Berlin (Mitte) Jugendamt
Jugendamt Berlin-Mitte
Karl-Marx-Allee 31
10178 Berlin
Telefon: 0 30/20 09-0
Fax: 0 30/20 09-2 34 98
Leitung
Dietmar Schmidt
Telefon: 0 30/20 09-2 33 84
Fax: 0 30/20 09-2 34 98
E-Mail: dietmar.schmidt@ba-mitte.verwalt-berlin.de
Familienunterstützende Hilfen
Peter-Alfred Schulz
Telefon: 0 30/20 09-2 31 38
Fax: 0 30/20 09-2 31 37
E-Mail: pa.schulz@ba-mitte.verwalt-berlin.de
Sozialpädagogischer Dienst
Monika Goral
Telefon: 0 30/20 09-2 31 38
Fax: 0 30/20 09-2 31 37
E-Mail: monika.goral@ba-mitte.verwalt-berlin.de
Pflegekinderdienst, Wirtschaftliche Jugendhilfe
Marita Roquette
Telefon: 0 30/20 09-2 33 30
Fax: 0 30/20 09-2 31 37
E-Mail: pflegekinderdienst@ba-mitte.verwalt-berlin.de
Vormundschaften, Pflegschaften, Sorgeerklärungen
Margit Pöthke
Telefon: 0 30/20 09-2 31 00
Fax: 0 30/20 09-2 31 37
E-Mail: margit.poethke@ba-mitte.verwalt-berlin.de
Eingliederunghilfe, Erziehungsgeld, Elterngeld, Unterhaltsvorschuss
Dorothea Freier
Telefon: 0 30/20 09-2 24 36
Fax: 0 30/20 09-2 31 37
E-Mail: dorothea.freier@ba-mitte.verwalt-berlin.de
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September 13th, 2008 um 13:44
NEWSFLASH ZUM JUGENDANT BERLIN – 11.09.2008 – Weiterhin Jugendschutz nach Kassenlage in Berlin – Deutsche Kinderhilfe fordert Qualitätsoffensive
Auch weiterhin betreibt Berlin Jugendschutz nach Kassenlage. Die von Bildungssenator Jürgen Zöllner heute vorgestellten Zahlen belegen, dass der gravierende Personalmangel in den Berliner Ju-gendämtern fortbesteht. Derzeit seien 90 Stellen unbesetzt, weitere 55 Stellen würden voraussichtlich im kommenden Jahr frei. Um dem Personalmangel zu begegnen, plant Zöllner, bis Ende nächsten Jahres 56 Sozialarbeiter aus dem Personalüberhang des Landes in die Jugendämter zu versetzen.
Die Deutsche Kinderhilfe hält diese Vorgehensweise für unverantwortlich. Es geht nicht lediglich dar-um, einen Engpass zu überwinden, wie Zöllner es bezeichnet, sondern die Jugendämter endlich so-wohl personell und finanziell als auch qualitativ besser auszustatten, um zeitnah und mit geeigneten Maßnahmen zu reagieren, wenn Kindeswohl gefährdet ist.
Jugendhilfe erfordert hoch qualifiziertes Personal und darf kein Verschiebebahnhof für einen allge-meinen Verwaltungspersonalüberhang sein!
Die derzeitigen Bedingungen in den Berliner Jugendämtern sind nach wie vor katastrophal. Hier be-steht landesweit der höchste Krankenstand. Supervision für die an ihrer Belastungsgrenze arbeiten-den Mitarbeiter gibt es nicht. Ein Sachbearbeiter verwaltet in der Regel um die 150 Fälle. Mittel für ambulante und stationäre Hilfsangebote werden nicht bereitgestellt. Vielmehr wird in den finanziell maroden Bezirken Jugendhilfe nach Kassenlage und nicht nach Hilfsbedürftigkeit getätigt. Zudem fehlen einheitliche Qualitäts- und Diagnosestandards wie zum Beispiel die Abfrage nach alkoholkran-ken Erziehungsberechtigten oder entsprechende Therapieangebote für Kinder und Jugendliche.
„Wenn wir nicht möchten, dass in Berlin Kinder verwahrlosen, misshandelt werden und zu Tode kom-men, dann müssen die Jugendämter umgehend handlungsfähig gemacht werden“, so RA Georg Ehrmann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Kinderhilfe.
Weitere Informationen:
Deutsche Kinderhilfe e. V.
Haus der Bundespressekonferenz
Schiffbauerdamm 40
10117 Berlin
www .kinderhilfe.de
Die Deutsche Kinderhilfe, mit erheblichem Mitteileinsatz von den engagierten Familienvätern und Unternehmern Frank Hippen und Holger Klinz im Jahr 2000 gegründet, ist die nationale Kinderhilfsorganisation, die bundesweit Hilfsprojekte fördert und als unabhängige Lobby für Kinder Stellung bezieht sowie Gesetzgebungsverfahren begleitet. Aufgrund des wirtschaftlichen Erfolges unserer Organisationen sind wir frei von staatlicher Alimentation und unabhängig von den etablierten Versorgungstöpfen der großen Wohlfahrtsverbände. Dies macht uns zu der einzigen echten unabhängigen Stimme für Kinder in Deutschland!
Quelle: openpr.de – 11.09.2008
Link zum Pressebericht: www . openpr.de/news/241704/Weiterhin-Jugendschutz-nach-Kassenlage-in-Berlin-Deutsche-Kinderhilfe-fordert-Qualitaetsoffensive.html
August 14th, 2009 um 10:19
NEWSFLASH ZUM JUGENDANT BERLIN – 14.08.2009 – Jedes dritte Kind in Berlin lebt in Armut
Mehr als ein Drittel aller Kinder in Berlin ist von Armut betroffen. Nach Angaben der Senatsverwaltung für Soziales waren Ende 2008 rund 171.000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren auf Hartz IV angewiesen. Die meisten armen Kinder leben in Mitte.
Der Kinderschutzbund warnt vor einer weiteren Zunahme der Kinderarmut in Berlins Brennpunktbezirken. Aus der Antwort der Senatsverwaltung für Sozialesauf eine Kleine Anfrage der Linkspartei geht hervor, dass trotz eines leichten Rückgangs der auf Hilfen angewiesenen Kinder in Berlin, die Zahl der armen Familien in den Bezirken Neukölln und Mitte weiter steigt. Insgesamt waren im Dezember vergangenen Jahres 170.625 Kinder auf Hartz IV angewiesen. Das sind 34,5 Prozent der Kinder unter 18 Jahren. Etwa die Hälfte davon war unter acht Jahre alt. Die meisten Kinder und Jugendlichen in armen Familien leben in den Bezirken Mitte (26.304) und Neukölln (25.210). Die geringsten Zahlen weisen die Bezirke Treptow-Köpenick und Steglitz-Zehlendorf auf.
„Die Bezirke Mitte und Neukölln rutschen weiter ab“, sagt Sabine Walther, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes Berlin. Familien, die Arbeit haben und bildungsorientiert sind, würden weiter aus den Brennpunkten abwandern. Hier müsse der Senat dringend gegensteuern. Gerade in den Brennpunktbezirken müssten attraktive Bildungsangebote geschaffen werden und Familienzentren entstehen. Durch die hohe Quote von Jugendlichen ohne Schulabschluss würde sich die Spirale der Armut in diesen Gebieten weiter fortsetzen. Besonders gefährdet seien Alleinerziehende. 46,5 Prozent der Kinder aus Hartz-IV-Haushalten lebten 2008 bei Alleinerziehenden. Das liege vor allem an dem großen Niedriglohnsektor in Berlin, sagt Sabine Walther. Trotz Arbeit könnten die alleinerziehenden Mütter oder Väter den Unterhalt ihrer Kinder nicht sichern.
Der Kinderschutzbund unterstützt die Forderung des rot-roten Senats an die Bundesregierung, die Hartz-IV-Regelsätze für Kinder an die tatsächlichen Bedarfe anzupassen. Derzeit erhalten Kinder 60 Prozent des Regelsatzes für Erwachsene. „Das ist nicht realistisch“, sagt Walther. Kinder haben einen höheren Bedarf, weil sie aus ihrer Kleidung herauswachsen, Schulmaterialien benötigen und auch einen Anspruch auf Spielzeug haben. Zwar erhalten die Familien mit Kindern im Alter von 6 bis 13 Jahren im Rahmen des Konjunkturprogrammes bis 2011 70 Prozent der Regelsätze. Doch die Altersbegrenzung sei willkürlich, so Walther. Und auch die Befristung sei nicht gerechtfertigt.
Sebastian Czaja, jugendpolitischer Sprecher der FDP, kritisiert: „Die Kinderarmut ist unter der rot-roten Regierung gewachsen. Der Senat hat kein Lösungskonzept entgegenzusetzen“. Er fordert, die Bildungschancen für Kinder aus sozial schwachen Familien zu verbessern. Hier sei Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) gefordert. Die Sozialverwaltung verweist in ihrer Antwort auf die Anfrage auf das zweite kostenfreie Kitajahr, das ab Januar gelten soll.
Quelle: morgenpost.de – 11. August 2009 – Von Florentine Anders
Link zum Pressebericht: www .morgenpost.de/berlin/article1148581/Jedes_dritte_Kind_in_Berlin_lebt_in_Armut.html