Kinder-Schicksale: Weniger Nachbarn schauen weg
Fragen ans Jugendamt: In welchen Fällen wird das Sorgerecht entzogen?
ANSBACH – Das Haus völlig vermüllt, der Boden übersät mit Dreck – der aktuelle Fall in Ansbach, bei dem den Eltern das Sorgerecht für vier von sechs Kindern entzogen wurde, ist Gesprächsthema über die Region hinaus. Wann wird das Sorgerecht überhaupt aberkannt? Frank Schmidt, Bereichsleiter im Jugendamt Nürnberg gab Auskunft.
«Warum hat das Jugendamt nicht schon längst gehandelt?«, dies ist ein Vorwurf, der Frank Schmidt in den unterschiedlichsten Fällen entgegenschlägt. «Einmal hätten wir zu spät reagiert, ein andermal sind wir diejenigen, die Eltern einfach ihre Kinder wegnehmen«, weiß er aus Erfahrung.
Ein Anruf bringt vieles ins Rollen
Im Detail zu erklären, was zu welcher Entscheidung geführt hat, ist dabei meist nicht möglich, da die Behörde Einzelheiten nicht nennen darf. Wie aber kommt es dazu, dass Eltern das Recht verlieren, für ihre Kinder zu sorgen. Schmidt, der mit dem aktuellen Fall in Ansbach nicht befasst ist, schildert den üblichen Vorgang. Dieser beginnt meist mit einem Anruf beim zuständigen Jugendamt.
Ein Nachbar hört ständig Kinder schreien. Oder stellt fest, dass der Junge nebenan auffällig oft Blessuren hat. In einigen Fällen bestätigt sich der Verdacht nicht, wenn das Jugendamt die Familie aufsucht. Meist haben es die Mitarbeiter des Jugendamtes mit Familien zu tun, die überfordert sind, sagt Schmidt. Hier greifen Hilfsangebote wie ein Elterntraining und die enge Zusammenarbeit mit dem Jugendamt.
Alkoholisierte Eltern
Besteht akute Gefahr, werden die Kinder sofort mitgenommen – auch ohne richterlichen Beschluss. Dies etwa, wenn die Eltern alkoholisiert und ein Säugling in der Wohnung oder im Haus sind. Um das Sorgerecht dauerhaft abzuerkennen, brauche es dann das Urteil des Gerichts. Im Schnitt drei bis sechs Monate vergehen, bis der Bescheid rechtskräftig ist. Die Eltern können dagegen Einspruch erheben.
Zahl der Meldungen verdoppelt
Im Fall Ansbach wurden die Nachbarn rechtzeitig aufmerksam – doch wie verbreitet ist die Wegschaumentalität? Schmidt sieht hier eine gute Entwicklung: In den vergangenen zwei Jahren habe sich die Zahl der Meldungen nahezu verdoppelt. Selten wollen Anrufer Rache am Ex-Partner nehmen oder Nachbarn denunzieren – meist handele es sich um begründeten Verdacht.
Schmidt weiß auch, warum die Bürger wieder genauer hinschauen: Der Fall Kevin in Bremen, bei dem 2006 ein zweijähriger Junge zu Tode geprügelt wurde, hat alle sensibilisiert.
Quelle: nn-online.de – 11.9.2009 – Von Rurik Schnackig
Link zum Pressebericht: www .nn-online.de/artikel.asp?art=1084287&kat=27&man=3
























Januar 4th, 2010 um 11:47
Wenn Nachbarn schauen
also mal ganz ehrlich, ich selbst bin Mutter von 4 Kindern, und musste mit ansehen, was passiert, wenn Nachbarn Dinge sehen, die gar nicht da sind.
Wir haben einen spielplatz vor der Türe und können Ihn nicht nutzen, da der Lärm der Kinder nicht zu ertragen wäre, und man hat uns im Sommer das Planschbecken der Kinder zerstochen.
Nachdem wir dann nicht mehr auf disem Spielplatz gegangen sind, hat man beim Jugendamt angerufen, das meine Kinder nur in der Wohnug wären, und ich sie ständig schlagen würde, was so nicht stimmt.
Meine Kinder sind von 8Uhr Morgens bis 16Uhr Nachmittags im Kiga gewesen, und zudem waren wir viel bei meiner Familie.
Und wenn meine Kinder dann mal etwas lauter waren, dann wurde bei uns geschellt, und man hat sich darüber beschwert, das man um 12Uhr Mittags nicht mehr schlafen könnte.
Das Ende vom Lied ist, das meine Kinder jetzt in Pflegefamilien leben, da das Jugendamt mehr auf Dorfkltsch gibt, als wie auf die Meinung der Eltern und Angehörigen.
Ganz ehrlich;
für mich ist das Jugendamt eine legale Stelle um kinderlosen Ehepaaren Kindern zu vermitteln, komme was wolle.