Verzweifelter Vater: Ich hatte keine Chance
Mit großen, traurigen Augen sitzt Bernhard E. (Name geändert) da und erzählt von seinen Kindern, die er kaum noch sieht, von seiner Verzweiflung und seiner Wut auf die Behörden, kurz: seine ganz persönliche Geschichte.
Die beiden Töchter hat er zuletzt Ostern für ein paar Tage gesehen, davor ein halbes Jahr lang nicht. Ob er sie in den Sommerferien noch trifft, weiß er nicht. Seit der Scheidung der Eltern wohnen die Mädchen mehr als 500 Kilometer von ihrem alten Heimatort und von ihrem Vater entfernt. Die Eltern haben zwar das gemeinsame Sorgerecht, aber die Entfernung und das Verhalten der Mutter machen es laut Bernhard E. sehr schwer, den Kontakt zu pflegen. Sicher kein Einzelfall.
Rund 400000 Eheschließungen pro Jahr in Deutschland – rund 200000 Scheidungen, sagt die Statistik. Bei der Hälfte der Scheidungen sind minderjährige Kinder betroffen. Das gemeinsame Sorgerecht sollte die Regel sein, aber in vielen Fällen bekommt die Mutter das alleinige Sorgerecht zugesprochen. Dem geht in der Regel ein langer Streit zwischen den Eltern voraus, bei dem das Kind instrumentalisiert wird. Denn wer das Kind hat, hat die Macht – vor allem die Macht über die Gefühle des ehemaligen Partners.
Der wird dem Kind gegenüber oft „schlechtgeredet“, dem wird das Umgangsrecht erschwert oder sogar verweigert. Wenn die Kommunikation zwischen den Eltern zusammenbricht, entscheiden die Gerichte. Häufig zugunsten der Mutter, vor allem, wenn sie das Kind bisher überwiegend betreut hat.
Fünf Aktenordner bekunden den vier Jahre währenden Sorgerechtsstreit von Bernhard E. „Davon könnte man ein Buch schreiben“, erklärt der Vater. Er fühle sich wie ein „Hampelmann“, sagt er wütend. Die Mutter wollte mehr Geld, sonst sähe er die Kinder nie wieder. Er habe immer brav gezahlt, doch die Kinder entfremdeten sich ihm immer mehr. „Und das Jugendamt tut gar nichts“, kritisiert der Vater. „Was kann ich machen?“, habe er die zuständige Fachkraft immer wieder gefragt, aber er sei nur vertröstet worden. Bei seiner jüngsten Tochter habe der Kindergarten nach der Trennung Auffälligkeiten festgestellt und das Jugendamt eingeschaltet, berichtet der Vater. „Die Kleine hat immer sehr an mir gehangen“, sagt er leise. Mit Sprachstörung und Fingernägelknabbern habe sein Kind reagiert, besonders nach jedem zweiten Wochenende, wenn der Vater sein Umgangsrecht ausüben durfte und die Kinder bei sich hatte. Daraufhin habe seine Exfrau den Umgang unterbinden wollen. Der Besuch beim Vater schade dem Kind, meinte sie. Aber Bernhard E. glaubt, dass es die Verlustängste seiner Tochter waren. Doch niemand habe ihm zugehört. „Ich hatte keine Chance“, sagt der enttäuschte Vater und wettert: „Die Gesetze sind Müll!“ Das Gericht hat nach Anhörung der Töchter zwar entschieden, das gemeinsame Sorgerecht bestehen zu lassen. Er habe aber die Auflage bekommen, seine Tochter nicht mehr beim Abschied zu umarmen, weil das Kind danach immer geweint habe.
Fahrkarten nicht genutzt
Dann habe er vom einen auf den anderen Tag erfahren, dass seine Kinder mit der Mutter weit weggezogen waren. Jetzt könne er die Töchter nur noch in den Ferien sehen und fühle sich den Schikanen der Exfrau noch mehr ausgesetzt. Die Bahnfahrkarten, die er seinen Töchtern zu Weihnachten schickte, seien nicht genutzt worden. Wenn er seine Kinder am Telefon sprechen möchte, verweigere das die Mutter. Bernhard E. hat inzwischen eine neue Lebensgefährtin. Die ganze Situation belastet auch sie. Eine Lösung für sein Problem sieht er nicht. Wie ihm geht es vielen verzweifelten Vätern. Hilfe finden sie in Selbsthilfegruppen und Vereinen wie „Väter helfen Vätern“.
Quelle: neue-oz.de – 16.07.2010 – up Osnabrück
Link zum Pressebericht: www .neue-oz.de/information/noz_print/osnabruecker_land/17-lk-11-sorgerecht.html
























Dezember 14th, 2010 um 19:26
Ich finde man sollte den Staat, das Familiengericht verklagen denn hier fehlt es an Aufklärung der Väter und Männer bevor sie Kinder zeugen und Ehen eingehen was ihnen geschieht – bei Scheidung mit Kinder, dass sie auf einen Schlag über Nacht zahlende Sklaven und gedemütigt werden und keine Rechte mehr haben. Dass Väter zerbrechen, Kinder leiden und Mütter für ihre Tat als Helden aus den Gerichten gehen, armes Deutschland aber sich die Mäuler über andere Nationalitäten zerreißen wie schlecht es die Ehen da haben, man sollte nicht mit Steinen werfen wenn man im Glashaus sitzt. Das zum Thema Ehe und Wohl des Kindes.