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Die Bitterfotze

Montag, Juni 15th, 2009

Maria Sveland – Der Roman “Bitterfotze”
Wie eine schwedische Autorin auf dem Buchmarkt für Aufruhr sorgt.
Bitterfotze, das ist die Geschichte einer Frau und wie sie die Welt sieht. Die Autorin Maria Sveland hat mit ihrem Roman „Bitterfotze“ in Schweden einen Bestseller gelandet und bereits über 150.000 Exemplare verkauft. In Deutschland ist das Buch seit Februar 2009 erhältlich und sorgte bereits für rege Diskussionen.

Wer jetzt denken mag, das wäre nur ein weiteres Buch, das auf den Erfolg von Charlotte Roches „Feuchtgebiete“ aufspringen möchte, täuscht sich.

Denn abgesehen davon, dass Bitterfotze früher erschienen ist, werden in Maria Svelands Roman keine sexuellen Erlebnisse geschildert. Hauptperson ist die fast prüde erscheinende Sara, die allein erziehende und berufstätige Mutter einer zweijährigen Tochter. Der Vater hat sich kurz nach der Geburt des Kindes aus dem Staub gemacht. Sara entflieht dem dunklen, depressiv machenden Winter in Schweden und denkt auf Teneriffa über ihr Leben nach. Warum laufen Zweierbeziehungen falsch? Warum dominieren Männer immer noch die Gesellschaft? Verständlich, dass dabei eine Menge Wut entsteht. Und wie die Autorin erklärt, „eine Bitterfotze ist eine wütende Frau und das Gegenteil einer weiblichen Märtyrerin, sie leidet nicht still vor sich hin oder schluckt ihren Ärger herunter.“

Es ist auch kein Zufall, dass der Roman immer wieder Bezug auf das Buch „Angst vorm Fliegen“ von Erica Jong nimmt. Jener freizügige und feministische Kultroman, dessen Veröffentlichung 1973 in den USA den bis dahin spießigen und konservativen Literaturmarkt revolutionierte.

Und was Maria Sveland fordert, ist nichts anderes als eine Revolution: Im Gegensatz zu vielen Vorgängerinnen aber verlangt sie keine sexuelle Revolution, sondern eine grundlegende Gesellschaftsveränderung. Ihrer Auffassung nach gibt es immer noch keine echte Gleichberechtigung für Mann und Frau in einer modernen Gesellschaft. Es muss ein Ende haben, mit jenem wieder populärer gewordenen Bild der , das die Frau in die traditionelle Rolle Kind, Heim und Herd presst. Es ist an der Zeit, von Elternschaft zu sprechen, anstelle von oder , so die Autorin. Der Roman „Bitterfotze“ soll seinen Beitrag zu dieser Veränderung leisten.

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Quelle: zeitjung.de – 22.05.2009 – Von Markus Michalek
Link zum Pressebericht: www .zeitjung.de/ZEITGEFUEHL/artikel_detail,2941,Die-Bitterfotze.html

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