Wenn Väter um Kinder kämpfen

Ein Kölner Netzwerk hilft Männern, die von ihrer Familie getrennt leben
Der Selbstmord des Vaters, der jüngst seinen Sohn in einem Kölner Baggersee mit in den Tod nahm, wirft Fragen auf. Vor allem bei Vätern, die auch um das Sorge- oder für ihre Kinder kämpfen. Sie sind frustriert, haben resigniert und zeigen sich doch kämpferisch – die “entsorgten” Männer von “Väteraufbruch”, einem bundesweiten Netzwerk für getrennte Väter, die für einen geregelten mit ihren Kindern eine zum Teil jahrelange Prozedur auf sich nehmen.

Als sich die Kölner Gruppe in dieser Woche traf, war auch der Selbstmord Thema. “Warum bekam der Vater das nicht?”, fragten sich die rund 20 Männer, die zum Treffen nach Kalk kamen. Jeder von ihnen kennt den Kampf ums Kind in Auseinandersetzung mit dem Jugendamt.

Der Stelle war nach Angaben von Klaus-Peter Völlmecke vom Kölner Jugendamt der Fall des nun toten Vaters schon längere Zeit bekannt. Nachdem dieser anfangs kein großes Interesse an seinem Sohn gezeigt habe, soll sich dies im Lauf der Zeit verändert haben. “Der Vater stellte einen Antrag auf Sorgerecht. Dem konnten wir jedoch aus verschiedenen Gründen zunächst nicht stattgeben”, erklärt Völlmecke. Der Vater erhielt ein Umgangsrecht. Er durfte den Jungen sonntags morgens abholen und musste ihn bis zum Abend wieder nach Hause bringen. “Das lief bis zum besagten Tag gut”, sagt Völlmecke.

Die Männer bei “Väteraufbruch” haben ihre eigenen Erfahrungen mit Instanzen wie dem Jugendamt gemacht. “Wenn die Mutter nicht will, dass ich mein Kind sehe, sehe ich es auch nicht”, bringt es ein Vater auf den Punkt. Seinen Namen möchte er nicht nennen, weil er sonst lang erkämpfte kleine Erfolge wieder verlieren könnte.

Wenn die sich nicht einigen können, muss das eine Regelung finden. Der Richter verlässt sich dabei auf Aussagen von Gutachtern und Verfahrensbeiständen. Beide sollen klären, wo das Kind seinen Lebensmittelpunkt haben soll. Die Verfahrensbeistände werden vom als Vertreter der Kindsinteressen eingesetzt, Gutachter sollen das Verhältnis des getrennten Elternteils zu seinem Kind ergründen. Während Verfahrensbeistände kleine Kinder im Umgang mit den Eltern im häuslichen Umfeld beobachten sollen, berichtet ein Vater aus der Runde von anderen Erfahrungen. Es fand ein Treffen mit ihm und der Tochter in einem Café statt, sagt er. “Der Mutter werden zwei Treffen eingeräumt.”

Hinzu kommt, dass Kinder sich zunehmend vom getrennt lebenden Elternteil entfremden. “Dies kann passieren, wenn ein Elternteil dies gezielt forciert. Dazu braucht es zunächst einen Loyalitätskonflikt des Kindes, der so angelegt ist, dass zum Beispiel ein Elternteil offen seine Wut vor dem Kind ausbreitet, oder subtil dem Kind zu verstehen gibt, keinen Kontakt des Kindes zum anderen Elternteil zu wollen”, erklärt Christopher Ankerstein, Vorsitzender des Kölner Netzwerkes “Väteraufbruch”. Die Kinder schalten diesen unerträglichen Konflikt seinen Angaben zufolge für sich aus, indem sie sich auf eine Seite schlagen und sich offensiv mit ablehnenden Äußerungen gegen das andere Elternteil stellen. Die Richter deuten diese unerkannte Manipulation dann als Kindeswillen.

Quelle: welt.de – 26. März 2010
Link zum Pressebericht: www .welt.de/die-welt/regionales/article6932757/Wenn-Vaeter-um-Kinder-kaempfen.html

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Ein Kommentar zu “Wenn Väter um Kinder kämpfen”

  1. Christian Mayer schrieb:

    der Sinnlose Kampf eines Vater um seine KINDER….
    zu viele Weibliche Personen im Amt der Jugendämter mitunter auch Frauen welche leider auf den falschen Mann bereits vor ihren Job trafen.Fazid
    Jeder Mann stellt in soll einer Frau bereits einen Potenzialen gegener
    mit dem es gilt fertig zu werden. Mitunter wird der Vorschub zu einen verbrechen verübt durch Behörte jugendamt akzeptiert.

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