Recklinghausen Jugendamt
Jugendamt Recklinghausen
Rathausplatz 4
45657 Recklinghausen
Telefon: 0 23 61/50-21 81
Fax: 0 23 61/50-21 82
Leitung
Volker Hülsmann
Telefon: 0 23 61/50-21 80
Fax: 0 23 61/50-22 06
E-Mail: volker.huelsmann@recklinghausen.de
Öffentliche Träger der Jugendhilfe, Zentrale Verwaltungsaufgaben
Petra Dziatkowiak
Telefon: 0 23 61/50-22 48
E-Mail: petra.dziatkowiak@recklinghausen.de
Erziehungshilfen, Soziale Dienste, Sozialer Dienst, Adoption, Pflegekinder, WJH, Vormundschaft, Beistandschaft, UVG
Martina Schulze-Entrup
Telefon: 0 23 61/50-22 11
Fax: 0 23 61/50-21 82
E-Mail: martina.schulze-entrup@recklinghausen.de
Kinder- und Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit
Rainer Haase
Telefon: 0 23 61/50-22 26
Fax: 0 23 61/50-22 52
E-Mail: rainer.haase@recklinghausen.de
Städtische Tageseinrichtungen für Kinder
Ulrich Braun
Telefon: 0 23 61/50-22 32
Fax: 0 23 61/50-21 82
E-Mail: ulrich.braun@recklinghausen.de
Adoptionsvermittlungsstelle (gemeinsame Adoptionsvermittlungsstelle für Stadt Recklinghausen, Stadt Oer-Erkenschwick und Stadt Waltrop)
Ursel Greding
Telefon: 0 23 61/50-22 14
Fax: 0 23 61/50-21 82
E-Mail: ursel.greding@recklinghausen.de
Hast Du mit diesem Jugendamt Erfahrungen gesammelt? Dann nutze die Möglichkeit hier über Deine Erfahrungen zu schreiben.
























Oktober 12th, 2009 um 19:48
NEWSFLASH ZUM JUGENDAMT RECKLINGHAUSEN – 12.10.2009 – Neues Projekt “Bärenstark” – Das Jugendamt macht sich stark für Familien
Oft fehlt es in Familien an Grundlegendem. Mit Unterstützung lernen Eltern etwa, wie sie mit ihren Kindern spielen können. Und die Prävention macht sich bezahlt.
Wenn das Baby lacht, ist es glücklich – und seine Eltern meistens auch. Dazu braucht es gar nicht viel, ein in der Luft bewegtes Wattebäuschchen kann reichen. „Manche Familien wissen aber gar nicht mehr, mit welchen einfachen Materialien sie Spiele für ihre Kinder gestalten können”, sagt Martina Schulze-Entrup, bei der Stadtverwaltung für das Thema Erziehungshilfen zuständig. Der Fachbereich Kinder, Jugend und Familie hat deshalb sein Angebot an präventiven Maßnahmen um einen ganz praktischen Baustein erweitert.
„Bärenstark” heißt das Projekt, das sich an Eltern wendet, deren Kinder neun bis zwölf Monate alt sind. Schulze-Entrup: „Bärenstark ist ein Hausbesuchsprogramm. Einmal in der Woche kommt eine Mitarbeiterin für etwa 45 Minuten in die Familie, um mit den Eltern und ihrem Kind zu spielen. Sie bringt Spielsachen und Bilderbücher mit, aber vor allem Ideen: „Alltagsgegenstände sind wunderbar geeignet, um mit Kindern in diesem Alter die Welt zu entdecken und die Entwicklung der Kleinen zu fördern.”
Seit einigen Wochen läuft „Bärenstark”, neun Familien sind aktuell dabei. „Das läuft wirklich prima”, berichtet Angelika Lüneburg aus dem Fachbereich aus der Praxis. Für die Familien sei der regelmäßig Kontakt mit einer Mitarbeiterin des Jugendamtes – es werden übrigens noch „bärenstarke” Honorarkräfte mit passender Qualifikation gesucht – ein wichtiger Schlüssel zur Förderung des Kindes. Martina Schulze-Entrup verrät: „Wir haben uns dieses Projekt aus Holland abgeguckt. Das Ziel ist ganz einfach: Eltern sollen etwas mit ihren Kindern gemeinsam machen. Das dient beiden.” Solche Unterstützung ist allerdings auch immer öfter bitter nötig. Etwa zehn Prozent aller Familien, in denen Kinder aufwachsen, brauchen Unterstützung vom Jugendamt. Manche nur punktuell in einzelnen Lebensphasen – etwa im Trotzalter oder in der Pubertät – andere aber auch ständig. Dafür hat die Stadt ein dichtes Netz geknüpft. 90 Prozent aller betroffenen Familien erreicht sie mit den Neugeborenen-Besuchen, die es seit gut zwei Jahren gibt. Dabei erhalten die Eltern einen Wegweiser zu Hilfsangeboten und Ratgebern. Es folgen regelmäßige Elternbriefe, außerdem gibt es im Stadtgebietv vier sogenannte Kinderwagentreffs für junge Mütter.
Angebote wie diese sind in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. Warum? „Die Ursachen sind vielfältig. Dass mehrere Generationen einer Familie zusammenwohnen, ist die Ausnahme. Viele Kinder wachsen ohne Geschwister auf, auch die früher übliche intensive Verständigung in der Nachbarschaft fehlt. Wo beide Eltern berufstätig sind, gibt es wenig Zeit für Zuwendung”, analysiert Martina Schulze-Entrup. Und Angelika Lüneburg erlebt, dass manche Eltern sich zwar sehr um ihre Kinder bemühen, aber auch stark verunsichert sind: „Sie lesen einen Erziehungsberater nach dem anderen, wissen am Ende aber gar nicht mehr, woran sie sind.”
Insgesamt 80.000 Euro lässt sich die Stadt das breite Spektrum in Sachen Prävention kosten. Glänzend angelegtes Geld, wie Martina Schulze-Entrup meint: „Jede Familie, die dank solcher Unterstützung später keine Hilfe zur Erziehung benötigt, erspart uns viel höhere Ausgaben.” Ambulante Erziehungshilfe oder sogar Heimunterbringung verschlingen zusammen in diesem Jahr beinahe acht Millionen Euro.
Quelle: derwesten.de – 07.10.2009 – Von Ernst zur Nieden
Link zum Pressebericht: www .derwesten.de/nachrichten/staedte/recklinghausen/2009/10/7/news-136062511/detail.html