Potsdam Jugendamt
Jugendamt Potsdam
Friedrich-Ebert-Str. 79/81
14469 Potsdam
Telefon: 03 31/2 89-22 51
Fax: 03 31/2 89-22 53
E-Mail: jugendamt@rathaus.potsdam.de
Leitung
Norbert Schweers
Telefon: 03 31/2 89-22 50
Fax: 03 31/2 89-22 53
Service (u. a. Haushalt, Automatisierte Datenverarbeitung)
Joachim Lentz
Telefon: 03 31/2 89-22 55
Zentrale Fachaufgaben, BAV, UVG, Pflegekinder
Dr. Anke Maiwald
Telefon: 03 31/2 89-22 70
Fax: 03 31/2 89-37 77
Regionale Kinder- und Jugendhilfe
Bärbel Stooß
Telefon: 03 31/2 89-22 95
Fax: 03 31/2 89-22 83
Außenstelle Galileistraße
Galileistr. 37
14480 Potsdam
Gudrun Kottler
Telefon: 03 31/2 89-43 04
Fax: 03 31/2 89-43 08
Außenstelle Ginsterweg
Ginsterweg 1 – 3
14478 Potsdam
Sabine Reisenweber
Telefon: 03 31/2 89-43 32
Fax: 03 31/2 89-43 30
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Juni 19th, 2009 um 09:13
NEWSFLASH ZUM JUGENDAMT POTSDAM – 19.06.2009 – Eltern werden freie Kitaplätze nicht per Internet reservieren können
Der letzte Klick wird fehlen. Eine Anmeldung oder gar die Reservierung für einen offenen Betreuungsplatz in einer Kindertagesstätte per Internet wird es weder während des Modell-Projektes noch später geben. Das sagte Jugendamtsleiter Norbert Schweers der MAZ. „Den Kita-Platz auszuwählen, ist eine sehr persönliche Sache“, so Schweers: „So etwas tut man nicht online.“ Bisherige Versuche hätten gezeigt, dass lediglich sieben Prozent der Eltern entsprechende Möglichkeiten genutzt hätten. Auch deshalb werde das System „in erster Linie Beratung“ sein.
Wenn der Jugendhilfeausschuss zustimmt, könnte der auf zweieinhalb Jahre angelegte Modellversuch noch im Oktober, spätestens jedoch mit dem Jahresbeginn 2010 starten. Von Beginn an sollen die Eltern dabei erkennen können, in welchen Kitas aktuell wie viele Plätze verfügbar sind. Verantwortlich für die Organisation wird die Kinderwelt GmbH sein. Dagegen regt sich Widerstand. Auf einer Konferenz der Kita-Träger im Jugendamt vor wenigen Tagen gab es massive Kritik. Eine Kita-Leiterin, die ungenannt bleiben will, sagt: „Bis dahin hatten wir überhaupt nichts zum Modellprojekt in der Hand. Viele Leiter fanden es problematisch, dass ein Träger den Versuch durchführt und dabei für die Darstellung seiner Konkurrenten verantwortlich sein soll.“ Die Kinderwelt GmbH betreibt in Groß Glienicke die „Villa Kunterbunt“ mit 40 und die Studentenwerk-Kita in Potsdam mit 60 Plätzen. Ihr Chef Gerald Siegert bemüht sie sich um eine Einrichtung „mit zehn Plätzen“ in Babelsberg.
Kita-Träger fürchten auch den Verlust an Souveränität bei der Platzvergabe. Siegert widerspricht: „Die Einrichtungen entscheiden selbst über die Aufnahme.“ Ziel der zentralisierten Vermittlung sei es, Doppelanmeldungen auszuschließen, die zu Wartelisten und Ablehnungen führten. Für die zitierte Kita-Chefin ist klar: „Im Jugendamt hat man keine Lust, sich mit frustrierten Eltern zu befassen. Man schiebt den Brecheimer einfach in eine andere Ecke.“
Quelle: maerkischeallgemeine.de – 19.06.2009 – Von Sebastian Scholze
Link zum Pressebericht: www .maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11540510/60709/Eltern-werden-freie-Kitaplaetze-nicht-per-Internet-reservieren.html
August 7th, 2009 um 11:00
NEWSFLASH ZUM JUGENDAMT POTSDAM – 07.08.2009 – Jugendamt muss sich verstärken – Zahl der Sozialarbeiter soll steigen / Verwaltung räumt „Arbeitsstau“ in Einzelfällen ein
Das Potsdamer Jugendamt benötigt „vermutlich“ mehr Sozialarbeiter. Allerdings ist noch unklar, wie viele neu eingestellt werden müssen. Das sagte gestern Potsdams Sozialdezernentin Elona Müller in Reaktion auf einen PNN-Bericht über den zunehmenden Arbeitsaufwand in der Jugendbehörde bei den Themen Kinder- und Jugendschutz. Die Zahlen dafür hatte die Antwort auf eine Anfrage der Wählergruppe Die Andere geliefert.
Wie gestern berichtet, muss das Jugendamt immer mehr Fällen nachgehen, bei denen Eltern nicht mehr allein für das Wohl ihres Kindes sorgen können und Hilfe benötigen. So hat das Jugendamt 2007 noch 55 Hilfen zur Erziehung gewährt, die Eltern zustehen, wenn sie in irgendeiner Form mit ihren Söhnen oder Töchtern überfordert sind. Vergangenes Jahr waren es 188 solcher gewährter Hilfen, um Gefahren für das Wohl von Kindern oder Jugendlichen zu begegnen. Dazu kamen mehrere Dutzend Fälle, in denen sich ein Verdacht auf Gefährdung nicht bestätigte. Als einen Grund für den Trend nannte Müller die steigende Zahl der Potsdamer, insbesondere bei jüngeren Einwohnern. Dazu komme eine höhere Sensibilität von Bürgern beim Thema Kinderschutz; aber auch das seit 2007 vom Jugendamt praktizierte Prinzip, mit einzelnen Teams über das Stadtgebiet verteilt zu arbeiten. „Wir werben bei den Leuten darum, sich bei uns zu melden, wenn sie das Gefühl haben, etwas ist nicht in Ordnung“, sagte Müller.
Doch offenbar stößt das Jugendamt inzwischen an personelle Grenzen. Denn selbst in Verdachtsfällen beginnt laut Verwaltung ein „aufwändiges“ Verfahren, weil immer zwei Sozialarbeiter zu Prüfbesuchen ausrücken und die Gespräche in den Familien später noch protokollieren und einschätzen müssen. So habe es in den vergangenen Monaten „in Einzelfällen“ einen „Arbeitsstau“ gegeben, räumte Potsdams Jugendhilfeplanerin Birgit Ukrow gestern ein. Gleichwohl seien akute Meldungen über mögliche Kindeswohlgefährdung von den laut Stellenplan zuständigen 8,6 Sozialarbeitern der Behörde immer noch am selben Tag überprüft worden – mit der Folge, dass andere Termine verschoben werden mussten.
Solche Situationen soll eine Studie zur Struktur des Jugendamts künftig besser vermeiden helfen. Die Ergebnisse dieser Analyse der Start gGmbH, der Kinderschutzfachstelle des Landes Brandenburg, sollen Ende dieses Monats feststehen – danach richtet sich laut Dezernentin Müller, ob es im Jugendamt neue Arbeitsabläufe gibt, aber auch die Zahl der Neueinstellungen. Sie sei „sicher“, dass bei Mehrkosten finanzielle Mittel im Haushalt der Stadt zur Verfügung stehen würden, sagte Müller.
Gleichzeitig betonte sie den Unterschied zwischen der steigenden Zahl von Kindeswohl-Fällen, in denen das Jugendamt hilft – und Fällen, in denen die Polizei wegen der Misshandlung von Kindern eingreift. Die Zahl solcher angezeigter Fälle sinkt seit 2007. Damals waren es laut Polizei 21, ein Jahr später gab es 15 Misshandlungen. Bis Mitte dieses Jahres sind 5 Fälle bekannt geworden. „Von diesen ist den Kollegen keiner als schwerwiegend in Erinnerung“, so eine Polizeisprecherin.
Quelle: pnn.de – 04.08.09 – HK
Link zum Pressebericht: www .pnn.de/potsdam/202669/