Umstritten und umworben: Computerspiele

die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) hat mit dem Titel ‘Umstritten und umworben: Computerspiele – eine Herausforderung für die Gesellschaft’
den zweiten Band ihrer Schriftenreihe mit dem VISTAS Verlag veröffentlicht.

Ziel der Herausgeber und Autoren ist es, ‘einen reflektierten mit dem vielschichtigen Thema der digitalen Spiele möglich zu machen. Denn Computerspiele sind – wie der Titel des Bandes schon andeutet – umstritten und umworben. Und: eine Herausforderung für die ganze Gesellschaft,’ so der Vorsitzende der KJM, Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring, in seinem Vorwort.

Zur wachsenden ökonomischen Bedeutung der Computerspiel-Branche kommt ihr in unserem Kulturkonzept ein hoher Stellenwert zu: Computerspiele werden heute als Kulturgut definiert und besonders intensiv von Kindern und Jugendlichen genutzt, da sind die Belange des Jugendmedienschutzes und der Medienpädagogik berührt sowie die Positionen der Politik und der Games-Anbieter gefragt.

Umstritten und umworben: Computerspiele -eine Herausforderung für die Gesellschaft
Computerspiele sind das jüngste und am schnellsten wachsende
Massenmedium. Die rasante Entwicklung in diesem Bereich,
besonders auf dem sehr dynamischen Markt der Onlinespiele,
stellt den Jugendschutz vor neue Herausforderungen.
Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM), die im Rahmen
ihrer Aufsicht über privaten Rundfunk und Telemedien auch für
Onlinespiele zuständig ist, nimmt sich dieser Herausforderung an.
Doch über die Auseinandersetzung mit dem problematischen Potenzial von Computerspielen sollte man die positiven Seiten dieses Mediums nicht aus den Augen verlieren.
Die KJM gibt – mit Hilfe unterschiedlicher Experten – in dem vorliegenden zweiten Band ihrer Schriftenreihe einen Überblick über die aktuelle Diskussion zum Thema. Dabei geht es neben jugendschutzrechtlichen Fragestellungen auch um Positionen aus Politik und Forschung.

‘Verantwortung wahrnehmen – Aufsicht gestalten’: unter dieses Motto hat die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) ihre Tätigkeit gestellt.
Die Beiträge in diesem ersten Band der KJM-Schriftenreihe verdeutlichen, wie gut das in den letzten Jahren gelungen ist. Diese positive Wahrnehmung der Arbeit der KJM ist um so erfreulicher, weil die Anfänge vor mehr als sechs Jahren alles andere als einfach waren.
Die KJM wurde zum 1. April 2003 durch den Staatsvertrag über den Schutz der Menschenwürde und den Jugendschutz in Rundfunk und Telemedien (Jugendmedienschutz-Staatsvertrag – JMStV) der Länder als zentrale Stelle für den Jugendschutz im privaten Rundfunk und in den Telemedien etabliert.
In den ersten sechs Jahren hat sich die KJM mit mehr als 3000 Fällen befasst, davon gut 600 im Rundfunk und über 2400 in den Telemedien. Dabei hat die KJM zu rund 1200 Indizierungsanträgen der Bundesprüfstelle eine Stellungnahme abgegeben und schließlich zu etwa 600 Internet-Angeboten selbst einen Antrag auf Indizierung gestellt.
Diese Zahlen verdeutlichen den beträchtlichen Umfang der Prüfverfahren – ein Umfang, der stetig wächst, denn mit zunehmender Konvergenz und Digitalisierung der Medienwelt steigt auch die Zahl der Prüfverfahren von Jahr zu Jahr.
Dass die KJM ihre Aufgaben so gut erfüllen kann, liegt nicht zuletzt an ihrer Organisation. Als Organ der Landesmedienanstalten besteht sie aus sechs Direktoren von Landesmedienanstalten, aus vier Mitgliedern, die von den obersten Landesbehörden für den Jugendschutz benannt werden, sowie zwei Mitgliedern, die die für den Jugendschutz zuständige oberste Bundesbehörde entsendet. Darüber hinaus hatte die Einrichtung der KJM auch die enge Verzahnung der mit dem Jugendschutz befassten Institutionen in Deutschland zum Ziel.
Diese Kooperation schafft Synergien, wie es sie in der Form vor der Neuausrichtung des Jugendmedienschutzsystems noch nicht gegeben hatte.
Alle Beteiligten bringen ihre spezifischen Kenntnisse und Kompetenzen ein, die maßgeblich zum Erfolg der Arbeit der KJM beitragen, mit einem gemeinsamen Ziel: einem besseren Jugendmedienschutz.
So heterogen wie die Zusammensetzung der KJM sind auch die Inhalte des vorliegenden Bandes der neuen KJM-Schriftenreihe. Mit den unterschiedlichsten Autoren und Themen wird die Bandbreite der Herausforderungen, die die KJM seit ihrer Gründung beschäftigt haben, verdeutlicht. Dabei wird die Arbeit der KJM aus unterschiedlichen Perspektiven – die nicht deckungsgleich mit der Meinung der KJM sein müssen – beleuchtet.
Die Beiträge der Autoren machen auch klar, dass die jugendschutz relevanten Themen, mit denen sich die KJM in Zukunft auseinandersetzen muss, immer vielfältiger werden. Vor allem die große Dynamik des Internets ,der mobilen Medien aber auch neue Sendeformate im Massenmedium Fernsehen, lassen die KJM weiterhin Pionierarbeit leisten.
Schwerpunkte ihrer Jugendschutz-Tätigkeit werden von nun an in den Folgebänden der KJM-Schriftenreihe dokumentiert. Die verlegerische Betreuung der KJM-Schriftenreihe durch den renommierten Berliner Medienverlag VISTAS ist Gewähr dafür, dass die Buchreihe einer größtmöglichen Öffentlichkeit bekannt und zugänglich gemacht wird.

Quelle: vistas.de – 12.04.2010 – VISTAS Verlag GmbH
Link zum Pressebericht: www .vistas.de/vistas/schriftenreihen_detail/Positionen_zum__Jugendmedienschutz_in_Deutschland/446/detail.html

www .vistas.de/vistas/schriftenreihen_detail/Umstritten_und_umworben:_Computerspiele_-__eine_Herausforderung_fuer_die_Gesellschaft/457/detail.html

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