Hagen Jugendamt
Jugendamt Hagen
Berliner Platz 22
58089 Hagen
Telefon: 0 23 31/2 07-36 63
Fax: 0 23 31/2 07-24 55
Leitung
Gerd Steuber
Telefon: 0 23 31/2 07-36 63
Fax: 0 23 31/2 07-24 55
E-Mail: Gerd.Steuber@stadt-hagen.de
Erziehungshilfe, Allgemeiner Sozialer Dienst, Adoption, Pflegekinder, WJH
Eckhard Kothe
Telefon: 0 23 31/2 07-28 75
Fax: 0 23 31/2 07-20 69
E-Mail: Eckhard.Kothe@stadt-hagen.de
Wirtschaftliche Hilfen SGB XII, Vormundschaft, Beistandschaft, Unterhaltsvorschuss
Peter Fiedler
Telefon: 0 23 31/2 07-36 56
Fax: 0 23 31/2 07-24 50
E-Mail: Peter.Fiedler@stadt-hagen.de
Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit
Reinhard Goldbach
Telefon: 0 23 31/2 07-36 08
Fax: 0 23 31/2 07-24 56
E-Mail: Reinhard.Goldbach@stadt-hagen.de
Tageseinrichtungen für Kinder
Gerhild Versteeg-Schulte
Telefon: 0 23 31/2 07-44 40
Fax: 0 23 31/2 07-24 59
E-Mail: Gerhild.Versteeg-Schulte@stadt-hagen.de
Sozialpädagogisches Zentrum
Märkischer Ring 101
58097 Hagen
Martin Steinkamp
Telefon: 0 23 31/2 07-42 13
Fax: 0 23 31/2 07-24 17
E-Mail: Martin.Steinkamp@stadt-hagen.de
Hast Du mit diesem Jugendamt Erfahrungen gesammelt? Dann nutze die Möglichkeit hier über Deine Erfahrungen zu schreiben.
























August 27th, 2009 um 14:33
NEWSFLASH ZUM JUGENDAMT HAGEN – 28.08.2009 – Den Tagesmüttern gehört die Zukunft
Schon 190 Frauen arbeiten in Hagen als Tagesmutter und betreuen 215 Kinder – ein Modell mit Zukunft.
Hagen. Der sieben Monate alte Leander ist ein richtiger Wonneproppen. Mit großen Augen schaut er in die Welt, er strahlt übers ganze Gesicht und manchmal quietscht er vor Vergnügen. Nur als die Kamera des Zeitungsfotografen klickt und klickt, guckt er ein wenig skeptisch aus der Wäsche.
Leander ist eines von 215 Kindern in Hagen, die von einer Tagesmutter betreut werden. Die heißt in diesem Fall Andrea Klinker, ist 44 Jahre alt und liebt Kinder über alles: „Früher wollte ich Hebamme werden, das hat leider nicht geklappt. Aber dieser Job füllt mich aus.” Neben Leander hat sie den 15 Monate alten Kieran in Pflege. Sie wickelt die Kleinen, füttert sie und geht mit ihnen spazieren, sie begleitet Kierans erste Schritte und wird Leander wohl bald die ersten Klötzchen zum Greifen reichen. „Ich bin zwar jetzt nicht mehr so flexibel”, berichtet Andrea Klinker, deren eigene Tochter Nadine (19) studieren will und das Haus bald verlassen wird. „Aber es ist schön, diese Aufgabe zu haben.”
190 Hagener Frauen arbeiten inzwischen offiziell als Tagesmütter und ergänzen damit das Angebot von Kindergärten und Ganztagsschulen. „Der Bedarf wächst seit Jahren”, berichtet Gerhild Versteeg-Schulte, Leiterin der Abteilung Tagesbetreuung in der Stadtverwaltung. „Deshalb sind wir bestrebt, weitere Tagesmütter zu gewinnen.” Es sind in erster Linie alleinerziehende Mütter, die ihr Kind tagsüber in einer Familie abgeben, um selbst berufstätig bleiben oder eine Ausbildung absolvieren zu können. Leanders Mutter beispielsweise ist als Rechtsanwältin in Vorhalle tätig. „Drei Monate lang habe ich meinen Sohn jeden Morgen mit in die Kanzlei genommen”, berichtet Andrea Hildebrandt (36). „Das war irgendwann zu stressig für ihn und für mich.” Über das Hagener Jugendamt nahm sie Kontakt zu Andrea Klinker auf, seitdem bringt sie Leander morgens zur Tagesmutter und holt ihn am späten Nachmittag wieder ab: „So kann ich im Beruf voll leistungsfähig sein und mich am Abend kurz, aber dafür intensiv mit meinem Kind beschäftigen.” Auch junge Mädchen, die noch zur Schule gehen, und Elternpaare nutzen das Angebot einer Tagesbetreuung. Und damit sie die Gewissheit haben, dass ihr Kind sich in guten Händen befindet, werden die Tagesmütter vom Jugendamt bzw. der Caritas streng überprüft und ausgebildet. „Sie sollen die ihnen anvertrauten Kinder individuell betreuen und altersgemäß fördern”, erklärt Sigrid von Dolenga vom Jugendamt, die eine Art Schnittstelle zwischen richtigen und Tageseltern bildet. „Wer die Kinder vor die Glotze setzt, ist fehl am Platz.” Bis zu vier Euro pro Kind und Stunde verdient eine Tagesmutter, mehr als fünf Kinder bis zu 14 Jahren darf sie nicht in Obhut nehmen, meist sind es weniger. „Die familiäre Atmosphäre muss erhalten bleiben”, betont Sigrid von Dolenga. „Die Tagesfamilie soll kein Klein-Kindergarten sein.” Die Eltern wiederum zahlen, je nach Einkommen, für die Unterbringung nicht mehr als im Kindergarten. Der Tagesbetreuung gehört offenbar die Zukunft. In Hagen braucht sich jedenfalls keine Mutter, die ihren Beruf ausüben oder ihre Ausbildung fortsetzen will, zu sorgen, dass sie für ihr Kind keinen Betreuungsplatz findet.
Wer eine Tagesmutter sucht oder selbst Interesse an der Aufgabe als Tagesmutter hat, kann sich mit dem Jugendamt (Sigrid von Dolenga) in Verbindung setzen: 207 4449.
Quelle: derwesten.de – 18.08.2009 – Von Hubertus Heuel
Link zum Pressebericht: www .derwesten.de/nachrichten/staedte/hagen/2009/8/18/news-129728411/detail.html