Bayern (28.12.2010): Verhungerte Sarah- Jugendamt eingeweiht
Nürnberg – Im Prozess um die verhungerte dreijährige Sarah aus dem fränkischen Thalmässing hat das Gericht die mögliche Mitverantwortung des zuständigen Jugendamtes für den Tod geprüft. Der betreuende Mitarbeiter (45), eine leitender Pädagoge vom Landratsamt Roth, räumte dabei vor dem Landgericht ein, von Problemen in der Familie gewusst zu haben. Angeklagt ist der Vater des Mädchens; ihm wirft die Staatsanwaltschaft gemeinschaftlichen Mordes und Misshandlung Schutzbefohlener vor. Der Jugendamtsmitarbeiter sagte weiter, es habe etliche anonyme Meldungen in dem Fall gegeben, sie seien aber nicht hieb- und stichfest genug gewesen, um behördlicherseits einzugreifen. Wenn er eine Möglichkeit gesehen hätte, hätte er die beiden Kinder – Sarah und ihren älteren Bruder – den Eltern weggenommen.
Quelle: bild.de – 11. November 2010
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