Höxter Jugendamt
Jugendamt Höxter
Moltkestr. 12
37671 Höxter
Telefon: 0 52 71/9 65-0
Fax: 0 52 71/9 65-39 99
Leitung
Manfred Kleine
Telefon: 0 52 71/9 65-30 00
E-Mail: m.kleine@kreis-hoexter.de
Sozialer Dienst
Margret Thiele
Telefon: 0 52 71/9 65-33 00
E-Mail: m.thiele@kreis-hoexter.de
Beistandschaften, Pflegschaften, Vormundschaften
Hartmut Brokmann
Telefon: 0 52 71/9 65-34 00
E-Mail: h.brokmann@kreis-hoexter.de
Tageseinrichtungen
Hubert Bönnighausen
Telefon: 0 52 71/9 65-33 16
E-Mail: h.boennighausen@kreis-hoexter.de
Unterhaltsvorschuss
Christina Dunschen
Telefon: 0 52 71/9 65-31 14
E-Mail: c.dunschen@kreis-hoexter.de
Wirtschaftliche Jugendhilfe
Thomas Junker
Telefon: 0 52 71/9 65-33 05
E-Mail: t.junker@kreis-hoexter.de
Johannes Sonntag
Telefon: 0 52 71/9 65-33 03
E-Mail: j.sonntag@kreis-hoexter.de
Rückgriff (Unterhaltsvorschuss)
Agathe Skoqua
Telefon: 0 52 71/9 65-34 08
E-Mail: a.skoqua@kreis-hoexter.de
Nebenstelle Brakel
Bohlenweg 3
33034 Brakel
Sozialer Dienst
Ursula Leschik
Telefon: 0 52 72/37 31-17
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E-Mail: u.leschik@kreis-hoexter.de
Verwaltungsnebenstelle Warburg
Bahnhofstr. 26
34414 Warburg
Telefon: 0 56 41/78 99-60
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Sozialer Dienst, BAV, WJH, UVG
E-Mail: a.schiller@kreis-hoexter.de
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E-Mail: h.noette@kreis-hoexter.de
Telefon: 0 56 41/78 99-58
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Verwaltungsnebenstelle Warburg, BAV, WJH
Bahnhofstr. 26
34414 Warburg
Sozialer Dienst
Monika Moors
Telefon: 0 56 41/78 99-51
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August 14th, 2009 um 12:34
NEWSFLASH ZUM JUGENDAMT HÖXTER – 14.08.2009 – Helfende Hände für junge Menschen – Jugendamt Höxter betreut 1.500 Familien / Oft Fingerspitzengefühl erforderlich
Samstagnachmittag klingelt bei Hartmut Brokmann das Telefon. “Hallo, Herr Brokmann, darf ich heute Abend auf eine Party in Brakel gehen?”, kommt es vom anderen Ende der Leitung. Für den Abteilungsleiter des Jugendamtes Höxter nichts Ungewöhnliches. 108 Kinder stehen im ganzen Kreis unter Pflegschaft und Vormundschaft des Jugendamtes. Für diese Kinder übernehmen Hartmut Brokmann und seine Kollegen die Aufgaben der Eltern. Und dazu gehören manchmal auch Fragen zur Abendplanung.
“Wer kommt denn alles mit zu der Party, und wo ist die genau?”, fragt Brokmann daraufhin den Jugendlichen. Alles muss abgeklärt sein, bevor der 52-Jährige sein Einverständnis gibt. Immerhin ist er für sein Mündel verantwortlich. “Ich überlege mir dabei immer, wie ich das bei meinen eigenen Kindern entscheiden würde”, erklärt Hartmut Brokmann sein Vorgehen. Spricht sein Schützling alles richtig mit ihm ab, darf der Jugendliche auch mal zur Party.
Im Kreis Höxter werden zwölf junge Mütter durch das Jugendamt betreut, die noch nicht volljährig sind. In solchen Fällen wird das Amt automatisch eingeschaltet. Die Zahl der minderjährigen Mütter war vor fünf Jahren noch fast doppelt so hoch. “In diesem Bereich hat unser Gesundheitsdienst dann vermehrt Aufklärungsarbeit geleistet”, berichtet Vormund, Pfleger und Beistand Kerstin Kosubek. “Es ist schön, dass wir dadurch etwas erreichen konnten.”
108 Kinder und Jugendliche stehen im Kreis Höxter unter Vormundschaft oder Pflegschaft von Mitarbeitern des Kreises Höxter aus dem Fachbereich Familie, Jugend, Soziales und Schule. Außerdem berät und unterstützt das Jugendamt weitere 1.300 Familien in Vaterschafts- und Unterhaltsfragen. Für diese sogenannten Beistandschaften werden im Kreis Höxter jährlich 1,1 Millionen Euro von Vätern eingezogen und an die Berechtigten weitergeleitet. Die sechs Mitarbeiter des Jugendamtes haben demnach ganz schön viel zu tun: Sie sind für knapp 1.500 Familien zuständig.
Und oft erfordert die Tätigkeit als Vormund, Pfleger und Beistand einiges an Fingerspitzengefühl. Vor kurzem betreute Hartmut Brokmann zum Beispiel einen Jugendlichen, der plötzlich zum Waisen geworden war. “Wir haben uns dann im Haus der verstorbenen Eltern getroffen und beraten, was alles zu klären ist”, berichtet Brokmann. Und das war einiges. Wer kümmert sich um den Jugendlichen? Wer bezahlt das Haus? Was passiert mit dem Erbe? Und bei all dem bürokratischen Aufwand muss der Abteilungsleiter des Jugendamtes auch immer noch das Schicksal seines Schützlings im Auge behalten. “Wenn wir wissen, dass das Kind versorgt ist, stehen wir natürlich nicht gleich am nächsten Tag auf der Matte”, sagt Brokmann. “Es wird erst einmal ein gewisser Abstand zu dem Vorfall gewahrt.” Trauer und Angst vor einer ungewissen Zukunft habe man dem Jugendlichen natürlich trotzdem angemerkt.
“Eine meiner schwierigsten Situationen war, zu entscheiden, ob ein junges Mädchen einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen darf oder nicht”, berichtet Brokmann und runzelt die Stirn. “Da habe ich intensive Gespräche mit der Jugendlichen, ihrer Erzieherin und ihrer Ärztin geführt und wirklich mehrere Nächte unruhig geschlafen.”
Solche Entscheidungen fallen dem Höxteraner nicht leicht. Auf der einen Seite ist das Mädchen nicht seine eigene Tochter, auf der anderen Seite muss er als Vormund aber entscheiden, als wäre sie sein eigenes Kind. “Es geht dabei oft auch um Gewissensfragen. So etwas kann einem als Vormund ganz schön an die Nieren gehen”, gesteht der 52- Jährige. Wie er sich in diesem Fall entschieden hat, verrät Brokmann nicht. “Ich sage nur so viel: Es war wirklich keine leichte Entscheidung.”
Quelle: nw-news.de – 14.08.2009 – VON JULIA RADTKE
Link zum Pressebericht: www .nw-news.de/lokale_news/hoexter/hoexter/3072594_Helfende_Haende_fuer_junge_Menschen.html