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Angst vorm Jugendamt


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    #1 Angst vorm Jugendamt in Jugendamt
    04.09.2015 12:28
    von Mela80

    Hallo an Alle!

    Um mich kurz zu fassen, da es etwas kompliziert ist:

    Ich bin Mutter von 2 Mädchen (Kleinkinder), geboren in Deutschland, aufgewachsen mit serbischer Staatsbürgerschaft. Mein Ehemann ebenfalls.
    Unsere Kinder haben die deutsche, wie üblich, da sie in Deutschland geboren sind.
    Es ist nur zu vermuten das einer unserer Nachbarn im Hause dem Jugendamt falschaussagen von uns gegeben hat, daß bei uns unmögliches passiert, darunter auch Gewalt durch meinen Mann… Kurz danach meldete sich das Jugendamt bei uns… Wir hatten uns erschrocken über die ganzen Vorwürfe.

    So, das ist jetzt knapp ein Jahr her, seit dem ist das Jugendamt ständig wachsam und verfolgt uns regelrecht. Obwohl die keine einzigen Anzeichen von den ganzen Vorwürfen gesehen, bewiesen oder der gleichen hatten. Doch die werfen uns das trotzdem vor.

    Das schlimme dabei ist, seit dem das JA bei uns war, haben wir zu Hause tatsächlich Probleme. Keine Gewalt! Aber wir streiten, sind nervös, weinen, Angstzustände und können was das schlimmste ist gar nicht mehr klar denken!!!! Die wollen uns zu psychologen schicken, wollen die Konder öfters sehen. Wir wissen nicht mehr weiter, wirklich!!!

    Zufällig haben wir im Urlaub (hat uns gut getan) von einigen Bekannten die auch in Bayern leben gehört, daß JA sei da Gnadenlos und wir wären nur Nummern für die, keine Menschen und denen sei nur Interessant Kinder in Obhut zu nehmen. Die denken sich Geschichten aus lügen usw… Machen psychisch die Eltern kaputt, und das machen die absichtlich!
    Zudem hat man uns den Tipp gegeben, den Kindern die serbische Staatsbürgerschaft zu machen und die deutsche dann zu löschen. Da das JA danach nicht mehr so Krass drauf wäre und wir auch dann „erlöst“ seien. Sprich mot anderen Worten, nur die „deutschen“ Kinder seien in Gefahr in Obhut genommen zu werden… Hört sich zwar Dumm an, hat für mich jedoch Sinn, da ich als Grund dann nennen könnte, wir möchten auswandern, und kein Mensch kann uns das verbieten! Oder?

    Jedenfalls ist es so schlimm geworden, der ganze Druck dr auf uns lastet. Wir sind gute Elten und wollen das auch für unsere Kinder bleiben. Wir sind am Boden zerstört und auch vom Staat und Amt sehr Empört was man mit uns und den Kindern macht.

    Bitte helt uns, wer sich damit auskennt… Ich bitte um holfreiche Ratschläge! Wir verlieren uns total und können nicht mehr klar denken. Jedoch haben wir Kraft für unsere Kinder zu kämpfen!

    Danke vorab an Alle die helfen können!!!

    Danke!!

    #2 RE: Angst vorm Jugendamt in Jugendamt
    05.09.2015 00:37
    von Fiete2

    Hallo Mela,
    „Angst essen Seele auf“, so hieß mal ein Film, in dem es um die Folgen von berechtigten und eingeredeten Ängsten ging.
    Es macht keinen Sinn in Panik zu geraten und sich in irrationale Reaktionen zu flüchten.
    Der Reihe nach.
    Zunächst wäre es gut, wenn Du ein wenig sachlicher schreibst. Nach Deinem erstens Satz nahm ich an, Eure Kinder wären serbische Staatsbürger.
    Nach dem zweiten dachte, sie könnten auch zwei Staatsbürgerschaften haben.
    Einige Absätze weiter unten wurde dann endlich aber klar, daß sie nur die deutsche besitzen.
    Was genau in Eurem Fall geschehen ist, kann man nicht so recht ersehen.
    Das einzige was klar wird ist, daß Ihr vor Angst schon an jedes Gerücht glaubt, aber noch praktisch gar nichts über die tatsächlichen Verhältnisse und Praktiken im Jugendamtsgeschäft wisst.
    Das legt die Befürchtung nahe, daß Ihr mit „Eurem“ Amt telefoniert, Euch persönlich mit dem Mitarbeitern unterhaltet, ohne auch nur zu ahnen, was davon in den Akten landet und was Ihr damit u.U. auslösen könnt.
    Das sollte sich schnellstens ändern!
    Sonst kann alles mögliche passieren.
    Zunächst solltet Ihr eine sachliche, chronologische Fallbeschreibung verfassen und darin auf rein subjektive Bewertungen verzichten. Die postet Ihr hier und dann kann man die Sache sicherlich etwas genauer einschätzen. Mit Flucht drohen solltet Ihr auf gar keinen Fall, das löst nämlich mit Pech eine ähnliche Reaktion aus, als wenn jemand neben einem aufgebrochenen Auto erwischt wird und Hals über Kopf wegläuft.

    Zitat“So, das ist jetzt knapp ein Jahr her, seit dem ist das Jugendamt ständig wachsam und verfolgt uns regelrecht.“

    Wie äußert sich das denn? Bekommt Ihr Briefe mit Einladungen, machen die JA-MA irgendwelche Überraschungsbesuche, oder was passiert sonst?
    Nebenbei gibt es „das Jugendamt“ nicht. Und auch nicht „die“.
    Es gibt in jeder Region ein Bürgermeister- o. Landratsamt und einer derer Abteilungen einen „sozialen Dienst“ ( AsD, RsD, KsD, oder wie auch immer diese Büros genannt werden ). Dazu je eine Barunterhaltsvorschusskasse, u.s.w..
    Und in diesen Büros sitzen Verwaltungsssachbearbeiter ohne besondere Kenntnnis, z.T. abgebrochene Soziologiestudenten mit Zeitverträgen, und halten sich für „Fachkräfte der Sozialarbeit“. Das sind sie aber i.d.R. ganz und gar nicht. V.dh. ist es logisch, daß einige davon, oft auf Einredungen von Kollegen und Vorgesetzten hin, gröbsten Müll veranstalten, weil sie meinen sich so beliebt machen zu können und ihre ohnehin schon fast beendete Karriere zu fördern.

    Zitat“Die wollen uns zu psychologen schicken, wollen die Konder öfters sehen.“

    Mela, es geht nicht darum was Du meinst was „die wollen“. Es geht darum was tatsächlich geschieht und womit man rechnen und entsprechend folgerichtig reagieren muß.
    Hat auch nur einer derjenigen, die von „dem JA“ sprechen, als wäre es ein personifiziertes „gnadenloses“ Monster, Euch mal den ruhigen Tipp gegeben, mal Akteneinsicht zu nehmen? Ich befürchte nein. Das ist aber das erste was man tun sollte, wenn man gerüchtehalber von irgendwelchen Beschuldigungen hört. Ihr müßt doch wissen, was da läuft.
    Wenn Euch jemand erzählt, Ihr könntet einfach die Staatsbürgerschaft der Kinder wechseln und dann würden die JA-MA wie an einem Schutzschirm abprallen, dann ist das einfach nur Unsinn, noch dazu brandgefährlicher.
    Natürlich kann es Euch normalerweise niemand verbieten auszuwandern. Aber wenn das als Flucht gewertet wird und man meint, die Kinder vor Euch schützen zu müssen, Ihr Euch tatsächlich noch in D. aufhaltet, ist das die deutlichste Provokation, die Ihr begehen könnt, um eine Inobhutnahme geradezu aktiv auszulösen.
    Du hast einen Computer mit Internetanschluss und bist hier im Forum gelandet. Also nutze diese Fähigkeit und lies mal ein wenig, was die User schreiben. Google im Netz herum und schlage bei erfahrenen Leuten und Fachkräften nach, anstatt Dir irgendetwas einreden zu lassen.
    Hier erstmal ein paar Infos zur Fallbeschreibung:
    Wichtig! Chronologie eines Falles

    Nehmt Akteneinsicht und zwar mit rein schriftlicher und sehr höflicher und formeller Terminabsprache!
    Wenn ihr dorthin geht dann nur mit einem Beistand nach §13 SGB X. Und nehmt einen Flachbettscanner, oder eine Digitalkamera mit und kopiert Euch die Akte und zwar komplett.Infos:
    Beistand, Zeugen, Bevollmächtigte u.ä.
    Legt selbst eine blitzsaubere Akte an und nutzt die klug. Vermeidet persönliche Kontakte mit JA-MA und von ihnen beauftragten Leuten soweit das möglich ist. Wenn irgendwer bei Euch klingelt, habt Ihr gerade keine Zeit und fragt als erstes warum man keinen Termin mit Euch vereinbart hat, dann wäret Ihr doch zum Amt hingekommen ( natürlich mit Eurem Beistand ).
    Und lest mal in den Beiträgen der letzten Zeit ( so etwa ab Anfang August sollte eigentlich reichen ), hier nach, wie man sich ratsamerweise verhalten sollte, wenn man mit einem JA zu tun hat.

    Und als allererstes atmet mal ganz tief durch und beruhigt Euch.
    Lasst Euch nicht kirre machen.

    Gruß……Fiete
    Respekt immer!
    Angst nie!

    #3 RE: Angst vorm Jugendamt in Jugendamt
    05.09.2015 08:52
    von Mela80

    Guten Morgen Fiete,

    Vielen, sehr vielen Dank für Deine Antworten!

    Mir ist klar daß ich total durcheinander geschrieben habe, wahrscheinlich aus Nervosität und Angst, was auch jetzt gerade der Fall ist.

    Stimmt, nur unsere Kinder haben die deutsche Staatsbürgerschaft, wir die Serbische mit unbefristeter Aufenthaltserlaubnis bzw Niederlassungserlaubnis.

    Nach der Reihe nach:

    Das wir Akteneinsicht gesucht haben, weil wir wissen wollten, was genau darin alles steht hat man uns strikt verweigert.

    Mit dem Jugendamt meinte ich Mitarbeiter (Sozialpädagogen) direkt vom Amt.

    Zu Psychologen wurden wir geschickt, weil wir im Gespräch damals beim JA Deren Einsicht als „zerstreut“ und als Ehepaar eine „Paartherapie“ machen sollten/müssten. In unseren Augen ein totaler Schwachsinn! Doch wir waren wirklich aufgelöst als wir im Gespräch bei denen waren, doch nur aus dem Grund weil wir Angst hatten und wir schreckliches uns alles gedacht hatten.

    Zudem kommt noch was ich vergessen hatte zu schreiben, die möchten das wir eine „Erziehungshilfe“ von einem kath. Verein annehmen. Wir deppen haben unterschrieben, da wir uns nichts dabei dachten. Wir sind ja gute Eltern und haben nichts zu verbergen bzw keine Angst das die jetzt etwas schlimmes „sehen“… Doch ich habe mittlerweile ein schlechtes Gewissen… Wieso auch immer??

    Was unsere Nachbarn anbetrifft, ist das wtwas kompliziert zu erklären. Ich bitte Dich auch darum mich nicht falsch zu verstehen!
    In unserem Wohngebäude leben außer uns ausschließlich nur Deutsche. Es ist ruhig und jeder ist auf seine Art zurückgezogen!

    Wir sind die einzigen „Ausländer“, haben sehr oft Besuch, Lachen, Feiern Geburtstage… Kurz gesagt, wir sind lauter als manchen das Recht wäre!!!
    Wir können uns auch nicht ausmalen wer das gewesen sein könnte, da wir mit allen immer noch auf „Hallo“ und „Guten Morgen“ usw sind!! Doch wir sind vorsichtig!!

    Nun zur Staatsbürgerschaft:
    Wir möchten nicht auswandern!
    Wir haben das Recht (beim serb. Konzulat schon gefragt) für unsere Kinder deren Staatsbürgerschaft zu nehmen, ohne das es das deutsche Amt mit bekommt. Wenn die serbische Staatsbürgerschaft dann fertig für die Kids ist (ca 2-3 Monate) würden wir zum Verwaltungsamt gehen und dann die Deutsche für die Kinder dann löschen!

    Wir als weiterhin noch Erziehungsberechtigte haben doch ein Recht dazu!!

    Und meine Frage ist eben noch weiter hin: einfach so können die uns dann nicht unter Druck setzen, da wir dann eben sagen können (als Beispiel) : was wollt Ihr denn, lasst uns in Ruhe… Oder was auch immer…

    Ps… Die Kinder haben oder hätten dann auch weiterhin das Recht in Deutschland zu leben, da wir eben mitbekommen haben, die JÄ sind fixiert auf Deutsche Kinder! So blöd sich das auch anhören mag… sorry!!

    Und das alles würden wir nur machen ohne das die das mitbekommen!!!
    Weiterhin zu deren Terminen gehen, jedoch würden wir Zeugen nehmen. Zum Beispiel Familienmitglieder, aber das denen nicht sagen!

    Vorab vielen Dank Fete für das Lesen und Antworten….

    Mir läuft es jeden TAG kalt den Rücken herunter wenn ich an sie denke, und das jeden TAG!!

    VG

    #4 RE: Angst vorm Jugendamt in Jugendamt
    06.09.2015 21:06
    von Fiete2

    Hallo Mela,
    ich habe den Eindruck, daß Euch von mehr als einer Seite jede Menge subjektive Dinge erzählt werden, die einfach nicht funktionieren.
    Wenn jemand Euch sagt, daß „die“ auf deutsche Kinder „fixiert“ sind, dann frage Dich Dich wer denn bitte „die“ sein sollen.
    Ich vermute mal, da hat jemand, irgendwo im Netz ein Gerücht gelesen und gibt es Euch als Tatsache weiter, ohne davon Ahnung zu haben.
    Jede Wette, daß derjenige, der Euch das erzählt hat, die für Euch zuständigen Mitarbeiter und deren persönliche Vorlieben überhaupt nicht kennt.
    Schon allein der Ansicht zu sein, daß Ihr die Staatsbürgerschaft der Kinder wechseln könntet und niemand würde das im Falle einer Inobhutnahme bemerken, ist ja vollkommen unsinnig. selbstverständlich würde das Gericht das sofort erfahren, woraufhin man logischerweise davon ausgehen würde ( und zwar glatt zurecht ), daß ihr die Kinder dem deutschen Rechtssystem entziehen wollt, was dann ( ebenfalls logischerweise ) Eure Position im Verfahren deutlich verschlechtern würde ( Fluchtgefahr ).
    Und vorher würde es ( ebenfalls logischerweise ) niemanden interessieren, da es ja nicht bekannt wäre.
    Was soll das also?

    Versucht lieber seriöse Infos zu bekommen und beachtet die auch unbedingt!

    Ich denke, Ihr braucht ganz direkte Unterstützung vor Ort, da Euer Wissensstand so unvollständig ist, daß Ihr anders keine Chance habt. Die Tatsache, daß Ihr noch keine Akteneinsicht nehmen konntet, legt den Schluss nahe. Man spielt geradezu mit Euch.

    Es sind Eure Akten und Ihr habt das unverbrüchliche Recht, diese einzusehen und vollständige Kopien oder Abschriften davon zu bekommen. Das ist beim Verwaltungsgericht einklagbar.

    Ich empfehle Euch also dringend, Euch einer Selbsthilfegruppe erfahrener Betroffener und Unterstützer anzuschließen. Und zwar möglichst in gut erreichbarerer Nähe Eures Wohnorts.

    Und lest Euch die von mir verlinkten Infos genau durch.

    Zitat“Weiterhin zu deren Terminen gehen, jedoch würden wir Zeugen nehmen. Zum Beispiel Familienmitglieder, aber das denen nicht sagen! “

    ( Nachdem mir der Kommentar eben abgestürzt ist, schreibe ich ihn nicht nochmal komplett neu, dazu war er einfach zu lang, sondern beschränke mich auf ein paar zusammengefasste Stichpunkte ).

    – Macht eine chronologische, sachliche, möglichst knappe, aber unbedingt alles wesentliche enthaltende, Fallbeschreibung, ggf. lasst Euch dabei von jemandem helfen. Das ist Euer wichtigstes Werkzeug überhaupt, um potentielle Unterstützer möglichst schnell und umfassend in Kenntnis des Falles zu setzen!
    Wichtig! Chronologie eines Falles
    Macht mit dieser Fallbeschreibung, sobald sie einigermaßen fertig ist, hier einen neuen Thread unter einem aussagekräftigen Namen auf.
    Zitiert darin den Schriftverkehr korrekt und lasst Eure emotionalen Interpretationen weg, die mit Pech reine Falschinfos sind.
    Siehe hier:

    Zitat“Zu Psychologen wurden wir geschickt, weil wir im Gespräch damals beim JA Deren Einsicht als „zerstreut“ und als Ehepaar eine „Paartherapie“ machen sollten/müssten. In unseren Augen ein totaler Schwachsinn! Doch wir waren wirklich aufgelöst als wir im Gespräch bei denen waren, doch nur aus dem Grund weil wir Angst hatten und wir schreckliches uns alles gedacht hatten.“

    Niemand hat Euch irgendwo „hingeschickt“, sondern es wurde Euch in einem Beratungs- o. Hilfeplangespräch eine Paartherapie zu beantragen empfohlen, nicht mehr und nicht weniger. Und Ihr habt die daraufhin beantragt! Mit welcher Begründung ein Verdacht einer psychologisch zu bearbeitenden Störung aufgetreten ist, sollte aus den Akten, oder dem Schriftverkehr ( normalerweise aus beidem ) ersichtlich sein. Zitiert das wörtlich! Und nur anhand dieser Begründung lässt sich diese „Hilfe“ auch wieder einstellen, resp. beenden. Sei es weil sie zwischenzeitlich als erledigt zu betrachten ist, weil Ihr privat eine bessere Hilfe bei einem unabhängigen Anbieter gefunden habt, oder warum auch immer.
    Eine Therapie setzt z.B. einen diagnostischen Vorlauf voraus, sonst ist sie i.d.R. unsinnig. Ein Sachbearbeiter eines JA ist aber zu keinerlei Diagnostik befugt, kann also auch keine fachgerechte Einschätzung zur Notwendigkeit einer Therapie abliefern.
    Das gleiche gilt natürlich auch für die sog. „Erziehungshilfe“.
    Selbstverständlich habt Ihr etwas zu verbergen, nämlich Euer gesamtes Privatleben, das niemanden etwas angeht. Und genauso selbstverständlich habt Ihr alle guten Gründe zu befürchten, daß die Mitarbeiter eines Kooperationspartners des JA irgendetwas „schlimmes sehen“ wollen, da ihr Geschäft davon abhängig ist.

    – Vermeidet ab sofort jedes Telefongespräch und jeden persönlichen Kontakt mit allem Fallbeteiligten und Mitwirkenden, soweit das überhaupt möglich ist.

    – Sucht Euch kompetente Unterstützer vor Ort, in möglichst gut erreichbarer Nähe. Also vermutlich eine Selbsthilfegruppe erfahrener Betroffener und Unterstützer. Dort besprecht Ihr die akuten Fallentwicklungen ( z.B. anhand Eurer Akten ) und dort findet Ihr ggf. auch Beistände.

    – Sollten persönliche Gespräche unvermeidbar sein, zieht Euren Beistand nach §13 SGB X hinzu und sorgt ( wie auch immer, das ist Euch überlassen ) für ein im wesentlichen wortgenaues Protokoll, das nach Verfassung sofort von Euch und Eurem Beistand per eidesstattlicher Versicherung glaubhaft gemacht wird. Irgendwelche „Zeugen“ werden von den Institutionen nicht zugelassen und Familienangehörige sind zwar zulässig, gelten aber automatisch als befangen, sind also ziemlich ungeeignet.
    Beistand, Zeugen, Bevollmächtigte u.ä.
    Eidestattliche Versicherungen/Glaubhaftmachung

    – Legt eine saubere Akte an, deren Inhalt nur Euch etwas angeht.

    – Vereinbart ( schriftlich und höflich ) vollständige Akteneinsicht, klagt sie notfalls beim Verwaltungsgericht ein.

    – Vergesst die wilden Gerüchte über die angeblichen Vorlieben Eurer JA-MA bezüglich der Nationalität der am liebsten geklauen Kinder, das ist grober Unfug!
    Jedes Kind in D., völlig egal welcher Nationalität, muß jederzeit in Obhut genommen werden können ( und das ist sogar gut und richtig ). Dazu gibt es eine unzweifelhafte Rechts- und Gesetzesbasis! Jede Form der ausnahmsweisen Inobhutnahme im Vorgriff auf eine sicher zu erwartende gerichtliche Entscheidung setzt IMMER „Gefahr im Verzuge“ voraus, ist also von der Staatsangehörigkeit vollkommen unabhängig!

    – Lasst die bekannten und völlig amateurhaften Tricksereiversuche sein, denn sie sind als Begründung für eine Inobhutnahme geeignet, machen also alles nur noch viel schlimmer, als es sowieso schon ist!
    Und der seltsame Glaube, „die“ ( also i.d.R. das Amtsgericht/Familiengericht ) würden es irgendwie „nicht merken“, welche Staatsbürgerschaft ein Kind hat, ist absolut wirr.

    – Und lest Euch hier mal ein wenig ein. Dieses Forum hat ganz oben in der Menüleiste eine Suchfunktion, wo Ihr nach Eingabe eines Schlagwortes ( bspw. „Gedächtnisprotokoll“ ) eine Liste der Beiträge erhaltet, in denen es vorkommt.
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    Gruß…….Fiete
    Respekt immer!
    Angst nie!

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