Lüneburg Jugendamt
Jugendamt Kreis Lüneburg
Auf dem Michaeliskloster 4
21335 Lüneburg
Telefon: 0 41 31/26-0
Fax: 0 41 31/26-23 70
Leitung
Karsten Zenker-Bruns
Telefon: 0 41 31/26-13 70
Fax: 0 41 31/26-23 70
E-Mail: karsten.zenker-bruns@landkreis.lueneburg.de
Jugendhilfe und Sport, ASD, PKD, JGH, WJH, Jugendarbeit, Kita
Karsten Zenker-Bruns
Telefon: 0 41 31/26-13 70
Fax: 0 41 31/26-23 70
E-Mail: karsten.zenker-bruns@landkreis.lueneburg.de
Jugend und Familie (mit Vormund- schaften, Beistandschaften, UVG)
Gudrun Müller
Telefon: 0 41 31/26-14 00
Fax: 0 41 31/26-24 00
E-Mail: gudrun.mueller@landkreis.lueneburg.de
Jugendamt Stadt Lüneburg
Am Ochsenmarkt
21335 Lüneburg
Telefon: 0 41 31/3 09-0
Fax: 0 41 31/3 09-5 90
Leitung
Eckhard Rödenbeck
Telefon: 0 41 31/3 09-3 18
Fax: 0 41 31/3 09-5 05
E-Mail: eckhard.roedenbeck@stadt.lueneburg.de
Regionalbereich Süd, West (ASD, WJH, BAV, UVG)
Jens Rumpel
Telefon: 0 41 31/3 09-3 03
Fax: 0 41 31/3 09-5 90
E-Mail: jens.rumpel@stadt.lueneburg.de
Regionalbereich Nord (ASD, WJH, BAV, UVG)
Angela Lütjohann
Telefon: 0 41 31/3 09-3 32
Fax: 0 41 31/3 09-5 90
E-Mail: angela.luetjohann@stadt.lueneburg.de
Regionalbereich Ost (ASD, WJH, BAV, UVG)
Joachim Bodendieck
Telefon: 0 41 31/3 09-9 34
Fax: 0 41 31/3 09-7 14
E-Mail: joachim.bodendieck@stadt.lueneburg.de
Kinder und Familie (Tagespflege, Kita)
Horst-Günter Kirch
Telefon: 0 41 31/3 09-3 48
Fax: 0 41 31/3 09-5 90
E-Mail: horst-guenter.kirch@stadt.lueneburg.de
Zentrale Dienste der Jugendhilfe (u. a. Pflegekinder, Adoption, Heime, JGH)
Marlies Otte
Telefon: 0 41 31/3 09-3 49
Fax: 0 41 31/3 09-5 90
E-Mail: marlis.otte@stadt.lueneburg.de
Wirtschaftliche Jugendhilfe
Rita Stödter
Telefon: 0 41 31/3 09-4 04
Fax: 0 41 31/3 09-5 90
E-Mail: rita.stoedter@stadt.lueneburg.de
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April 1st, 2009 um 10:36
NEWSFLASH ZUM JUGENDAMT LÜNEBURG – 01.04.09 – Jugendamt mit neuer Krisenintervention
Das Jugendamt der Hansestadt Lüneburg erprobt eine neue Form der Krisenintervention in Sachen Kinderschutz. In Teams setzen die Mitarbeiter zurzeit die Empfehlungen aus dem Lüneburg-Gutachten des Deutschen Jugendinstituts (DJI) um. Die Stadt hatte es in Auftrag gegeben, nachdem im Januar vergangenen Jahres auf dem Kreideberg eine 17-Jährige zu Hause ein Baby zur Welt und anschließend erstickt hatte.
Auch wenn die Verwaltung sich laut Sozialdezernent Peter Koch “nach sorgfältigster Prüfung keine Fehler oder Versäumnisse” in dem Fall vorzuwerfen habe, sollten die Abläufe im Jugendamt von externen Experten überprüft werden, um mögliche Schwachstellen und Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
So erarbeiten zurzeit drei Mitarbeiter des Jugendamts Arbeitshilfen zu einer standardisierten Risikoeinschätzung bezüglich der Kindeswohlgefährdung. Zudem bilden sich Kollegen für einen so genannten “Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung” fort. Überdies stellen Mitarbeiter des Allgemeinen Sozialen Dienstes ihre Arbeit in Schulen vor.
Außerdem probiert das Jugendamt zurzeit eine neue Form der Krisenintervention noch vor der sogenannten Familienaktivierung aus: Werden den Mitarbeitern mögliche Probleme gemeldet, beauftragt das Amt einen freien Träger, bei der Familie nach dem Rechten zu sehen. Eltern seien den Mitarbeitern freier Träger gegenüber oftmals offener als zu denen des Jugendamts, sagte Amtsleiterin Marlis Otte bei der Sitzung des Jugendhilfeausschusses.
Seit anderthalb Jahren läuft in Lüneburg zudem das Modellprojekt “Netzwerk Frühe Hilfen”. Noch bis Herbst 2010 wird es vom niedersächsischen Sozialministerium gefördert. Doch schon jetzt steht für Otte fest, dass das Netzwerk auch danach bestehen bleiben muss, wenngleich “sicherlich in einem anderen Rahmen”. Im “Netzwerk Frühe Hilfen” arbeiten Ärzte, Hebammen und Therapeuten mit Vertretern von Kitas, Schulen, Ämtern und der Polizei zusammen. Lüneburgs Sozialdezernent Peter Koch gehörte der Planungsrunde des Ministeriums für dieses Modellprojekt an und referiert darüber bei einer Fachkonferenz “Wirksamer Kinderschutz – Herausforderung für die Kommunen” am 24. März in Berlin.
Quelle: abendblatt.de – 12. März 2009 – Von Carolin George
Link zum Pressebericht: www .abendblatt.de/daten/2009/03/12/1082296.html
April 6th, 2009 um 15:38
NEWSFLASH ZUM JUGENDAMT LÜNEBURG – 06.04.09 – Erziehung: 100 Pflegefamilien gibt es im Landkreis Lüneburg – zu wenig – “Das sind alles unsere Kinder” – Katrin Steinhauer hat Pflegekinder bei sich aufgenommen. Das Abendblatt hat die Lüneburger Familie besucht.
Hunde schlagen an. Ein kleines Mädchen öffnet die Tür, strahlt und ruft ihre Mutter. Kurze Zeit später sitzen acht Personen an dem geölten Holztisch in dem offenen Wohnraum. Alles ist blitzblank, der Teppichboden frei von Schnipseln und Fusseln, die Decken auf dem Sofa ordentlich gefaltet. Gemütlichkeit strahlt das geräumige Haus am Rand des beschaulichen Dorfes im Landkreis Lüneburg aus, in dem sechs Kinder und ein Elternpaar leben. Die Familie Steinhauer gehört zu den 100 Familien im Landkreis Lüneburg, die Pflegekinder bei sich aufgenommen haben.
“Es sind leibliche, adoptierte und Pflegekinder im Alter von vier bis 22 Jahren. Aber das sind alles unsere Kinder, sie werden für immer bei uns bleiben”, sagt Katrin Steinhauer stolz. 1991 machte sich Steinhauer das erste Mal auf den Weg zum Lüneburger Jugendamt – sie wollte Pflegemutter werden. Eigene Kinder konnte sie damals nicht mehr bekommen, doch sie träumte von einer Großfamilie. “Auch, wenn es nicht die eigenen sind, sie wachsen zusammen auf wie echte Geschwister. Erst wenn sie alt genug sind, erzählen wir ihnen die Geschichte ihrer leiblichen Eltern.”
In Niedersachsen werden vielerorts Pflegefamilien gesucht. Einer Untersuchung des Niedersächsischen Sozialministeriums zufolge gibt es bei Weitem nicht so viele Pflegefamilien, wie gebraucht werden. Vor allem für Kleinkinder, die in ihrer Entwicklung beeinträchtigt sind, aber auch für ältere Kinder fehlen Pflegeeltern in allen Jugendamtsbezirken – auch in Lüneburg. “Wir merken immer wieder, dass für die Vermittlung aller Kinder Pflegefamilien fehlen”, so Bettina Fröchling vom Pflegekinderdienst des Landkreises. Die Alternative ist das Heim. Doch die Unterbringung im Heim kostet den Landkreis nicht nur mehr Geld, auch die persönliche Entwicklung der Kinder leidet.
Für den Unterhalt der Kinder erhalten die Pflegefamilien von den Jugendämtern eine Aufwandsentschädigung, die auch die Kosten der Erziehung beinhalten. Diese Unterstützung fließt bei den Steinhauers in Reit-, Klavier- und Orgelunterricht. “Ich möchte meine Kinder so maximal wie möglich fördern. Dafür nutze ich das Geld”, sagt Steinhauer. Zuschüsse für Taufe, Einschulung, Klassenfahrten oder ähnliche Ereignisse können beantragt werden.
Katrin Steinhauer ist weit davon entfernt, ein Urteil über die leiblichen Eltern ihrer Pflegekinder zu fällen. “Ich habe Verständnis für sie, respektiere sie und rede niemals schlecht über die Eltern meiner Kinder.” Nicht alle ihrer Zöglinge haben bis heute den Kontakt zu ihren leiblichen Eltern gesucht.
Verwahrlosung oder Missbrauch sind nicht immer die Gründe, weshalb Kinder in Deutschland aus ihren Familien herausgenommen werden. Die Gründe für diese Entscheidung sind vielfältig, es können familiäre Probleme, Krankheit oder häusliche Defizite sein, die Erziehung und Entwicklung eines Kindes stören und gefährden.
Weiter wachsen soll die Großfamilie Steinhauer nicht mehr, doch endgültig möchte sich die gelernte Krankenschwester nicht aus der Pflege zurückziehen. Als Kompromiss nimmt sie mittlerweile Kleinstkinder für drei bis sieben Monate zur Kurzzeitpflege auf, bis neue Eltern gefunden oder die Kinder in die Ursprungsfamilie zurückgehen können.
Schon bei den Jüngsten – Säuglingen, die nach der Geburt aus den Familien genommen werden – stößt sie auf große Probleme.
“Diese Kinder schreien nach Intensivpflege. Manche quälen bereits seit Geburt Beeinträchtigungen”, sagt sie aus Erfahrung. Haben sie den ersten Entzug hinter sich, leiden sie nicht selten an Ess- und Schlafstörungen oder Schreiattacken. Und dennoch wird Pflegmutter Steinhauer nicht müde: “Ich könnte jedes dieser Kinder behalten. Ich trage sie umher, schlafe mit ihnen auf dem Sofa und bin jedes Mal sehr traurig, wenn ich ein Kind in seine neue Familien bringen muss.” Aber das Trauern gehört für Steinhauer ebenso dazu wie die Freude, dem Kind für eine Zeit das Beste zu geben, was sie hat: Zuneigung, Fürsorge und Liebe.
Quelle: abendblatt.de – 24. März 2009 – Von Martina Brinkmann
Link zum Pressebericht: www .abendblatt.de/daten/2009/03/24/1096905.html?s=2
Juni 16th, 2009 um 09:27
NEWSFLASH ZUM JUGENDAMT LÜNEBURG – 16.06.09 -Vereinbarung unterzeichnet – Gemeinsame Sache für Problemkinder
Zwei Verwaltungen mit einer gemeinsamen Klientel wollen in Zukunft besser zusammenarbeiten.
Lüneburg – Die Arbeitsgemeinschaft Arbeit und Grundsicherung (Arge) sowie Mitarbeiter von Jugendamt und Jugendsozialarbeit haben eine entsprechende Vereinbarung unterschrieben. Beide betreuen und fördern junge Menschen im Alter unter 25 Jahren, die zwar erwerbsfähig sind, aber nicht ohne fremde Hilfe über die Runden kommen.
Gemeinsames Ziel der Kooperationspartner ist es, die jungen Erwachsenen nicht nur ins Berufsleben sondern in die Gesellschaft allgemein einzubinden. Hartmut Materne, Leiter des Teams Markt-und-Integration U-25 der Arge: “Die teilweise straffällig gewordenen Teilnehmern des Projekts job.werk zum Beispiel sollen Zuverlässigkeit, Ordentlichkeit und Pünktlichkeit lernen, damit sie gesellschaftstauglich werden.”
Als untauglich zur Zusammenarbeit erwiesen sich in der Vergangenheit die verschiedenen zuständigen Behörden. Bis zur Unterschrift in der vorigen Woche hat es anderthalb Jahre gebraucht. Ein Problem stellten bislang unter anderem die unterschiedlichen Geldgeber dar. Die Arge wird vom Bund, das Jugendamt von der Kommune finanziert.
Außerdem stellten die zwei Verwaltungen teilweise widersprüchliche Anforderungen an die Arbeitslosen. Materne: “Der eine zieht nach links, der andere nach rechts – das lässt sich nicht miteinander vereinbaren.” Und auch mit Blick auf die finanziellen und personellen Ressourcen sei das alte Nebeneinander der Behörden nicht sinnvoll. “Daher sind wir ein Vorreiter für das ganze Land Niedersachsen.”
“Die Leistungen sollen nicht unkoordiniert nebeneinander angeboten werden”, erklärt Materne. “Stattdessen sollen sie in enger Abstimmung ineinander greifen.”
Beispiele für die zukünftige Zusammenarbeit sind gemeinsame Aktionen gegen Schulschwänzer. Ebenso kann die Arge das Jugendamt über anstehende Kürzungen beim Arbeitslosengeld II der Jugendlichen informieren. Wird eine Arbeitslose schwanger, soll das Jugendamt der Arge-Kundin einen Betreuungsplatz in einer Kita oder Tagespflege zur Verfügung stellen.
Quelle: abendblatt.de – 19. Mai 2009 -(chh)
Link zum Pressebericht: www .abendblatt.de/region/lueneburg/article1020162/Gemeinsame-Sache-fuer-Problemkinder.html