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heimliche Zwangsuntersuchung in der Schule


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    Moderator
    Redaktion

    #1 heimliche Zwangsuntersuchung in der Schule in Sorgerecht 02.04.2015 10:52
    von jesjes

    Moin,

    ich versuche mal in einem kurzen Stichwortprotokoll dieses Unfassbare festzuhalten:

    3 Kinder leben seit über 3 Jahren beim Vater Zensuren Schule, Verhalten Kindergarten, sportliche Leistungen und Sozialverhalten alles überdurchschnittlich

    JA stellt in gutachtlicher Stellungnahme fest, dass der zusätzliche Umgang mit der Mutter unter der Woche für die Kinder zu viel ist und schlägt vor diesen auf die Wochenenden zu reduzieren

    Vater stellt Antrag auf Umgang nur an den Wochenenden beim Gericht

    Mutter behauptet der jüngste Sohn (4) müsse in ihre Obhut und benennt den Kindergarten als Zeugen

    Frau vom Jugendamt behauptet im Gericht Kinder sind auffällig und brauchen dringend psychologische Betreuung etc.

    Richterin entscheidet nicht über Umgang sondern beschließt Begutachtung durch Psychologin / Widerspruch nicht möglich, kein Rechtsmittelbehelf

    Vater reicht bei Gericht und Jugendamt schriftliche Stellungnahme des Kindergartens ein, in der sich dieser von den angeblichen Aussagen distanziert, ebenso weitere Schriftstücke, welche die Aussagen widerlegen

    Vater nimmt an erster Begutachtung teil, welche von der Psychologin abgebrochen wird, da der Vater keine Auskunft zu seiner Kindheit geben möchte

    Vater lehnt Gutachterin als befangen ab und teilt dieses dem Gericht mit

    Richterin schreibt Vater, dass er gesetzlich verpflichtet ist bei der Begutachtung mitzuwirken und droht mit Entzug von Teilbereichen des Sorgerechts

    Richterin entzieht dem Vater das Aufenthaltsbestimmungsrecht für die Termin bei der Gutachterin

    Mutter will mit den Kindern dort hinfahren, diese verweigern sich

    Gutachterin ist am letzten Schultag vor Ort befragt die Schule zum ältesten Sohn, holt diesen aus dem Unterricht und untersucht ihn in Anwesenheit der Schulsozialarbeiterin

    Nach Schulschluss teilt die Schulsozialarbeiterin dem Vater inoffiziell mit, das man seinen ältesten Sohn nun begutachtet hat. Auf die Nachfrage, wer sie denn von der Schweigepflicht entbunden hat und woher sie die Einwilligung zu einer Untersuchung hat antwortet sie: „Ihre Ex-Frau hat ja das Aufenthaltsbestimmungsrecht und dann dürfen wir das machen.“

    Meinem Sohn haben sie übrigens nicht erzählt, was sie da machen. Jedenfalls wusste er danach nicht, mit wem oder warum er dieses Gespräch geführt hat.

    Also meiner Meinung nach ist das Körperverletzung und ich überlege, ob ich die Gutachterin nicht deswegen anzeigen sollte. Und die Schule? Die haben doch ein Fürsorgepflicht für meine schulpflichtigen Kinder, oder? Dürfen die meine Kinder untersuchen, ohne dass ich zustimme bzw. davon nicht einmal Kenntnis habe?

    Ist das Gutachten unter diesen Umständen überhaupt verwertbar?

    Vielleicht hat ja irgendwer auch solche Erfahrungen gemacht und kann dazu etwas sagen. Mir fehlen immer noch die Worte…..

    #2 RE: heimliche Zwangsuntersuchung in der Schule in Sorgerecht 02.04.2015 12:45
    von Joseph

    Hallo jesjes,

    es ist so unglaublich was oft hinter dem Rücken der Eltern gemacht wird. Das Aufenthaltsbestimmungsrecht ist ja nur ein kleiner Teil des Sorgerechts und hat im Grunde sehr wenig Auswirkung, außer Deine Ex will mit den Kindern umziehen. Solltest du dieses Gefühl haben, dann unbedingt dagegen angehen. Man sieht doch schon, dass wieder mal Müll erzählt wird, nur um etwas zu erreichen, was bei gemeinsamen Sorgerecht nicht erlaubt ist.
    Die Frage ist, was lässt sich dagegen tun, und da fällt mir eigentlich nichts gescheites ein. Einfach mal nach Aufenthaltsbestimmungsrecht googeln, kopieren und der Schule vorlegen (unbedingt Beistand mitnehmen), damit ähnliches in Zukunft unterbleibt. Hinterher gegen diese Untersuchung angehen, auch wenn du völlig im Recht bist, dürfte verlorene Zeit sein. Das Gericht will sich wohl nur aus der Verantwortung ziehen in Bezug auf das Gutachten. Vielleicht mal googeln ob es mit dieser Dame schon mal Ärger gab. Es gibt im Netz auch einige Vorschläge zum Umgang mit Gutachter und Jugendamt. So schlecht war die Ablehnung der Gutachterin nicht, denn bei ihr wären die Chancen sowieso nicht optimal. Ähnliche Probleme hatte ich auch vor einiger Zeit mit Gutachten usw. Insgesamt ist das eine Gratwanderung auf höchster Ebene, insbesondere für Alleinerziehende Männer. Es steckt noch viel zu tief in den Knochen, dass Kindererziehung Frauenangelegenheit ist. Wie das Ganze ausgeht liegt nicht an Deiner Leistung, sondern daran wie Du das Jugendamt bzw. Gutachter auf deine Seite ziehen kannst. Nicht der Richter entscheidet, sondern Jugendamt und Gutachten. Und gerade diese haben wohl Narrenfreiheit in ihrem Handeln.
    Versuche einfach so gut es geht einen klaren Kopf zu bekommen, deine Emotionen abzulegen. Es ist leicht gesagt, ich weiß. Mache jeden Tag Notizen über die Sachlage. Suche eine erfahrene Frau nicht für Dich, sondern als Beistand für Schule, Gutachten, Jugendamt und lege schriftlich und höflich alles vor was Dir seltsam vorkommt.

    Gruß Joseph

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