Bad Honnef Jugendamt



Jugendamt Bad Honnef

  Rathausplatz 1
  53604 Bad Honnef
  
Telefon: 0 22 24/1 84-0

  Fax: 0 22 24/1 84-1 15

Leitung
Helga Martini
Telefon: 0 22 24/1 84-2 70
Fax: 0 22 24/1 84-42 70
E-Mail: helga.martini@bad-honnef.de

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3 Kommentare zu “Bad Honnef Jugendamt”

  1. Redaktion schrieb:

    NEWSFLASH ZUM JUGENDAMT BAD HONNEF – 10.08.2010 – Jugendämter angezeigt

    Im Falle der in Bad Honnef getöteten neunjährigen Anna ermittelt die Staatsanwaltschaft nun auch gegen die Jugendämter. Ein Bürger hat Anzeige erstattet. Die Pflegeeltern hatten einen Vertrag mit der Diakonie Düsseldorf als Vollzeitpflegefamilie.

    BAD HONNEF / KÖNIGSWINTER. Im Falle der in Bad Honnef getöteten neunjährigen Anna ermittelt die Staatsanwaltschaft nun auch gegen die Jugendämter in Bad Honnef und Königswinter. Ein Bürger hat Anzeige erstattet wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung. Das bestätigte der ermittelnde Staatsanwalt Robin Faßbender auf Anfrage. Wie die Rundschau weiter erfuhr, haben die inhaftierten 51-jährigen Pflegeeltern, denen der Tod des Kindes zur Last gelegt wird, seit Dezember 2009 einen Vertrag mit der Diakonie Düsseldorf als Vollzeitpflegefamilie. Das bestätigte Diakonie-Sprecher Manuel Falkenberg auf Anfrage. Weitere Einzelheiten zu den Hintergründen und dem Zustandekommen des Vertrags wollte und konnte er mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht sagen.

    Wie berichtet, werden den Pflegeeltern mehrfache Misshandlung von Schutzbefohlenen sowie Körperverletzung und Freiheitsberaubung mit Todesfolge vorgeworfen. Die 51-Jährigen sitzen in Haft. Sie sollen die ihnen vom Jugendamt Königswinter anvertraute Anna in den vergangenen drei Monaten mehrfach mit Klebeband an Händen und Füßen gefesselt haben. Der 51-jährige Pflegevater hat ausgesagt, das Kind vergangenen Donnerstag beim Baden unter Wasser gedrückt zu haben. Anna ist ertrunken.

    Ob den Jugendämtern in Bad Honnef beziehungsweise Königswinter Versäumnisse vorzuwerfen sind, ist weiter offen. Bei der Stadt Königswinter dauerten die internen Überprüfungen auch gestern noch an. Rechtsamtsleiter Holger Jung sagte zudem, angesichts der Anzeige gegen das Königswinterer Jugendamt und die damit verbundenen Ermittlungen werde die Stadt vorerst keine Details mehr bekannt geben. Vor dem Tode Annas soll es mindestens zweimal Hinweise besorgter Nachbarn gegeben haben. Die Neunjährige soll autoaggressiv gewesen sein und eine Wasserphobie gehabt haben.

    Zu Berichten in einem Boulevard-Blatt, die Bad Honnefer Pflegefamilie habe ihren 2003 im Alter von 26 Jahren verstorbenen behinderten Sohn „wie einen Sklaven oder ein Tier gehalten“, äußerte sich Staatsanwalt Robin Faßbender nicht. Die in dem Blatt zitierte Frau sei zwar als Zeugin vernommen worden, über den Inhalt ihrer Aussagen sage er aber nichts. Die Umstände um den verstorbenen Sohn seien Gegenstand späterer Ermittlungen, erstmal kümmere man sich um das aktuelle Geschehen. Laut Faßbender müssen im Fall Anna viele Zeugen – von Mitarbeitern des Jugendamts über Ärzte bis hin zu Eltern früherer Pflegekinder – vernommen werden.

    Eine Nachbarin hatte den Pflegevater unmittelbar nach dem Tod Annas als freundlich und „ganz, ganz lieben Menschen“ beschrieben. Uwe Löttgen-Tangermann, Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Honnef, hat am Sonntag die Besucher seines Gottesdienstes aufgefordert, nicht alles zu glauben, was in manchen Medien berichtet werde. Man solle genauer hinsehen und die weiteren Ermittlungsergebnisse abwarten. Weitere Aussagen lehnte Löttgen-Tangermann auf Anfrage ab. Er äußere sich über Mitglieder seiner Gemeinde nicht in der Öffentlichkeit.

    Nach Rundschau-Informationen sind selbst erfahrene Ermittler der Mordkommission über den Fall erschüttert. Demnach wurde Anna mit so genanntem Panzerklebeband an Händen und Füßen gefesselt – auch an dem Tag, an dem sie starb.

    Quelle: rundschau-online.de – 29.07.10 – Von Carsten Schultz
    Link zum Pressebericht: www .rundschau-online.de/html/artikel/1280128778324.shtml

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  2. Redaktion schrieb:

    NEWSFLASH ZUM JUGENDAMT BAD HONNEF – 10.08.2010 – Bad Honnefer Jugendamt hält sich nach Annas Tod weiter bedeckt

    Bad Honnef. “Wenn nur der leiseste Verdacht bestanden hätte, dass Annas Wohl akut bedroht war, wäre jemand hinausgefahren.” Indizien, dass die Neunjährige sich in unmittelbarer Gefahr befand, habe der Anruf einer Bürgerin am Donnerstag im Bad Honnefer Jugendamt aber nicht enthalten, wiederholte Bad Honnefs Erste Beigeordnete Monika Oestreich gestern die Stellungnahme von Bürgermeisterin Wally Feiden.

    Am Donnerstagabend war die neunjährige Anna nach Gewalteinwirkung durch ihre Pflegeeltern während des Badens in der Wohnung in Bad Honnef ertrunken. Die festgenommenen Pflegeeltern befinden sich weiter in Haft.

    Der Pflegevater wurde am Montag erneut vernommen, nachdem er widersprüchliche Angaben dazu gemacht hatte, wie es zu dem Tod des Kindes gekommen war.

    Die Aufarbeitung der Geschehnisse habe bei aller Tragik ergeben, dass die Honnefer Jugendamtsmitarbeiter sich keine Versäumnisse hätten zu schulden kommen lassen, so Oestreich

    Man habe nach den im Fall möglicher Kindeswohlgefährdung geltenden “Regeln” gehandelt. “Unsere Betroffenheit ist groß. Wir werden den Fall aufarbeiten und schauen, welche Lehren wir für die künftige Arbeit unseres Jugendamtes ziehen. Die Frage ist: Wie kann unser Netz fester geknüpft werden?”

    Laut Oestreich registrierte das Bad Honnefer Jugendamt zwei Anrufe mit Hinweisen auf merkwürdige Vorgänge in der Pflegefamilie von Anna: einen im November und besagten am Donnerstag. Ob die nach Königswinter verwiesene Anruferin sich tatsächlich dorthin wandte, ließ Oestreich am Montag offen. “Das möchte ich nicht an die Presse geben”, es sei Königswinterer Angelegenheit, dazu Stellung zu nehmen.

    Aus der Nachbarstadt gab es jedoch keine Auskünfte – bis auf nebenstehende Presseerklärung. Man wolle den “Untersuchungen nicht vorgreifen”, so Rechtsrat Holger Jung. Wandte sich nun besagte Anruferin am Donnerstag wie ihr in Honnef geraten ans Königswinterer Jugendamt? Wenn ja, wie wurde sie dort beschieden?

    Das alles sei “Gegenstand der laufenden internen und externen Untersuchungen”, zu denen die Stadt keine Angaben mache, so Jung. Die Staatsanwaltschaft Bonn sah am Montag keine Veranlassung, von Amts wegen gegen Mitarbeiter der Jugendämter zu ermitteln.

    “Bislang liegen uns keine Anhaltspunkte für strafwürdiges Verhalten vor”, so Oberstaatsanwalt Robin Faßbender.

    Das Honnefer Jugendamt bestätigte, dass Annas Pflegemutter auch als Tagespflegeperson registriert sei und aktuell zwei Tageskinder im Kindergartenalter betreut habe. Sie habe gebeten, ihr einen Platz in einem “Auffrischungskursus” zur Qualifizierung als Tagesmutter zu reservieren.

    Diese Betreuung hat aber nichts mit der Tätigkeit als Pflegemutter zu tun. Honnefs Jugendamt arbeite, wie andere Jugendämter auch, “unter Anspannung”, es gebe aber “keine akute Überarbeitung”, sagte Oestreich. Drei Bezirkssozialarbeiter und die Fachdienstleiterin kümmern sich um Beratung und Hilfen.

    Die Erklärung der Stadt Königswinter im Wortlaut
    Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Königswinter sind erschüttert über die Umstände des Todes der Neunjährigen Anna nach dem derzeitigen Stand der staatsanwaltlichen Ermittlungen. Anna war durch das städtische Jugendamt in einer auswärtigen Pflegefamilie untergebracht. Die verwaltungsinternen Prüfungen zur Aufarbeitung des Sachverhaltes in Zusammenhang mit dem Tod der neunjährigen Anna befinden sich derzeit noch in vollem Gange und sind noch nicht abgeschlossen. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine Erkenntnisse, die auf ein Fehlverhalten des Jugendamtes schließen lassen. Die Stadt Königswinter hat zudem heute der Staatsanwaltschaft Bonn sämtliche den Fall betreffenden Unterlagen des Jugendamtes zur Verfügung gestellt und wird die Ermittlungen weiterhin nach besten Kräften unterstützen. Die Stadt wird die Öffentlichkeit auch weiterhin im Rahmen der Möglichkeiten informieren.

    Quelle: general-anzeiger-bonn.de – 27.07.2010 – Von Uta Effern-Salhoub
    Link zum Pressebericht: www .general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&itemid=10001&detailid=767003

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  3. Redaktion schrieb:

    NEWSFLASH ZUM JUGENDAMT BAD HONNEF – 10.08.2010 – Könnte Anna (9) noch leben?

    Bad Honnef/Königswinter. Nach dem Tod des neunjährigen Pflegekinds werden die Fragen in Bad Honnef und Königswinter quälend: Haben die beiden Jugendämter versagt? Könnte die kleine Anna noch leben? Am Dienstag gibt es eine Sondersitzung in Königswinter.

    Nach dem Tod des neunjährigen Pflegekinds Anna in Bad Honnef gibt es neue Hinweise, denen die Staatsanwaltschaft Bonn nachgeht.

    Woran starb ältester Sohn der Pflegemutter?
    So hegen Mitbewohner der Wohnanlage im Kurviertel den Verdacht, dass auch der behinderte Sohn der Pflegemutter, der vor fünf Jahren mit Anfang 20 verstarb, einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Der junge Mann war erstickt. Die Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen nun entsprechend ausgeweitet.

    Leben Kinder der Pflegemutter in anderen Familien?
    Irritationen gibt es ebenfalls, was die Familienverhältnisse der Pflegefamilie betrifft. Während bislang nur bekannt war, dass die Pflegemutter den verstorbenen und einen 16-jährigen Sohn hat, berichten Anwohner, die 51-Jährige habe noch zwei weitere leibliche Kinder, die ihrerseits in Pflegefamilien untergebracht seien.

    Mit ihrem heutigen Ehemann ist die Frau erst seit gut fünf Jahren verheiratet. Das Ehepaar befindet sich nach wie vor in Untersuchungshaft. Wie berichtet, hatte der Pflegevater zugegeben, die kleine Anna mehrfach mit Klebeband gefesselt zu haben, wenn sie bockig gewesen sei. Er will das Kind auch am Todestag unter Wasser gedrückt haben, weil es nicht baden wollte.

    Ermittlungen gegen Mitarbeiter beider Jugendämter
    Die Ermittlungen richten sich unterdessen auch gegen Mitarbeiter der beiden Jugendämter in Bad Honnef und Königswinter. Dabei spielt vor allem der Anruf einer Bürgerin eine Rolle, die sich am Tag von Annas Tod sorgenvoll ans Honnefer Jugendamt gewandt hatte.

    Wie Jugenddezernentin Monika Oestreich unserer Zeitung bestätigte, hat ihre Mitarbeiterin die Anruferin nach Königswinter verwiesen, da das dortige Amt zuständig sei. Grund: Annas Herkunftsfamilie lebt in Königswinter. Ob sich die Frau, die anonym bleiben wollte, tatsächlich in der Nachbarstadt gemeldet hat, ist offen. Ein Sprecher der dortigen Stadtverwaltung erklärte, die internen Prüfungen liefen noch.

    er Verdacht, der vielen derzeit zu schaffen macht: Anna könnte noch leben, wenn das Jugendamt nach dem Anruf sofort ausgerückt wäre.
    Am Dienstag beschäftigt sich der Jugendhilfeausschuss in Königswinter im Rahmen einer Sondersitzung mit dem Fall Anna. Die Sitzung ist öffentlich und beginnt um 17 Uhr.

    Quelle: rhein-zeitung.de – 03.08.2010 – Von Marcelo Peerenboom
    Link zum Pressebericht: www .rhein-zeitung.de/regionales_artikel,-Honnef-Koennte-Anna-9-noch-leben-_arid,119453.html#articletop

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