Hildburghausen Jugendamt
Jugendamt Hildburghausen
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98646 Hildburghausen
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Leitung
Dirk Lindner
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E-Mail: lindner@lrahbn.thueringen.de
Allgemeine Jugendhilfe, Vormundschaft, Wirtschaftliche Jugendhilfe
Manuela Kunze
Telefon: 0 36 85/4 45-3 74
Fax: 0 36 85/4 45-5 01
E-Mail: kunze@lrahbn.thueringen.de
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August 28th, 2009 um 10:11
NEWSFLASH ZUM JUGENDAMT HILDBURGHAUSEN – 28.08.2009 – “Wir dürfen keine Fehler machen” – Jugendamt des Kreises verzeichnet Zunahme bei Heimunterbringungen. Viele Hilfsangebote.
“Wir hatten hier noch keinen ganz schlimmen Fall.” Dirk Lindner, Leiter des Jugendamtes des Landkreises Hildburghausen, spricht über den Schutz von Kindern, über überforderte Eltern, über das, was das Jugendamt in diesem Zusammenhang fähig ist, zu leisten. Kein “ganz schlimmer Fall” heißt, kein Kind musste bislang im Landkreis Hildburghausen sterben oder wurde so schwer misshandelt, dass es bleibende Schäden erlitten hat. Die Schicksale der kleinen Lea-Sophie aus Schwerin oder des kleinen Kevin aus Bremen bleiben für Lindner und seine Mitarbeiter dennoch Mahnung, die Augen stets offen zu halten. Rund um die Uhr. Und das gemeinsam mit Anderen – mit der Polizei beispielsweise, mit den Kindergärten, mit karitativen Einrichtungen, mit Kinderpsychologen, Erziehungsberatern. Lindner nennt das “das Netz enger stricken”. Und sieht hierbei nicht nur die Behörden und öffentlichen Einrichtungen gefragt, sondern auch Freunde, Nachbarn, Kollegen. . .
Das alles zeige Wirkung, so der Jugendamtschef. “Die Wahrnehmung in der Bevölkerung hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert”, sagt er. “Wir haben eine gefühlte Zunahme der Hinweise. Und die Anrufe, die wir erhalten, sind in der Regel nicht unberechtigt.”
In der Folge habe sich auch die sogenannte “Fremdunterbringung” signifikant erhöht. Heißt: Immer mehr Kinder müssen aus ihren Familien herausgeholt und in einem Kinderheim untergebracht werden. Gab es im Jahre 2006 noch 48 Heimkinder im Landkreis, so waren es im vergangenen Jahr bereits 63.
Zumeist werden die Kinder im Marisfelder Heim untergebracht. Wobei Lindner betont, dass das Jugendamt immer bemüht sei, die richtige Einrichtung für das einzelne Kind zu finden. “Der Mensch steht im Mittelpunkt”, betont er, auch wenn das mitunter mit erheblichen Kosten verbunden sei. Der Tagessatz für die Unterbringung im Heim liege im Schnitt bei 160 Euro – und so stiegen die Heimkosten von knapp 1,1 Millionen Euro im Jahr 2006 auf mittlerweile 1,6 Millionen Euro (2008). “Auch wenn’s teuer ist, wir werden uns das auch in Zukunft leisten.” Jugendhilfe lasse sich nun einmal nicht nach Kassenlage gestalten.
Nicht nur “Eingriffsbehörde”
Lindner betont indes, dass das Jugendamt zunächst bemüht sei, ein Kind in seiner Familie zu belassen. Das Heim sei lediglich die Ultima Ratio. So helfe es mitunter schon, Kinder vorübergehend aus den Familien zu nehmen, um “Druck abzubauen”. “Aber wir müssen eben unsere Pflicht tun, dürfen uns keine Fehler leisten, können mit keinem Fall schludrig umgehen.” Das Jugendamt versteht der Leiter dabei vielmehr als Hilfseinrichtung denn als “Eingriffsbehörde”, wie es oft wahrgenommen werde. “Wir wollen helfen, wir dürfen eingreifen”, sagt Lindner.
Es ginge nicht um Bevormundung, sondern um Unterstützung. Vor allem in schwierigen Lebensphasen. Wenn einer der Eltern oder beide den Job verloren hätten beispielsweise, wenn die Versorgung der Kinder und/oder weiterer Angehöriger viel Zeit in Anspruch nehme, wenn ein Familienmitglied schwer krank geworden sei, dann könne das Jugendamt durchaus hilfreich zur Seite stehen. “Angst braucht niemand vor uns zu haben”, so der Amtsleiter.
Um die Distanz zu den Familien weiter abzubauen, plant das Jugendamt unter anderem einen “Willkommensbesuch” in der elterlichen Wohnung, wenn ein Kind geboren wurde. “Wir kündigen uns natürlich an, denn wir wollen gratulieren, die Familie kennen lernen, unsere Leistungen vorstellen, aber keine Spionage betreiben.”
Viele Familien wüssten gar nicht, was das Jugendamt alles leisten könne. Lindner nennt unter anderem die Familienhebamme, die gerade ganz junge Mütter vor der Geburt begleitet und auch danach weiter betreuen kann – bis zum Vollendung des ersten Lebensjahres sogar. Derzeit würden zwei bis drei Mütter von diesem Angebot Gebrauch machen.
Bei all dem ginge es immer um eines – das Kindeswohl. Darum wolle man auch ein Kinderschutznetz aufbauen, um “Fehlerketten” zu vermeiden, wie es Lindner nennt. Die Hilfe aus der Bevölkerung sei da willkommen. Hinschauen, sagt der Amtsleiter, sei wichtig – es gehe dabei nicht um Denunziantentum. “Und es sind nicht immer die berühmten blauen Flecken, bei denen man aufmerksam werden sollte”, sagt er. “Wenn ein Kind zumacht, nicht mehr isst, sich anderweitig auffällig verhält, kann dies ein deutliches Signal sein.” Dann, so Lindner, müsse man handeln. Bevor es zu spät ist.
Quelle: freies-wort.de – 26.08.2009 – Von Falk Zimmermann
Link zum Pressebericht: www .freies-wort.de/nachrichten/regional/hildburghausen/hildburghausenlokal/art2480,1022194
September 18th, 2010 um 21:32
Schön das die Leute hinschauen sollen, als Dank wenn sie was melden wird alles den Eltern oder Müttern hingetragen wer was gemeldet hat. So entstehen Spannungen zwischen den Parteien. Ich kann die Väter verstehen die ihre Familien auslöschen,denn die bekommen kein Recht. Das erfährt man wenn man mit dem Jugendamt einmal zu tun hat. Imer alles übers Gericht regeln, das dauert und wenn das Jugendamt nicht mit zieht, denn danach richtet sich meistens das Urteil, dann haben Väter keine guten Karten. Väter die nicht mit den Müttern zusammen sind haben beim Jugendamt keine Rechte, nur wenn sie der Mitarbeiterin sympatisch sind werden sie unterstützt, Mütter hingegen werden unterstützt, egal ob sie sich um ihr Kind kümmern, ob sie zum Wohle des Kindes handeln oder nicht sie bekommen immer Unterstützung.
Das Jugendamt hat ja auch Paragraphen an die sie sich leider nicht halten z. B. SGB § 65.
Darin steht das Daten nur weitergegeben werden dürfen wenn Derjenige mit einverstanden ist. Wie halten sich die Mitarbeiterinnen daran, gar nicht.
Genauso werden Mütter die nicht mit den Vätern zusammen sind und das gemeinsame Sorgerecht eintragen lassen wollen, voll aufgehetzt das sie das nicht tun sollen.
“Wenn ein Kind zumacht, nicht mehr isst, sich anderweitig auffällig verhält, kann dies ein deutliches Signal sein.”Dann, so Lindner, müsse man handeln. Bevor es zu spät ist.
Was versteht der Herr Lindner darunter?
Ich kenne einen aktuellen Fall, da wird nicht zum Wohle des Kindes gehandelt, es lag schon mehrfach Kindswohlgefährdung vor und nicht viel tut sich. Bis es auch mal zu spät ist. Vielleicht braucht das Jugendamt Hildburghausen erst einen Fall wie Lea-Sophie damit sich was ändert.
Sie sehen ja noch nicht mal wenn eine Mutter und Ihr Lebensgefährte Blender sind , die sich schon Lustig machen übers Jugendamt. Denn die bestärken sie noch in ihrem Tun und schützen nicht das Kind das gefährdet ist.
Auch eine neue Stelle zu schaffen, Koordinierende Kinderschutzstelle hilft da nicht.
So schrieb eine Zeitung das momentan 123 Kinder im Landkreis außerhalb ihrer Herkunftsfamilie untergebracht sind, ist das nicht ein Armutszeugnis für das Jugendamt, warum hat man solange gewartet das man Kinder erst aus der Familie nehmen muß, ist im Vorfeld vom Jugendamt nichts auffälliges bemerkt worden, wie das immer so ist?
Das sind doch immer die Schlagworte, wenn dann was passiert ist.
Warum werden soviele Kinder in Pflegefamilien und Heime untergebracht, gibt es da keine Angehörigen die die Kinder nehmen könnten oder wird das gar nicht erst versucht?
Herr Lindner sollte sich mal besser mit seinen Mitarbeiterinnen auseinandersetzen, da gibt es welche die sind fehl am Platz.
Dezember 20th, 2011 um 20:59
Wie es scheint, ist das wohl üblich bei allen Jugendämtern. Zum Glück hat das ab nächstes Jahr ein Ende und diese Ämter sind endlich der Überwachung ausgesetzt und diese Mitarbeiter werden endlich auch zur Rechenschaft gezogen!
EU-Parlament irritiert über deutsche Jugendämter
24.11.2011 · Deutschland muss sich in Sachen Sorgerecht auf die Finger schauen lassen. Der Petitionsausschuss des Europaparlaments ist nach Berlin gereist, um dies zu tun.
Der Petitionsausschuss des Europaparlaments ist der Auffassung, dass die Bundesrepublik Deutschland die Menschenrechte missachtet hat, indem die Organe des Staates zugelassen haben, dass einige von ihren Kindern getrennt lebende Väter und Mütter keinen Umgang mehr mit ihren Kindern haben. „Wir haben den Eindruck, dass es sich hier um ein wiederkehrendes und strukturelles Problem handelt, dem niemand wirklich zu Leibe rücken möchte. Man steckt lieber den Kopf in den Sand. Das finden wir unmöglich und schockierend“, sagt Philippe Boulland, Leiter einer Arbeitsgruppe im Petitionsausschuss, die sich mit dem Thema Jugendämter befasst, und Abgeordneter der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP).
Dem Ausschuss lägen 120 Petitionen vor, in denen das Verhalten deutscher Jugendämter angeprangert werde. Daher wird an diesem Donnerstag eine Delegation des EU-Parlaments Vertretern aus Familien- und Justizministerium mehrere Fälle präsentieren, in denen ein vom Staat geduldetes Fehlverhalten deutscher Jugendämter nach Meinung des Petitionsausschusses wahrscheinlich ist. Zwar sei das Familienrecht nationales Recht, doch könne das EU-Parlament tätig werden, wenn durch Familienrechtsprechung Menschenrechte verletzt würden.