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Dieses Thema enthält 1 Antwort und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Michael-Strerath vor 5 Jahre, 7 Monate.

Familie des toten Babys wurde betreut


  • Redaktion
    Moderator
    Redaktion

    Das Jugendamt war mit der Causa betraut. Wie genau wurde hingeschaut? Der Vater ist in Haft.
    Ein „Fall Luca“ darf sich nie wiederholen, hieß es im Jahr 2007, als der 17 Monate alte Luca-Elias an den ihm zugefügten Verletzungen starb. Es handelte sich um sexuellen Missbrauch eines Unmündigen mit Todesfolge. weiterlesen…

    Quelle: kurier.at – 17.03.2015 – Thomas Martinz


  • Michael-Strerath
    Moderator
    Michael-Strerath

    Die deutschen Jugendämter sind personell unterbesetzt. Das wird in Österreich
    nicht anders sein. Schon lange kann keine Beratungsarbeit mit Eltern durch
    Sozialpädagogen des Jugendamtes ordentlich durchgeführt werden, sondern
    diese Aufgabe wird zunehmend an privaten Organisationen delegiert. Dadurch verlieren
    die Jugendämter häufig den Überblick. Hier ist die Politik gefragt, Jugendämter personell
    aufzustocken. Früher in der Dorfgemeinschaft gab es oft noch eine soziale Kontrolle
    durch Mitmenschen aus der Nachbarschaft.
    In den Großstädten gibt es so etwas weniger ausgeprägt. Weil dem so ist, bemüht sich die
    Politik für eine stärkere Vernetzung von Polizei, Gesundheitsämter, Schule und Jugendamt.
    Über jedes Neugeborene soll eine Akte angelegt werden und Hausbesuche sollen stattfinden.
    Bereits vor der Geburt wird man noch intensiver als bisher schauen, ob für das Kind keine
    Gefahr droht durch die Mutter und dem Vater. Auch sollen zukünftig bestimmte Daten der
    Eltern bei der Polizei abgefragt werden zum Schutze des Kindes. Da wird sich einiges
    ändern. Dadurch erhofft man sich, schon weit im Vorfeld die Gefahren für Kinder zu reduzieren.

    Immer wieder wird von den Bürgern gefragt, warum das Jugendamt nicht stärker tätig werden
    könnte. Doch das tut es ja. So sind die In-Obhutnahmen, also das Herausnehmen der Kinder
    aus Problemfamilien immer mehr geworden. Im letzten Jahr ca. 45 Tausend mal geschah dieses.
    Dabei wird zumeist vorher gesehen, ob sich eine Heimeinweisung vermeiden lässt.
    Siehe auch hier zum Thema:
    http://www.t-online.de/eltern/familie/id_68139538/inobhutnahme-durch-jugendamt-zahlen-steigen-rasant.html

    Dipl.-Päd., Dipl. Soz.-Päd. Michael Strerath
    Erziehungswissenschaftler und Sozialpädagoge
    -Experte für Erziehung und Soziales
    -Krisenintervention für Kinder und Jugendliche in Not

    Liebe, Arbeit und Wissen sind die Quellen unseres
    Daseins. Sie sollen es auch regieren.
    ( Wilhelm Reich, Psychoanalytiker )

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