenig Konfliktbereit. Mit anderen Worten:
    wenn er daheim ist schaut er nur zu und duckt sich lieber.
    Ein Gespräch führen mit dem Ehepaar und evtl. nur mit ihm?

    Wie verhält man sich in einer solchen Situation?

    mfg Stallone

    #4 RE: Hilfe für ein Kleinkind! in Entwicklung, Gesundheit, Erziehung der Kinder 13.07.2012 16:04
    von Fiete2

    Eine gute Frage, die man wohl kaum pauschal beantworten kann.
    Ich würde versuchen irgendwie Kontakt zum Kind und den Eltern aufzubauen.
    Aber wie genau, könnt Ihr nur selbst vor Ort beurteilen.

    Alles weitere hängt von vielen Faktoren ab, Gelegenheit, Talent, Dringlichkeit u.s.w.

    Tja, Versuch macht kluch 😉

    Gruß……..Fiete
    Respekt immer!
    Angst nie!

    #5 RE: Hilfe für ein Kleinkind! in Entwicklung, Gesundheit, Erziehung der Kinder 13.07.2012 18:17
    von kein Name angegeben

    Hallo Fiete2

    Ich glaube ich weiß wie Du das meinst. Auf jeden Fall mit Vorsicht und Umsicht agieren.

    Kontakt zum Kind und zur Mutter. Mal überlegen, wie wir das am besten anstellen.

    In letzter Zeit hat sich eine gewisse Abneigung der Frau gegenüber und eine große Wut entwickelt.

    Haben viel daheim diskutiert und uns auch fürchterlich in die Sache reingesteigert.

    Müssen doch wohl eine andere Strategie in Zukunft einschlagen.

    Wir setzen uns daheim alle einmal zusammen und überlegen gemeinsam, wie wir am besten vorgehen ohne
    mit der Tür ins Haus zu fallen.

    Vielleicht bewirkt das mehr, als wenn wir uns jetzt abwenden und nur hinter vorgehaltener Hand ablästern.

    Vielen Dank und Gruß

    Stallone

    #6 RE: Hilfe für ein Kleinkind! in Entwicklung, Gesundheit, Erziehung der Kinder 15.12.2012 15:06
    von manizha

    Falls du auf diesen Seiten noch nachliest:

    Kindesmisshandlung fängt auch bei seelischer Misshandlung an. Falls du Infos brauchst, melde dich nochmal.

    #7 RE: Hilfe für ein Kleinkind! in Entwicklung, Gesundheit, Erziehung der Kinder 15.12.2012 16:03
    von Fiete2

    Korrekt erkannt, Mazinha,
    eben deshalb sollte man auf jeden Fall versuchen, zunächst sämtliche Möglichkeiten im privaten nachbarschaftlichen Umfeld oder im Freundeskreis abzuwägen und sich miteinander an einen Tisch zu setzen.
    Denn übereilte Reaktionen, z.B. aus gegenseitig aufgeschaukelter Wut, wie Stallone ja recht typisch beschrieben hat, können leicht in seelische und physische Mißhandlungen ausarten, besonders wenn Dritte in’s Spiel kommen.

    Es ist sehr leicht, einem Kind die Familie wegzunehmen und diese zu zerstören, und fast immer der ganz falsche Weg, der den größten Schaden anrichtet. Die dann eintretenden Schäden sind fast immer unumkehrbar.

    Gruß……….Fiete
    Respekt immer!
    Angst nie!

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