Eine Mutter kämpft um ihre Tochter
RECKENFELD Lisa A. (Name von der Red. geändert) ist abgerutscht. Das 14-jährige Mädchen geht nicht mehr zur Schule, nimmt Drogen. Die verzweifelte Mutter möchte ihrer Tochter helfen und sie in eine Therapieeinrichtung einweisen lassen. Dafür aber erhalte sie keine Unterstützung vom städtischen Jugendamt, beklagt sie sich.
Dies ist eine dieser Geschichten, in denen das Elternhaus alleine das Kind im Teenager-Alter nicht mehr retten kann. In denen die Mutter getrennt vom Kindsvater lebt und Hilfe für ihre Tochter sucht, sie aber – warum auch immer – nicht so erhält, wie sie es sich wünscht. Martina A. (Name der Mutter ebenfalls geändert) weiß jedenfalls nicht mehr weiter. “Seit einem Jahr versuche ich, meiner Tochter zu helfen. Aber das Jugendamt kümmert sich nicht so, wie es für Lisa nötig wäre.”
Das Jugendamt sieht das naturgemäß anders. Stadt-Pressesprecher Klaus Hoffstadt bittet aber um Verständnis, dass man zu diesem Fall öffentlich nichts sagen möchte. Fakt aber – und das bestreitet Martina A. auch gar nicht – ist, dass zwischen Jugendamt und der Reckenfelder Familie seit Jahren ein intensiver Kontakt besteht.
Aufgeschoben?
Was die Mutter der Stadt vorwirft: “Seit einem Jahr soll meine Tochter in eine stationäre Einrichtung eingewiesen werden, damit ihre Drogensucht therapiert werden kann. Aber das wird immer wieder aufgeschoben.” Laut Martina A. wollte das Jugendamt das Mädchen nach Hörstel bringen lassen, da aber habe ihre Tochter auf gar keinen Fall hingewollt, weil sie dort schon mal mit anderen Klienten der Einrichtung schlechte Erfahrungen gemacht habe. “Es muss doch eine andere Einrichtung geben, in die man meine Tochter einweisen kann”, sagt die Mutter.
Das Jugendamt meint, die Mutter könne bei begründetem Verdacht der Verwahrlosung beim Amtsgericht einen Beschluss erwirken, dass das Kind in eine geschlossene Einrichtung eingewiesen werde. Martina A. weiß, dass die Zeit drängt: “Lisa lebt auf der Straße und nimmt Drogen. Zur Marien-Hauptschule gehe sie auch schon länger nicht mehr.
Quelle: ruhrnachrichten.de – 29.06.2010 – Von Michael Hagel
Link zum Pressebericht: www .ruhrnachrichten.de/lokales/greven/Eine-Mutter-kaempft-um-ihre-Tochter;art967,952675























