Schwabach Jugendamt



Jugendamt Schwabach

  Bahnhofstr. 6
  91126 Schwabach
  Telefon: 0 91 22/8 60-3 35
  Fax: 0 91 22/8 60-3 46

Leitung
Harald Hübner
Telefon: 0 91 22/8 60-2 23
Fax: 0 91 22/8 60-3 46
E-Mail: harald.huebner@schwabach.de

Familienunterstützender Dienst
Sonja Reichelt
Telefon: 0 91 22/8 60-3 99
Fax: 0 91 22/8 60-3 46
E-Mail: sonja.reichelt@schwabach.de

Adoptionen, Pflegekinderwesen
Eva Schneider
Telefon: 0 91 22/8 60-2 15
Fax: 0 91 22/8 60-3 46
E-Mail: eva.schneider@schwabach.de

Beistandschaften, Amtsvormundschaften, Kindertagesstätte
Dieter Gall
Telefon: 0 91 22/8 60-4 35
Fax: 0 91 22/8 60-3 46
E-Mail: dieter.gall@schwabach.de


Aldona Wunder
Telefon: 0 91 22/8 60-3 18
Fax: 0 91 22/8 60-3 46
E-Mail: aldona.wunder@schwabach.de

Wirtschaftliche Jugendhilfe
Martin Scholz
Telefon: 0 91 22/8 60-4 28
Fax: 0 91 22/8 60-3 46
E-Mail: martin.scholz@schwabach.de

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2 Kommentare zu “Schwabach Jugendamt”

  1. Redaktion schrieb:

    NEWSFLASH ZUM JUGENDAMT SCHWABACH – 18.08.2009 – Mutter war überfordert – Sarahs Halbgeschwister mussten in ein Heim – Mutter war überfordert
    Wegen Überforderung musste die mittlerweile 26-jährige Mutter der verhungerten Sarah ihre beiden ersten Kinder vor über vier Jahren in ein Heim abgeben. Dies bestätigte der Leiter des Schwabacher Jugendamtes, Harald Hübner, auf Anfrage unserer Zeitung. Inzwischen haben die Großeltern von Sarah einen Antrag zur Zulassung der Nebenklage gestellt. Am Sonntag soll für das verstorbene Mädchen eine Andacht in Thalmässing stattfinden.

    Angela R. hatte mit 16 ihr erstes Kind bekommen, mit 20 folgte das zweite. Sie lebte mit ihrem damaligen Mann in Schwabach. Das dortige Jugendamt schaltete sich ein, weil es immer wieder «erzieherische Probleme« gab. «Ein Jugendamt muss erst mal ambulante Maßnahmen ergreifen«, sagt Hübner und meint damit, dass die Familie zunächst vom Jugendamt betreut und unterstützt wurde. «Wenn es nicht mehr anders geht, dann kommt der nächste Schritt: die Fremdplatzierung.«

    Konkret heißt das: Vor über vier Jahren sah das Jugendamt keine andere Möglichkeit mehr als den Eltern das Sorgerecht für ihre Sprösslinge zu entziehen. «Verwahrlosung war damals nicht so das Problem«, meint Hübner. Die damals sechs und zwei Jahre alten Kinder wurden in einem Heim untergebracht, wo sie heute noch leben und vom Schwabacher Jugendamt betreut werden.

    Zu jener Zeit fand in der Familie ein Wechsel statt. Angela R. war wieder schwanger, trennte sich von ihrem Mann und lernte ihren zweiten Mann, Patrick R. kennen. Als der Umzug nach Thalmässing anstand, informierte das Jugendamt Schwabach die zuständigen Kollegen in Roth.

    Obwohl das Kind ja noch nicht geboren war, kam der Warnschuss aus Schwabach nach dem Motto «Passt auf, schaut da mal hin«, erklärt Hübner. Das Rother Jugendamt ging diesem Hinweis ernsthaft nach und betreute die Familie seit dem Jahreswechsel 2004/2005. Im Februar 2005 kam Dominik zur Welt. Ein Jahr später wurde Sarah geboren. Die Kinder zeigten zwar Entwicklungverzögerungen, doch deutete nach Angaben des Jugendamtes Roth bis zum letzten Kontakt Ende 2008 nichts auf eine eventuelle Verwahrlosung oder Vernachlässigung der Kinder hin.

    Nach wie vor ist unklar, was genau in der Familie passiert ist. Nach Angaben des Justizsprechers Thomas Koch hat der sich in Untersuchungshaft befindende Vater noch nicht ausgesagt. Die Mutter leidet an einer lebensbedrohlichen Erkrankung und konnte noch nicht vernommen werden. Derzeit laufen Vernehmungen im familiären Umfeld und im Bekanntenkreis.

    Großeltern wollen Aufklärung

    Sarahs Großeltern ließen über ihren Anwalt mitteilen, dass «sie größtes Interesse daran hätten, dass die Umstände, die zum Tode ihrer Enkelin führten, restlos aufgeklärt werden«. Sie haben vor dem Ermittlungsrichter ausgesagt und haben den Antrag zur Zulassung der Nebenklage gestellt. Ihre genauen Beweggründe sind bislang nicht bekannt. Die Anwaltskanzlei war bis Redaktionsschluss nicht mehr zu erreichen.

    Sarahs Halbbruder, der vierjährige Dominik, wohnt derzeit bei Sarahs Großeltern, den Eltern von Patrick R. Ihr Anwalt teilte mit, dass sie sich intensiv um den Buben kümmern und dieser wohlauf sei.

    Wie der Thalmässinger Pfarrer Frank Zimmer mitteilte, findet am Sonntag, 16. August, um 9 Uhr eine Trauerfeier in der St. Gotthard-Kirche statt. Anstelle des Hauptgottesdienstes wird es eine «Andacht der Stille« geben. Nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa ist noch nicht klar, wo der Leichnam des kleinen Mädchens, der inzwischen freigegeben wurde, beigesetzt wird.

    Quelle: roth-hilpoltsteiner-volkszeitung.de – 15.8.2009 – (ebo)
    Link zum Pressebericht: www .roth-hilpoltsteiner-volkszeitung.de/artikel.asp?art=1069918&kat=22

  2. Redaktion schrieb:

    NEWSFLASH ZUM JUGENDAMT SCHWABACH – 18.08.2009 – Verhungertes Mädchen – Haderthauer kritisiert Nachbarn
    Ein dreijähriges Mädchen verhungert – erst sieht niemand hin, danach wollen es viele vorher schon geahnt haben. Bayerns Sozialministerin kritisiert das scharf und nutzt das Thema zur Attacke auf Ulla Schmidt.
    Nach dem Hungertod der dreijährigen Sarah aus dem fränkischen Thalmässing hat die bayerische Familienministerin Christine Haderthauer die Nachbarn der Familie scharf kritisiert. Die CSU-Politikerin sagte zu FOCUS, jetzt plötzlich meldeten sich in den Medien Anwohner, ihnen sei ja schon immer alles seltsam vorgekommen, sie hätten sich gewundert, warum sie das Mädel nicht mehr sehen und so weiter. „Aber niemand stand zu seiner Verantwortung, dem Jugendamt rechtzeitig zu sagen: Könntet Ihr da mal bitte nachschauen, was da los ist. Das macht mich sehr traurig.“

    Zwar seien die Nachbarn natürlich nicht schuld an dem Verbrechen, doch eines müsse klar sein: „Familie und Kindeswohl sind nicht allein Privatsache, sondern gehen jeden an.“ Alle redeten von gesamtgesellschaftlicher Verantwortung und wüssten oft gar nicht, was das bedeute. „Nämlich: Jeder hat Verantwortung und muss sie wahrnehmen. Ein Jugendamt ist darauf angewiesen.“

    Mehr Hebammen, längere Betreuung
    Da insbesondere das Leben von sehr kleinen Kindern von familiärer Gewalt bedroht sei, fordert die Politikerin eine massive Ausweitung der Hilfen durch Hebammen. Diese sollten Familien künftig nicht nur acht Wochen, sondern bis zu sechs Monate zur Verfügung stehen. Haderthauer: „In dieser Phase besteht die Chance, Familien zu stabilisieren.“ Sie erwarte von Ulla Schmidt (SPD), dass sie Einfluss auf die Kassen nehme, den Leistungszeitraum zu verlängern. „Bislang hat sich die Bundesgesundheitsministerin beim Kinderschutz vornehm zurückgehalten“.

    Dabei sei dies zentraler Punkt der Kindergesundheit, für die sie schließlich zuständig sei. Sie glaube nicht, so die bayerische Familienministerin zu FOCUS, „dass Frau Schmidt das Thema am Herzen liegt“. Deshalb habe sie sich bemüht, wenigstens für Bayern eine Lösung zu bekommen. Und nach langen Bemühungen sei es gelungen, die AOK für einen entsprechenden Modellversuch in Nordbayern zu gewinnen.

    Quelle: focus.de – 15.08.2009 – im
    Link zum Pressebericht: www .focus.de/politik/deutschland/verhungertes-maedchen-haderthauer-kritisiert-nachbarn_aid_426409.html

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