Hamburg (07.08.2009): 516 Mal Eltern das Sorgerecht entzogen
Die Hamburger Gerichte greifen stärker durch: Insgesamt stieg der Sorgerechtsentzug um 17,3 Prozent im Vergleich zu 2007 an.
Die Gerichte haben im vergangenen Jahr 516 Mal Hamburger Eltern das Sorgerecht entzogen –das sind 76 Fälle mehr als noch im Jahr 2007. Das berichtet das „Hamburger Abendblatt“ in seiner Dienstagsausgabe unter Berufung auf das Statistische Bundesamt. Die Zahlen entsprechen einem Anstieg um 17,3 Prozent. Ein Sorgerechtsentzug ist das letzte juristische Mittel, um die Gefährdung eines Kindes auszuschließen. Alarmierend sind die Zahlen vor allem in den Bezirken Wandsbek, Mitte und Bergedorf.: In Wandsbek stieg die Zahl der Fälle in diesem Zeitraum um 75,4 Prozent auf insgesamt 100, in Bergedorf wurde in 60 Fällen die elterliche Sorge entzogen, das sind 17 Fälle mehr als im Vorjahr. In Mitte erhöhte sich die Zahl der Gerichtsentscheidungen um 53 auf insgesamt 230, wie aus der Antwort des Senats auf eine Parlamentarische Anfrage der SPD hevorgeht.
„Mehr Menschen melden uns, wenn sie in ihrem Umfeld beobachten, dass ein Kind möglicherweise gefährdet ist“, sagte Jasmin Eisenhut, Sprecherin der Sozialbehörde, dem Abendblatt. Eine positive Entwicklung, die seit dem Hungertod der kleinen Jessica aus Jenfeld im Jahr 2005 verstärkt zu beobachten sei. Damals war das siebenjährige Mädchen unter den Augen der Eltern verhungert.
Ziel der Stadt, so die Sprecherin, sei vor allem, Familien so früh wie möglich zu erreichen. So seien präventive Programme, etwa Familienhebammen und Hausbesuche, „massiv ausgebaut werden“.
Quelle:abendblatt.de – 3. August 2009
Link zum Pressebericht: www .abendblatt.de/hamburg/article1122745/516-Mal-Hamburger-Eltern-das-Sorgerecht-entzogen.html
























Oktober 13th, 2011 um 18:48
In Hamburg gibt es seit 2009 verlässliche Absprachen zwischen dem Paritätischen, dem ASD, den 44 Jugendhilfeträgern und den Geschäftsführungen der Abteilungen der Familiengerichte in den örtlichen Amtsgerichten, dass vermehrt endgültige (!) Sorgerechtsentzüge zur Auslastung der Hamburger Jugendhilfeträger ausgesprochen werden sollen.
Dies hat den Hintergrund, dass die Jugendämter aus Kostengründen von der Jugendhilfeträgern eine 100% Auslastung der Unterbringungen vorschreiben, und diese dafür einen 20%igen Bonus erhalten. Eine lange Verweildauer bis max. 24 Monate ist anzustreben. Darüber hinaus längere Aufenthalte der Jugendlichen in den Einrichtungen werden mit einem Malus (Abzug) versehen. Die durchschnittlichen Jahresgehälter der Geschäftsführer der Jugendhilfeeinrichtungen in Hamburg liegen zwischen 154.000 und 195.000 EURO.
Verständlich, dass diese Geschäftsführungen ein sehr hohes finanzielles Interesse daran haben, dass ihre Einrichtungen nahezu immer voll ausgelastet sein müssen. Um dies sicherzustellen, empfehlen die örtlichen Sozialpädagogen im ASD überwiegend den endgültigen Sorgerechtsentzug.
Man kann auch vereinfacht sagen: “Die Jugendhilfeträger klauen den Eltern ihre Kinder…”
Oktober 14th, 2011 um 14:46
Der Hohn ist das vor gennante b.z.w deren Mitarbeiter Einfluss auf Gutachten nehmen. Die Gutachter sind auch eingebunden.