Verein “Väteraufbruch” kritisiert Karlsruher Urteil

Die Initiative Väteraufbruch hat das Urteil von Karlsruhe zum kritisiert. Bei MDR INFO sagte der Mitorganisator Dietmar Nikolai Webel, die Rechtsposition der Väter werde nicht wesentlich gestärkt. Die Väter könnten für ihr nun vor gehen. Das werde zu einer Prozessflut führen. Das Urteil “produziert erheblichen Streit”.

Keine wirkliche Gleichstellung
Problematisch nannte es Webel, dass der Vater mit der Anerkennung seiner nicht automatisch das Sorgerecht zugesprochen bekomme. Die Probleme seien erst lösbar, “wenn man sich nicht mehr um das Sorgerecht streiten muss”. Mit dem jetzigen Urteil verbesserten sich die Chancen für die Väter nicht. “Der Richter würde ja fragen, warum kämpft der Vater gegen die Mutter vor Gericht? Was ist das für eine familiäre Situation?”

Wedel unterstützte den Lösungsvorschlag von Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Danach sollten ein zuerkannt bekommen. Webel fügte hinzu: “Wenn das der Mutter nicht gefällt, dann muss sie Widerspruch einlegen. Das wären moderne Eckpunkte für ein Gesetz. Das, was das Verfassungsgericht heute gemacht hat, ist rückwärtsgewandt und konservativ.”

Quelle: mdr.de – 03. August 2010
Link zum Pressebericht: www .mdr.de/nachrichten/7542780-hintergrund-7541821.html

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3 Kommentare zu “Verein “Väteraufbruch” kritisiert Karlsruher Urteil”

  1. F. Mahler schrieb:

    Die völlig überzogene Kritik auch mancher Eltern- u. Väterorganisationen grenzt an Unsinnigkeit.
    Man könnte spekulieren, daß politische Motive dahinterstecken, die vordergründigen Zielen, also der Arbeit für Kinder und ihre Eltern, entgegenstehen.
    Daß das Urteil noch viel Arbeit übrig läßt, bis das uneingeschränkte Recht der Kinder auf beide Eltern von Geburt an, sich auch in Deutschland durchsetzt, kann niemand ernsthaft anzweifeln wollen.
    Aber daß Herr Webel, als Vertreter des VAfK so kurzsichtig über das Urteil herzieht, ist kurios.
    Die zu erwartende, von einigen Medien präventiv bestrittene und von Jürgen Rudolph angekündigte Antragsflut, wird höchstens kurzfristig erhöhte Prozesszahlen mit sich bringen.
    Und das ist auch gut so. Es wird dadurch mehr öffentliches Bewußtsein und vermutlich auch einiges Nachdenken ausgelöst.
    Auch in JA und AG.
    Und das ist schon eine Menge Wert.
    Außerdem gibt es in Deutschland einige Richter, die gern zum Wohl des Kindes entschieden hätten und das bisher nicht konnten, weil die Mutter, zum Teil auf “anraten” des Jugendamtes, der Beratungsstellen, der Frauenhäuser, des VAM(V), u.s.w. gesagt hat: “Ich möchte das nicht”.
    Diesen Richtern ist jetzt die Möglichkeit dazu eröffnet.
    Und es gibt die oben beschriebenen Mütter, die jetzt sagen: “bevor es einen teuren Prozess gibt, in dem ich nur, entweder falsche Beschuldigungen erheben, oder eben zum Wohl des Kindes nachgeben könnte, werde ich kein alleiniges Sorgerecht beantragen ( was ja schon lange möglich ist ), sondern zum Wohl des Kindes mit dem Vater gemeinsam und einvernehmlich für das Kind eintreten.
    Auch jenen ist diese Möglichkeit jetzt ganz einfach gegeben.
    Daß Webel für ein von Leutheusser-Schnarrenberger favorisiertes zusätzliches Widerspruchsrecht der Mutter ( also ein Wiedereinsetzen des alten Vetorechtes durch die Hintertür nur eben vermutlich noch schlimmer ), eintritt, ist eine Väter- und Kinderfeindliche Grotesque.
    Dadurch würde der nächste Schritt, also das automatische Sorgerecht beider Eltern als Naturalrecht des Kindes, wie es praktisch weltweit Gang u. Gebe ist, vermutlich für sehr lange Zeit, ausgehebelt.
    Was er als rückwärtsgewandt und konservativ bezeichnet ist für viele Väter und Kinder ein Riesenschritt nach vorn und lässt weitere Möglichkeiten offen.
    Was er dagegen vorschlägt, sind eher zwei Schritte zurück!
    Und blockiert weitere Fortschritte!
    Ich wage zu bezweifeln, daß dieses Statement Webels Ergebnis einer offenen und fairen Diskussion ist.
    Auch andere ( zum Beispiel die Gruppe PAS-Eltern ) haben das Urteil hart kritisiert. M.E. z.T. zu hart.
    Aber dieser Kommentar Webels lässt den Verdacht aufkommen, das die Führungsebene des VAfK nicht mehr die Mitglieder Vertritt, sondern ein wie auch immer geartetes Interesse hat, jenen den Wind aus den Segeln zu nehmen, damit sie die, sich möglw. nur kurzfristig bietende Chance ( die Verschlimmbesserung wird kommen! ) nicht für ihre Kinder nutzen.

    Gruß F. Mahler

  2. vater schrieb:

    Man müßte diese Frauen vom Jugendamt alle endlassen.Das sind doch alles Männerhasser die schlagen ein ins Wort als wäre man der letzte Dreck .Sie geben den Müttern immer recht obwohl sie auch sesber wissen?
    Alles zum Wohl des Kindes.Da muss mann sich doch ernsthaft Fragen?
    Wo? Ein Vater der sich bekümmert um sein kind,bekommt vom Jugendamt eine volle Abfahrt,und das alles zum Wohl des Kindes.
    Danke an solche Männerhasser

  3. Christine Weiss schrieb:

    An Rechte der Väter zweifle ich schon lange!!!!
    Selbst wenn sie das gemeinsame Sorgerecht haben, ist es das definitiv nicht!
    Ich habe hier einen konkreten Fall, meinem Lebensgefährten wird vonm Jugendamt gesagt, das er zum Wohle des Kindes, an jedem Besuchswochenende die Füsse still halten soll und keine Probleme ausdiskutieren darf!!!!
    Ich habe kein Verständnis dafür, die Mutter rennt hin, heult sich ein wenig aus (Schauspielerisch) und schon bekommt sie Recht!!!
    Ich bin selbst Mutter und von meinem Mann getrennt, wir einigen uns ohne solch ein dubioses Amt und es geht auch! Ich verstehe nicht, warum es Frauen gibt, die das schamlos Ausnutzen, denn es ist ja wohl bekannt, dass sie immer Recht bekommen! Wo bleiben die Rechte der Väter???
    Haben sie nur Pflichten und müssen immer nur den Unterhalt zahlen????
    In was für einem Staat leben wir eigentlich, da wird mit zweierlei Maß gemessen! Väter haben doch auch das gleiche Recht wie Mütter, warum lässt sich das nicht durchsetzen, erklär mir das doch bitte mal einer! Warum gibt es solche Mütter und die einzigsten die das nicht sehen sind die Jugendämter mit ihren Dipl. Sozialarbeitern, die nach Schema F arbeiten!
    Ich bin wirklich entsetzt und maßlos erboßt über diese Ignoranz und Blindheit!
    Ich bin selbst Mutter und würde doch sowas meinen Kindern nicht antun, die sind nicht mein Eigentum, warum sieht sowas keiner, da wird gestritten drum, als wäre es ein Gegenstand, nur um persönliche Afinitäten durchzuboxen, egal wie und doch im Endeffekt auf Kosten der Kinder!
    Ist es wirklich zum “Wohle des Kindes” wenn sie den Kontakt zum Vater abbrechen, durch absurde Streitereien der Eltern???? Weil sie unter starkem Einfluss der Mutter leben, ich könnte das auch machen, jederzeit, das ist mir absolut Bewusst, aber auf welche Kosten???
    Nein, niemals, ich verurteile ein solches Verhalten aufs Schärfste, dafür muss ich mich als Frau Fremdschämen!!!!!!

    Vielleicht kann mir jemand einen Tipp für ein Forum geben an das sich mein Partner wenden kann, oder auch etwas was in die Öffentlichkeit geht, damit mal was getan wird!
    Ich wäre um jeden Tipp sehr dankbar!!!!

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